Die Betreiberfirma von Nordstream 2 ist insolvent

Am Bau der neun Milliarden Euro teuren Ostsee-Pipeline war auch die OMV beteiligt.

Die harten Sanktionen gegen Russland nach dem Einmarsch in die Ukraine, die auch zur Folge hatten, dass Deutschland die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 auf Eis gelegt hat, haben nun dazu geführt, dass deren Betreiberfirma insolvent ist. An dem Bau des seit langem umstrittenen Projekts, das rund neun Milliarden Euro gekostet hat, war auch die OMV beteiligt. Der heimische Energieriese hat rund 730 Millionen Euro investiert.

Nord Stream 2 AG meldet Konkurs an

In einem Interview mit dem Schweizer Blick hat die zuständige Regierungsrätin Silvia Thalmann-Gut bestätigt, dass die Nord Stream 2 AG Konkurs angemeldet hat. Insgesamt seien von der Pleite mehr als 100 Mitarbeiter:innen betroffen. Bei der Betreiberfirma handelt es sich um eine Tochterfirma von Gazprom. Dem russischen Gaskonzern gehört die über 1.200 Kilometer lange Pipeline.

Kurz vor Inbetriebnahme gestoppt

Für die Inbetriebnahme fehlte nur noch der Abschluss eines Genehmigungsverfahrens in Deutschland. Doch dieses wurde aufgrund des Kriegsbeginns gestoppt. Ob die Pipeline jemals ihren Betrieb aufnehmen wird, scheint derzeit äußerst zweifelhaft. Über Nord Stream 2 hätte russisches Erdgas in mehrere Länder Europas transportiert werden sollen. (ts)

www.nord-stream2.com

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