Gefährdete Rasse im Rampenlicht
Österreichische Post widmet Weißem Barockesel eine Sonderbriefmarke

| Redaktion 
| 29.07.2026

Habsburgs einstiger Glücksbringer zählt heute zu den stark gefährdeten Nutztierrassen Österreichs. Das kunstvolle Motiv mit Stute und Fohlen soll auf den bedrohten Bestand aufmerksam machen.

Sein Name klingt beinahe wie ein Adelstitel, und tatsächlich reicht die Geschichte des Österreichisch-Ungarischen Weißen Barockesels bis in die Zeit der Habsburgermonarchie zurück. Der Überlieferung nach sollen die hellen Tiere einst gezielt für die höfische Gesellschaft gezüchtet worden sein, da man in ihnen Glücksbringer sah, während dunkel gefärbte Esel als Vorboten des Unheils galten. Über Jahrzehnte geriet die Rasse fast in Vergessenheit, ehe in den 1980er-Jahren einige wenige verbliebene Zuchttiere wiederentdeckt wurden. Sie bilden bis heute die Basis für den aktuellen Bestand von rund 400 Tieren, von denen eine der größten Populationen im Marchfeld auf Schloss Hof lebt. Weil die Rasse als stark gefährdet gilt, widmet ihr die Österreichische Post nun eine eigene Ausgabe ihrer Briefmarkenserie "Seltene Nutztierrassen".

Design, Preis und Erhältlichkeit der neuen Marke

Präsentiert wurde die neue Sondermarke am Mittwoch von Andreas Minnich (Abgeordnetem zum Nationalrat in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner), Klaus Panholzer (Geschäftsführer der Schönbrunn Group) sowie Patricia Liebermann (Leiterin Philatelie bei der Österreichischen Post) direkt vor Ort in Schloss Hof. Die von der Grafikerin Kirsten Lubach gestaltete Marke zeigt eine Stute mit den für die Rasse typischen blauen Augen gemeinsam mit ihrem Fohlen. Das Postwertzeichen hat einen Nennwert von einem Euro im Tarif Brief Österreich S und erscheint in einer Auflage von 250.000 Stück. Erhältlich ist die Marke in allen Postfilialen, im Post-Onlineshop sowie über den Sammler-Service der Post.

Sonderbriefmarke Barockesel© Österreichische Post AG

Wer mehr als nur die einzelne Marke möchte, kann zu einem eigens aufgelegten Set greifen, das drei Marken, drei Karten und drei Kuverts mit Motiven des Weißen Barockesels enthält und 9,80 Euro kostet. Ergänzend dazu bringt die Post eine eigene Marken-Edition heraus, die dem bekanntesten der Marchfeldschlösser und damit dem Hauptwohnsitz der seltenen Esel gewidmet ist. Das Heft mit 20 Briefmarken und Aufnahmen von Schloss Hof ist um 26,20 Euro erhältlich.

Sonderpostamt in Schloss Hof

Zudem findet am 31. Juli (10 bis 16 Uhr) ein eigenes Sonderpostamt in Schloss Hof statt. Besucher:innen können dort die neue Marke, das Set und die Marken-Edition kaufen und ihre Sendungen mit dem passenden Sonderstempel des Weißen Barockesels versehen lassen. Ganz in der Nähe lassen sich zudem die letzten lebenden Vertreter der Rasse besichtigen.

www.post.at

www.schoenbrunn-group.com

www.schlosshof.at

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