Wiener Nobelbäckerei legt Millionenpleite hin

| Tobias Seifried 
| 01.01.2023

Als Gründe für die Insolvenz werden u.a. ein coronabedingter Umsatzeinbruch sowie gestiegene Energiekosten genannt.

Die Nachwehen der Coronapandemie und die zuletzt stark gestiegenen Energiekosten haben die Wiener Biobäckerei "Gragger und Cie" in die Knie gezwungen. Der Betrieb wurde 2009 gegründet und hat seinen Sitz in der Wiener City (1. Bezirk). Laut dem KSV1870 belaufen sich die Passiva auf etwas mehr als eine Million Euro. Von der Insolvenz sind dem Kreditschutzverband zufolge 50 Dienstnehmer:innen und rund 30 Gläubiger:innen betroffen.

Corona und Inflation

Gründe für die Pleite gäbe es laut der hochpreisigen Bäckerei gleich mehrere. Allen voran ein coronabedingter Umsatzeinbruch infolge ausbleibender Tourist:innen und der Laufkund:innen durch das verstärkte Homeoffice. Hinzu kämen die gestiegenen Energiekosten, ein Personalmangel sowie die hohe Inflation. Letztere hätte die Nachfrage an hochpreisigen Bäcker- und Konditoreiwaren merklich einbrechen lassen.

Spezieller Holzbackofen

Für die Dienstnehmer:innen besteht jedoch noch Hoffnung. Denn wie aus den Aussendungen von KSV1870, AKV und Creditreform hervorgeht, soll eine Fortführung des Betriebs versucht werden. Am Handelsgericht Wien wurde Ende des Jahres 2022 ein entsprechender Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt.

Gragger und Cie war vor allem für seinen in Eigenregie entwickelten Holzbackofen bekannt. Die Biobäckerei hat vier Produktions- und vier weitere Verkaufsstätten in Wien sowie im oberösterreichischen Ansfelden. Hinzu kamen diverse Pop-Up-Stores. 

www.gragger.at

www.ksv.at

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