37 Wohnungen
Spatenstich für neues NÖSW-Wohnprojekt in Etsdorf

| Dejan Filipovic 
| 09.08.2026

Die Einheiten sind zwischen rund 50 und 94 Quadratmeter groß. Fertiggestellt soll die Wohnhausanlage im Herbst 2028 werden.

Vor Kurzem startete mit einem feierlichen Spatenstich das Niederösterreichische Siedlungswerk (NÖSW) offiziell den Bau eines Wohnprojekts in Etsdorf am Kamp. In Abstimmung mit der Marktgemeinde Grafenegg werden in der Grafenegger Straße 2 insgesamt 37 Mietwohnungen mit Kaufoption realisiert. Das neue Wohnprojekt entsteht auf einem Areal direkt gegenüber dem Gemeindeamt und in unmittelbarer Nähe zu Kirche, Schule und Nahversorger:innen.

Das Projekt 

Die 37 Zwei- bis Vierzimmerwohnungen sind zwischen rund 50 und 94 Quadratmeter groß. Neben kompakten Wohnungen für Singles und Paare entstehen auch großzügige Familienwohnungen, so NÖSW. 

Von den insgesamt 37 Wohnungen sind 25 barrierefrei erreichbar, neun davon werden vollständig barrierefrei ausgeführt. Darüber hinaus verfügt jede Wohnung über einen privaten Außenbereich, sei es in Form eines Eigengartens mit Terrasse, eines Balkons oder einer Dachterrasse. 

"Mit unserem Projekt in Etsdorf haben wir gemeinsam mit der Gemeinde ein Wohnkonzept entwickelt, das Menschen in allen Lebensphasen anspricht und das Miteinander der Generationen fördert. Barrierefreie Wohnungen sind für uns kein Nischenprodukt, sondern ein wesentlicher Bestandteil zukunftsfähigen Wohnbaus. Sie ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter und bieten gleichzeitig Familien und Personen mit besonderen Bedürfnissen langfristige Perspektiven. Dass jede Wohnung über einen eigenen Garten, Balkon oder eine Dachterrasse verfügt, unterstreicht unseren Anspruch, leistbares Wohnen mit hoher Lebensqualität zu verbinden", sagt Hannes Kaiser, Geschäftsführer der NÖSW.

V.l.n.r.: LAbg. Josef Edlinger, Bgm. Manfred Denk und GF Hannes Kaiser (NÖSW) © NÖSW

Nachhaltigkeit im Fokus 

Auch in ökologischer Hinsicht wurde bei der Planung auf Nachhaltigkeit geachtet. Das Bauvorhaben folgt dem Reconstructing-Prinzip, bei dem bestehende Baustoffe möglichst im Kreislauf gehalten und direkt vor Ort wiederverwendet werden. So soll das beim Abbruch anfallende Mauerwerk vollständig auf dem Grundstück als Unterbau für die neue Wohnanlage verwendet werden. Dadurch sollen Ressourcen geschont, der Baustellenverkehr reduziert und die CO₂-Emissionen während der Bauphase verringert werden.

Das anfallende Regenwasser könne auf dem Grundstück versickern und werde damit dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt. Die Stellplätze sollen nicht vollständig versiegelt, sondern mit begrünten Rasengittersteinen ausgeführt werden. Zwischen den Parkplätzen sollen Bäume für Beschattung sorgen und dazu beitragen, die Erwärmung der befestigten Flächen zu reduzieren. Ergänzt wird das Freiraumkonzept durch großzügige Grünflächen.

Die Wärmeversorgung erfolgt über Sole-Wasser-Wärmepumpen, unterstützt durch eine Photovoltaikanlage. Zusätzlich sind die Wohnungen mit einer Fußbodenheizung sowie einer kontrollierten Wohnraumlüftung ausgestattet. Auch architektonisch orientiert sich das Projekt am bestehenden Ortsbild. Die Gestaltung greift Merkmale des historischen Gebäudebestands auf und verbindet diese mit einer zeitgemäßen, funktionalen Bauweise.

"Mit diesem Projekt schaffen wir qualitätsvollen, leistbaren und vor allem generationenübergreifenden Wohnraum an einem zentralen Standort. Dass bereits vor dem Baustart mehr als 50 Anmeldungen vorliegen, bestätigt, wie groß der Bedarf an diesem Wohnangebot ist", so Kaiser.

Die Fertigstellung der Wohnhausanlage ist für Herbst 2028 geplant.

www.noesw.at

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