66 Geldausgabegeräte seit Beginn aufgestellt
OeNB zieht positive Bilanz nach einem Jahr Bankomat-Initiative

| Redaktion 
| 07.07.2026

Seit dem Start wurden 66 neue Geldausgabegeräte errichtet. Die Nationalbank will den Ausbau der Bargeldversorgung fortsetzen und weitere Gemeinden ausstatten.

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat vor einem Jahr eine österreichweite Initiative gestartet, um die Bargeldversorgung insbesondere in ländlichen und bislang unterversorgten Regionen sicherzustellen. Nach zwölf Monaten zieht die Nationalbank nun eine positive Zwischenbilanz. 

Mit der Eröffnung eines weiteren OeNB-Bankomaten in Güttenbach im Bezirk Güssing im Burgenland durch OeNB-Gouverneur Martin Kocher steigt die Zahl der aktiven Geräte auf 66. Seit Juli 2025 wurde damit durchschnittlich mehr als ein neuer Geldausgabeautomat pro Woche installiert. Mehr als 80.000 Menschen in Gemeinden ohne bisherige Bankomat-Versorgung sollen laut der Nationalbank mittlerweile vom Zugang zu Bargeld profitieren.

Bargeld als Teil der freien Zahlungsentscheidung

Die Initiative der OeNB soll vor allem dazu beitragen, die Wahlfreiheit zwischen digitalen und analogen Zahlungsmitteln zu stärken und bestehende Versorgungslücken gezielt zu schließen. Alle bisher errichteten 66 Geldautomaten wurden in Gemeinden aufgestellt, in denen zuvor kein Bankomat verfügbar war, so die OeNB. Die nun gewährleistete Bargeldversorgung soll aber auch die regionale Nachversorgung unterstützen. Kleine Händler:innen, Vereine, Gastronomiebetriebe und Dienstleister:innen sollen mit dem Aufstellen des Geldausgabegerätes von der Verfügbarkeit von Bargeld profitieren. Gleichzeitig reduziere sich für viele Haushalte der Zeitaufwand sowie notwendige Fahrtstrecken und damit verbundene Fahrtkosten.

Kürzere Wege für die Bevölkerung in Güttenbach

Der neue Standort in Güttenbach soll eine deutliche Verbesserung für die Bevölkerung bringen. Nach Angabe der Verantwortlichen mussten die Einwohner:innen vor der Errichtung des OeNB-Bankomaten 4,4 Kilometer bis zum nächsten Geldausgabeautomaten zurücklegen. Nun sollen es knapp 600 Meter sein, so die OeNB. 

"Die Bilanz nach einem Jahr zeigt, dass die Bankomat-Initiative der Nationalbank wirkt. Mit mittlerweile 66 Geldautomaten haben wir Versorgungslücken im ländlichen Raum gezielt geschlossen und somit mehr als 80.000 Menschen in ganz Österreich einen besseren Zugang zu Bargeld ermöglicht. Ich freue mich, dass wir nun auch einen Bankomaten in der Marktgemeinde Güttenbach im Burgenland aufstellen. Jeder neue Standort bedeutet kürzere Wege, mehr Komfort und eine stärkere lokale Versorgung. Ein einfacher und kostengünstiger Zugang zu Bargeld ist der Schlüssel zur Wahlfreiheit beim Bezahlen. Bargeld ist und bleibt unverzichtbar. Deshalb ist uns die flächendeckende Bargeldversorgung in Österreich ein wichtiges Anliegen", sagt Martin Kocher.

Auch der Bürgermeister von Güttenbach, Leo Radakovits, sieht den neuen Bankomaten als wichtige Ergänzung für die Gemeinde: "Der neue Bankomat ist ein Gewinn für unsere Gemeinde. Kürzere Wege zu Bargeld erleichtern den Alltag vieler Menschen und stärken unsere lokale Nahversorgung."

Weiterer Ausbau geplant 

Die Nationalbank will den Ausbau der Bargeldversorgung fortsetzen und weitere Gemeinden ausstatten. Ziel sei es, bis Ende 2026 bis zu 120 OeNB-Geldausgabegeräte zu errichten.

Parallel dazu haben sich die Banken in einer Vereinbarung mit dem Österreichischen Gemeindebund dazu bereit erklärt, ihre bestehenden Standorte von Geldausgabegeräten abzusichern.

Auf der Website der OeNB bietet ein Dashboard unterschiedliche Informationsmöglichkeiten rund um die Erreichbarkeit von Geldausgabeautomaten in Österreich. 

www.oenb.at

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