Zwei Frauen, ein Podcast
Neues Audioformat verbindet Badens Vergangenheit mit der Gegenwart

Silvia Eitler und Gabriele Hasmann betrachten das Gestern im Spiegel des Heute und nehmen ihr Publikum in der "Badener Zeitspur" mit auf eine charakterstarke Entdeckungstour durch die traditionsreiche Kurstadt. 

Das historische Erbe von Baden bei Wien reicht von antiken Badeanlagen bis zur kaiserlichen Architektur des 19. Jahrhunderts. Dieses Fundament, das der Stadt auch einen Platz im UNESCO-Weltkulturerbe einbrachte, bildet nun den inhaltlichen Kern eines neuen Audio-Projekts. Unter dem Titel "Badener Zeitspur" haben die Videografin Silvia Eitler und die Autorin Gabriele Hasmann ein Podcast-Format entwickelt, das sich explizit mit der Stadtgeschichte auseinandersetzt. 

In jeder Folge ein Stück Baden

Jede Folge führt an einen konkreten Ort oder in eine bestimmte Epoche und verknüpft historische Ereignisse mit aktuellen Entwicklungen. Dabei geht es nicht nur um Rückschau, sondern auch um Einordnung, Haltung und manchmal unbequeme Fragen. Gleichzeitig wird lokalen Betrieben eine Bühne geboten.

Episode 1 - Burg Rauhenstein

Den Auftakt des neuen Formats macht die bereits online verfügbare Folge 1, die ins Helenental führt und sich mit Burg Rauhenstein beschäftigt. Was heute als historische Ruinenlandschaft wahrgenommen wird, diente im Mittelalter durch die Burgen Rauheneck und Scharfeneck als militärisches Befestigungsdreieck.

Der Podcast nutzt diese geschichtsträchtige Kulisse für eine detaillierte Aufarbeitung lokaler Ereignisse, die von Raubrittertum bis zu alten Sagen reicht. Gleichzeitig schlägt der Beitrag die Brücke zu aktuellen Themen, indem er Fragen zur Erhaltung der Bausubstanz und zum heutigen Denkmalschutz aufwirft. Die sachliche Auseinandersetzung wird durch pointierte Diskussionen ergänzt, um über die reine Geschichtsvermittlung hinaus eine Diskussion über den Denkmalschutz im städtischen Raum anzustoßen.

Episode 2 - Badener Sommerfrische

Die zweite Folge, die bereits am 22. Mai online ging, beschäftigt sich wiederum mit der großen Zeit der Badener Sommerfrische und führt zurück in die Epoche, in der sich Adel, Künstler:innen und Großbürgertum in der Kurstadt einfanden, in prachtvollen Hotels residierten und Baden so zu einem kosmopolitischen Treffpunkt machten. 

Die kritische Auseinandersetzung beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Vergangenheit, sondern hinterfragt auch den aktuellen Zustand. Die Macherinnen gehen etwa der Frage nach, wie viel vom einstigen historischen Glanz der Stadt erhalten geblieben ist. Im Kern der Debatte stehen der spürbare Mangel an moderner Infrastruktur, fehlende Impulse und die mangelnde Sichtbarkeit im kulturellen Diskurs. Zudem wird diskutiert, wie die Stadt Baden ihr historisches Potenzial in der heutigen Zeit effektiver nutzen kann.

Oral History

Das Projekt versteht sich als eine journalistische Initiative, die dazu anregen soll, den Umgang mit der Stadtgeschichte kritisch zu überdenken und das lokale Erbe zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

www.badener-zeitspur.podigee.io

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