„Neue Konzepte prüfen und so rasch als möglich umsetzen“

| 12.03.2017

Sportminister Doskozil bei Österreichs größter Wintersportwoche ÖBB S'COOL am Nassfeld.

Im Rahmen von ÖBB S'COOL wurde am Nassfeld (Kärnten) das Thema „Schulskikurs qou vadis“ unter der Leitung von Kurt Kaiser diskutiert. Denn entgegen dem Trend von ÖBB S'COOL seien die Teilnehmerzahlen bei allen Schulskikursen im Laufe der letzten 35 Jahre kontinuierlich und um rund 50 Prozent gesunken. Am Podium haben zu diesem für die Zukunft des Wintersportlandes Österreichs wichtigen Thema Sportminister Hans Peter Doskozil, ÖBB Regionalmanager Kärnten Max Stießen, Kärntner Seilbahnwirtschaft-Obmann Klaus Herzog, Ex-Ski-Ass und Moderator Armin Assinger, Hervis Europa-Marketingleiter Gerhard Bradler sowie Kärnten Werbung-Geschäftsführer Christian Kresse ihre Standpunkte erläutert und diskutiert.

Gelder richtig einsetzen und kanalisieren

Einigkeit hat darüber geherrscht, dass die Wintersportwochen extrem wichtig für die Zukunft des Breitensports in Österreich seien, da diese das Rückgrat für viele Wirtschaftszweige darstellten. „Wir müssen die Kompetenzen zwischen Ländern und Bund harmonisieren, um seitens der öffentlichen Hand effizient unterstützen zu können“, so Doskozil. An der Summe der Fördermittel könne es nicht liegen, die seien hoch genug, zeigte sich der Sportminister überzeugt. „Wir müssen die Gelder einfach richtig einsetzen und kanalisieren. Darüber hinaus Bedarf es eines Schulterschlusses aller - vom Tourismus über die Seilbahnbetreiber, den Lehrern, Eltern und Partnern aus der Wirtschaft – um erfolgreiche Wintersportwochen anbieten zu können.“

Max Stießen verwies auf das Engagement der ÖBB bei den Wintersportwochen: „Als offizieller Mobilitätspartner des ÖSV ermöglichen wir mit ÖBB S'COOL Kindern und Jugendlichen leistbaren Zugang zum Wintersport. Die ÖBB werden sich weiterhin in diesem Segment engagieren und einen wesentlichen Beitrag zur Leistbarkeit von Wintersportwochen in ganz Österreich leisten.“ Armin Assinger sprach sich für verpflichtende Schulskikurse aus: „Wenn wir den Karren nicht herumreißen, stellt sich die Frage, wer in 20 Jahren auf den Hochleistungsliften sitzen soll? Sportliche Aktivitäten bereiten dich aufs richtige Leben vor. Manchmal muss man die Jugend ein bisschen zu ihrem Glück zwingen, deshalb bin ich für verpflichtende Wintersportwochen.“

Überzeugendes Zukunftskonzept

Dem hielt Doskozil entgegen: „Zwang und Verpflichtung zu Schulskikursen sehe ich eher skeptisch, man muss die Jugend und die Familien begeistern und motivieren. Attraktiveren und leistbar machen, das wird die Aufgabe sein.“ Christian Kesse ergänzte: „Jede Entwicklung löst eine Gegenentwicklung aus. Mit digitalem Cocooning wartet die Jugend auf eine emotionale Entfaltung in der Natur. Skifahren muss Emotionen wecken.“ Darüber hinaus kündigte er an die Partnerschaft mit Splashline für ÖBB S'COOL ab sofort um weitere drei Jahre zu verlängern: „Weil wir so überzeugt sind von diesem Zukunftskonzept.“

Klaus Herzog appellierte daran, die Jugend wieder stärker zum Schnee zu bringen: „Es muss nicht immer Skifahren sein, es geht um die Begeisterung, etwas in der Natur zu unternehmen. Ich bin davon überzeugt, dass mit dem Spaß an der Bewegung die Wintersportler weiterhin mit Begeisterung unsere Angebote nutzen. Wintersportwochen sind für uns so wichtig, weil sie uns auch die Kunden von morgen sichern.“ Hervis-Marketingleiter Bradler kündigte abschließend an ÖBB S'COOL weiterhin mit Equipment zu unterstützen: „Die Kids von heute sind die Kunden von morgen. Der große Trend heißt derzeit Leihen statt Besitzen und Kaufen. Darauf werden wir auch in Zukunft noch viel stärker setzen.“

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