Österreicher sehen Wirtschaftserholung noch in weiter Ferne

Konsum geht zurück – Wirtschaftserholung laut Erste Bank-Befragung frühestens ab 2022.

Laut einer repräsentativen Integral-Studie im Auftrag der Erste Bank sind rund zwei Drittel (60 Prozent) der Österreicher der Meinung, die heimische Wirtschaft wird sich erst nach dem Jahr 2021 wieder zu erholen beginnen.

"Wir erwarten, dass die Wirtschaft zwar bereits im Sommer 2021 in einen stabilen Erholungspfad eintritt, aber es wird noch lange dauern, bis das nominelle BIP ein Vorkrisenniveau erreichen kann. Das sehen wir auch frühestens ab 2022", sagt Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank.

Fonds, Aktien und Anleihen bleiben attraktiv

Insgesamt wollen 79 Prozent (-3 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2019) der befragten Sparer in den nächsten zwölf Monaten etwas veranlagen. Der Betrag, der dafür vorgesehen ist, bleibt im Vorjahresvergleich ebenfalls ziemlich konstant und fällt lediglich von durchschnittlich 6.000 Euro auf 5.800 Euro (-3 Prozent).

Fonds, Aktien und Anleihen bleiben ob volatiler Kapitalmarktverläufe für österreichische Anleger weiterhin attraktiv. 28 Prozent wollen in Wertpapiere investieren. Erstaunlich gestaltet sich die Entwicklung bei der Zustimmung zu den altbewährten Sparformen. Neben dem Bausparer (-6 Prozent), der Lebensversicherung (-5 Prozent) und der Pensionsvorsorge (-7 Prozent), fällt das Sparbuch am tiefsten im Vergleich und erleidet einen Abfall von 11 Prozentpunkten (52 Prozent).

Wohnbauabsichten lassen geplante Kreditsummen steigen

Trotzdem die Zahl derjenigen, die eine größere Anschaffung planen, mit 28 Prozent im 12-Monats-Trend ein immenses Minus erlitt (-10 Prozent), lässt sich eine um 40 Prozent höhere, durchschnittliche Kreditsumme verzeichnen. Bei geplanten Finanzierungen steigt der Betrag somit im Jahresvergleich von ungefähr 79.400 auf 103.500 Euro.

© Integral/Erste Bank
© Integral/Erste Bank

Schaufler: "Wohnbaufinanzierungen sind nach wie vor stark gefragt. Dabei stehen nicht nur die Kaufabsichten im Fokus, es gibt auch viel Bedarf an Renovierungen, Aus- und Umbauten. Durch die Transformation des Eigenheims zu einem Arbeits- und Wohnbereich, sind eben auch neue Bedürfnisse entstanden", so Schaufler.

Griff auf die eigenen Ersparnisse

Wie gewohnt greifen Konsumenten bei Finanzierungen gerne zuerst auf die eigenen Ersparnisse (79 Prozent/-6 Prozent) zurück, auch wenn unter der generellen Konsumvorsicht dieser Wert abgenommen hat. Über einen Bankkredit oder ein Bauspardarlehen will das geplante Vorhaben heuer weiterhin jeder Fünfte (21 Prozent/+1 Prozent) realisieren. Einen signifikanten Anstieg verzeichnet die Finanzierung durch Freunde oder Verwandte mit einem Plus von sieben Prozentpunkten. (red)

www.erstegroup.com

Über die Umfrage

Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Integral hat für die Umfrage "Erste Bank Spar- und Kreditprognose Q3 2020" hat 1.000 Österreicherinnen und Österreicher – repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren – mittels telefonischen und Online-Interviews nach ihren geplanten Spar- und Anlageformen sowie ihrem Finanzierungsbedarf gefragt.

Die Befragung fand im dritten Quartal 2020 im Zeitraum von 15. bis 29. September 2020 statt. Soweit nicht anders angegeben, handelt es sich bei den Vergleichswerten um Zahlen aus dem gleichen Quartal des Vorjahrs.

www.integral.co.at

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Über die Umfrage

Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Integral hat für die Umfrage "Erste Bank Spar- und Kreditprognose Q3 2020" hat 1.000 Österreicherinnen und Österreicher – repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren – mittels telefonischen und Online-Interviews nach ihren geplanten Spar- und Anlageformen sowie ihrem Finanzierungsbedarf gefragt.

Die Befragung fand im dritten Quartal 2020 im Zeitraum von 15. bis 29. September 2020 statt. Soweit nicht anders angegeben, handelt es sich bei den Vergleichswerten um Zahlen aus dem gleichen Quartal des Vorjahrs.

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