"Jungen Menschen wird Eigentum deutlich erschwert"

Karina Schunker, Geschäftsführerin der EHL Wohnen GmbH, wurde bei der Verleihung des Immo-Awards "Cäsar" als Beste ihres Faches ausgezeichnet. Im Interview mit LEADERSNET spricht sie über die jüngsten Erfolge ihres 25-köpfigen Teams, ihren Zugang zu Leadership, aber auch über die Herausforderungen, mit denen nicht nur die Branche, sondern auch Kund:innen aktuell zu kämpfen haben.

LEADERSNET: Sehr geehrte Frau Schunker, Sie wurden im September als "Maklerin des Jahres" mit dem Cäsar prämiert. Was bedeutet Ihnen die Auszeichnung?

Karina Schunker: Unglaublich viel, denn der Cäsar ist eine der renommiertesten, personenbezogenen Auszeichnungen in der Immobilienbranche und wird von einer hochkarätigen Verbandsjury wie beispielsweise FIABCI, immQu, ÖVI, RICS, Salon Real und dem Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder vergeben. Für die Vergabe des Preises werden die Leistungen der jeweiligen Person bewertet, die im vorhergehenden Geschäftsjahr erbracht wurden.
Ich blicke mit sehr viel Stolz auf das vergangene Geschäftsjahr zurück. Denn 2022 ist es meinem herausragenden Team gelungen, 1.850 Wohnungen – Miete, Eigentum, Vorsorge  –  für unsere Kund:innen erfolgreich zu vermarkten. Damit erreichten wir im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 23 Prozent und erzielten gleichzeitig die bisher höchste Vermarktungszahl in der Unternehmensgeschichte der EHL Immobilien Gruppe. Zudem konnten wir unser Geschäftsfeld der Wohnungsvermittlung, mit Schwerpunkt Wien und Umgebung, um eine Niederlassung in Graz erweitern. Unser Tatendrang ist groß und daher gibt es auch schon einige weitere Pläne, an denen wir fleißig arbeiten.

LEADERSNET: Können Sie uns mehr über Ihr Team erzählen?

Schunker: Mein hervorragend ausgebildetes Team ist 25 Köpfe groß und kümmert sich um die Vermittlung von Miet-, Eigentum- und Vorsorgewohnungen. Unser starkes Backoffice-Management-Team, bestehend aus sechs Personen, ist für alle administrativen Prozesse samt Objektdatenpflege und Inseratenschaltungen zuständig. Die 19 Makler:innen verbringen die meiste Zeit damit, direkt vor Ort bei den Immobilien zu sein und Objektbegehungen sowie Beratungsgespräche mit unseren Kund:innen durchzuführen.

Mir ist ein positives Arbeitsklima besonders wichtig, da es maßgeblich dazu beiträgt, eine gute Arbeitsleistung zu erzielen. In meinem Team habe ich Mitarbeiter:innen, die bereits seit über 15 Jahren Teil der EHL-Familie sind – und das erfüllt mich natürlich mit großer Freude. Zudem legen wir großen Wert auf die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter:innen, beispielsweise durch regelmäßige Webinare und Fortbildungsangebote. In Summe sind wir ein dynamisches Team, voller hilfsbereiter, hochengagierter und toller Persönlichkeiten. Wir gehen dort hin, wo die Kund:innen uns brauchen, passen laufend unsere Prozesse an und streben nach Qualitätsmaximierung.

LEADERSNET: Gerade im Bereich der Wohnimmobilien ist die Marktlage aktuell angespannt. Ist eine Trendwende bereits in Sicht?

Schunker: Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen ist aufgrund der schwierigeren Rahmenbedingungen auf der Finanzierungsseite – KIM-Verordnung, sehr rascher Zinsanstieg – gedämpfter, wobei wir wieder eine beginnende Erholung feststellen können. Das ist darauf zurückzuführen, dass sich die Zinsen allmählich einpendeln und damit auch ein Gewöhnungseffekt eintritt. In der Miete ist die Nachfrage hingegen stark befeuert bei einem deutlich rückläufigen Angebot. Damit werden sich die Mieten in den kommenden Monaten deutlich dynamischer mit Zuwächsen entwickeln.

LEADERSNET: Sehen Sie Handlungsbedarf in Bezug auf die KIM-Verordnung?

Schunker: Die KIM-Verordnung ist in Österreich, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, eine sehr scharf ausformulierte Regulatorik für Finanzierungsinstitute, bezüglich deren Kreditvergabe. Das erforderliche Eigenkapital der finanzierenden Personen muss gemäß der Verordnung bei mindestens 20 Prozent liegen und die monatliche Annuität darf maximal 40 Prozent des Einkommens betragen. Wir bekommen mit, dass insbesondere junge Menschen von den Auswirkungen am schwersten betroffen sind und dass ihr Wunsch, Eigentum zu erwerben, deutlich erschwert wird. Daher sehen wir hier dringenden Handlungsbedarf, die bestehende Verordnung zu lockern, um Unverhältnismäßigkeiten am Markt zu vermeiden.

LEADERSNET: Können Sie uns mehr über bevorstehende Projekte verraten?

Schunker: Wir haben erst vor Kurzem auch wieder mit der Vermarktung von großartigen, neuen Projekten gestartet. Eines davon ist das Wohnprojekt 'Bella Vita' mit insgesamt 49 Eigentumswohnungen und optimal geschnittenen Grundrissen zwischen 47 und 111 Quadratmetern Wohnfläche. Die Liegenschaft ist in einer grünen und familiären Einfamilienhaussiedlung im Nord-Osten von Wiener Neustadt eingebettet und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln optimal an Wien angebunden. Ein weiteres Projekt befindet sich im 15. Wiener Gemeindebezirk, direkt auf der Schmelz entlang der U3-Linie. Hier gelangen 311 Wohnungen in die Vermietung, mit 2 bis 4-Zimmer und zwischen 36 Quadratmetern und 97 Quadratmetern  Wohnnutzfläche. Von Wohnungen mit Blickrichtung Baumallee bis hin zu hofseitigen Townhouses mit Gärten. Bei EHL Wohnen bieten wir eine breite Wohnungsvielfalt - ob Miete, Eigentum oder Vorsorge - und sind für unsere KundInnen für Besichtigungstermine bzw. Beratungsgespräche jederzeit verfügbar.

www.ehl.at

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