6.000 Positionen unter den Hammer
Nach der ADA-Möbelfabrik-Pleite wird gesamtes Inventar versteigert

| Tobias Seifried 
| 10.08.2026

Im Auftrag des Insolvenzverwalters kommen jetzt Möbel, Teppiche, Produktionsanlagen, Materialien, Büroausstattung und Fahrzeuge des Traditionsbetriebs unter den Hammer. Insgesamt können rund 6.000 Positionen ersteigert werden.

Im März 2026 musste die ADA Möbelfabrik GmbH mit Sitz in Anger bei Weiz Insolvenz anmelden und ein Sanierungsverfahren wurde eröffnet (LEADERSNET berichtete). Inzwischen sind die Produktion und der Bürostandort am Firmensitz geschlossen. Nun wird im Auftrag des Insolvenzverwalters die gesamte Ausstattung des Standorts versteigert.

Mit der Abwicklung wurde einmal mehr das Auktionshaus Aurena beauftragt. Insgesamt werde mit rund 6.000 Positionen gerechnet, die voraussichtlich auf vier Auktionen verteilt werden. Bis Mitte September sollen die Schauräume sowie die Produktions- und Lagerflächen in Anger geräumt sein.

Möbel, Maschinen, Matratzen & Co.

Das Angebot richtet sich sowohl an Unternehmen als auch an Privatpersonen und umfasst unter anderem Boxspringbetten, Sitzmöbel, Esstische und Nachtkästchen. Hinzu kommen Teppiche, Matratzen in unterschiedlichen Größen und Härtegraden, Lattenroste sowie zahlreiche Bezüge für Matratzen und Matratzentopper.

Neben der Ware kommt auch die Ausstattung der Möbelproduktion unter den Hammer. Dazu zählen Maschinen und Anlagen aus Tischlerei, Polsterei, Lackiererei und Näherei. Angeboten werden beispielsweise CNC-Holzbearbeitungsmaschinen, Absaugwände und Industrienähmaschinen.

Auch Produktionsmaterialien wie Schaumstoffblöcke und -platten, Matratzenfederkerne und verschiedene Möbelkomponenten gehören zum Auktionsumfang. Darüber hinaus werden das professionelle Fotostudio des Möbelherstellers, die Büroausstattung und einige Fahrzeuge versteigert. Selbst ADA-Schaumstofflogos und Werbeständer können ersteigert werden.

Erste Zuschläge am 24. August

Gebote für die ersten Positionen sind bereits möglich. Die ersten Zuschläge sollen am 24. August 2026 ab 8:00 Uhr erfolgen. Zwei weitere Auktionen sollen laut Aurena in Kürze folgen.

Nach einer einmaligen Registrierung können sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen an den Versteigerungen teilnehmen. Alle Positionen sowie Informationen zu Zuschlagsterminen, Besichtigungs- und Abholmöglichkeiten sind auf der Website des Auktionshauses zu finden.

Sanierungsplan der Holding angenommen

Unterdessen gibt es bei der ADA Möbelwerke Holding AG Fortschritte im laufenden Sanierungsverfahren. Am 4. August 2026 stimmten die Gläubiger:innen dem vorgelegten Sanierungsplan mehrheitlich zu. Bei angemeldeten Forderungen von rund 19,7 Millionen Euro sieht dieser eine Quote von 20 Prozent vor: Zehn Prozent sollen binnen 14 Tagen nach rechtskräftiger Bestätigung des Sanierungsplans, weitere fünf Prozent binnen zwölf Monaten und die restlichen fünf Prozent binnen 24 Monaten nach dessen Annahme bezahlt werden. Finanziert werden soll der Sanierungsplan aus dem Fortbetrieb sowie mithilfe eines strategischen Partners. Damit sei die Fortführung der Holding vorerst gesichert. Die Produktionsbetriebe der Tochtergesellschaften in Ungarn und Rumänien seien zudem stabilisiert worden.

www.aurena.at

www.ada.at

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