Traditionsbetrieb in Konkurs
Pleitewelle erfasst Heidenbauer-Gruppe: Mehr als 90 Jobs betroffen

| Janet Teplik 
| 23.07.2026

Das Traditionsunternehmen hat beim Landesgericht Leoben Konkursanträge für vier Gesellschaften eingebracht. Über zwei wurde das Konkursverfahren bereits eröffnet. 

Über das Vermögen der Heidenbauer Gruppe mit ihren vier Gesellschaften der Heidenbauer Dach Wand GmbH, der Heidenbauer Management GmbH, der Heidenbauer Metallbau GmbH sowie der Heidenbauer Pools GmbH wurden beim Landesgericht Leoben jeweils Konkursverfahren beantragt.

Über das Vermögen der Heidenbauer Dach Wand GmbH und der Heidenbauer Pools GmbH wurde das Konkursverfahren bereits eröffnet. Hinsichtlich der Heidenbauer Management GmbH und der Heidenbauer Metallbau GmbH lagen zum Zeitpunkt der vorliegenden Informationen Konkursanträge vor.

Nach den vorliegenden Angaben sind insgesamt 91 Arbeitnehmer:innen sowie 212 Gläubiger von den Verfahren betroffen.

Unternehmensfortführung nicht vorgesehen

Aus den Insolvenzanträgen geht hervor, dass für keine der vier Gesellschaften eine Fortführung des Unternehmens beabsichtigt ist. Den Anträgen zufolge haben die Schuldnerinnen einer Schließung des Unternehmens bereits zugestimmt.

Die Beschäftigten verteilen sich auf die einzelnen Gesellschaften wie folgt:

  • Heidenbauer Dach Wand GmbH: 13 Beschäftigte
  • Heidenbauer Management GmbH: 8 Beschäftigte
  • Heidenbauer Metallbau GmbH: 54 Beschäftigte
  • Heidenbauer Pools GmbH: 16 Beschäftigte

Für die bereits eröffneten Konkursverfahren der Heidenbauer Dach Wand GmbH sowie der Heidenbauer Pools GmbH wurde Helmut Fetz zum Insolvenzverwalter bestellt. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung wurde für den 14. Oktober 2026 angesetzt. 

Bereits 2025 Insolvenzverfahren innerhalb der Unternehmensgruppe

Nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbandes (AKV) hatten bereits im Jahr 2025 mehrere Gesellschaften der damaligen Heidenbauer-Unternehmensgruppe Insolvenzverträge beim Landesgericht Leoben eingebracht. In weiterer Folge sei der Geschäftsbetrieb über vier Gesellschaften fortgeführt worden, die nun ebenfalls Konkursanträge gestellt haben.

Bei der Unternehmensgruppe handelt es sich nach Angaben des AKV um ein seit 1946 bestehendes Unternehmen mit Sitz in Bruck an der Mur. 

Angaben zur Ursache der Insolvenz

Zu den Gründen für die nunmehrigen Insolvenzanträge erhalten die Anträge Ausführungen der jeweiligen Antragstellerinnen. Darin wird unter anderem dargestellt, dass im Zuge einer Restrukturierung Finanzierungsmaßnahmen vorgesehen gewesen seien und es in weiterer Folge zu Liquiditätsproblemen gekommen sei. Die Insolvenzanträge enthalten darüber hinaus die Darstellung, dass zugesagte Finanzierungsleistungen einer Hausbank teilweise nicht oder verspätet erfolgt seien.

Vermögensstatus liegt noch nicht vor

Nach den vorliegenden Informationen wurde den Insolvenzanträgen kein Vermögensstatus angeschlossen. Angaben über die Höhe der Aktiva und Passiva liegen daher derzeit nicht vor. 

Der weitere Ablauf des Verfahrens sowie die Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse erfolgen im Rahmen der jeweiligen Konkursverfahren. 

www.akv.at

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