#nichtmituns
ORF-Redakteure starteten Social-Media-Kampagne gegen Machtmissbrauch

| Janet Teplik 
| 29.04.2026

Unter dem Hashtag #nichtmituns distanzieren sich die Redaktionsmitglieder von den aktuellen Skandalen rund um das öffentlich-rechtliche Medienhaus. 

Mit dem konzertierten Auftreten unter dem Hashtag #nichtmituns positionieren sich zahlreiche Redaktionsmitglieder des ORF öffentlich gegen die Sogwirkung der jüngsten Vorfälle, die das Image des Medienhauses belasten (LEADERSNET berichtete u.a. hier, hier und hier).

#nichtmituns 

Die Teilnehmenden fordern demnach die notwendigen Rahmenbedingungen ein, um ihrem journalistischen Auftrag wieder ohne Überschattung durch interne Verfehlungen oder politische Debatten nachkommen zu können. Damit wehren sie sich proaktiv gegen eine Pauschalverurteilung ihrer Arbeit und unterstreichen ihren Anspruch auf ein professionelles Umfeld.

So schrieb Armin Wolf auf der Social Media-Plattform Bluesky: 

Wir arbeiten für den ORF – mit Leidenschaft und Freude. Wir wollen uns nicht für Skandale und Missstände rechtfertigen müssen, mit denen wir nichts zu tun haben. Wir wollen das machen, was wir am besten können: Das beste Programm für unser Publikum. Wir sind viele: nichtmituns.net #nichtmituns

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— Armin Wolf (@arminwolf.at) 29. April 2026 um 13:01

Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um eine offizielle Kampagne des Senders, sondern um einen autonomen Zusammenschluss von Beschäftigten, die aus persönlicher Überzeugung handeln. Die Beteiligung bisher ist rege. Berichten zufolge solidarisieren sich zahlreiche Mitarbeiter:innen, indem sie sich auf ihren privaten Profilen mit deutlichen Statements positionieren. Die Initiative nutzt dabei zentrale Slogans, um die drängendsten Probleme innerhalb des Senders zu adressieren. Mit Schlagworten wie "Machtmissbrauch im ORF? #nichtmituns", "Politische Besetzungen? #nichtmituns" oder "Parteipolitik im Stiftungsrat? #nichtmituns" fordern sie einen Kulturwandel. Auch das Thema "Täterschutz statt Opferschutz" greifen die Teilnehmenden auf. 

Im Zuge der Kampagne wurde eine Webseite eingerichtet, auf der die Mitarbeitenden mit Fotos und entsprechenden Statements zu sehen sind. 

Zu finden ist diese unter www.nichtmituns.net.

www.orf.at

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