Energie, Elektromobilität und Internet aus einer Hand: Der Energieversorger bietet mit "NoNaNet" ab sofort ein flächendeckendes Telekommunikations-Portfolio an. Das Angebot besteht aus Glasfaser- und 5G-Tarifen.
Die Wien Energie weitet ihre Aktivitäten im Telekommunikationsbereich aus und führt unter der Bezeichnung "NoNaNet" eine neue Produktmarke für Internet-Tarife ein. Im Rahmen eines Fachgesprächs präsentierte Geschäftsführer Sascha Zabransky die strategischen Hintergründe des Vorhabens. Bis zum Jahr 2030 investiert das Unternehmen insgesamt rund 450 Millionen Euro in zukunftsfitte Infrastruktur, darunter Telekommunikation, Glasfaser, Elektromobilität sowie Digitalisierungsmaßnahmen.
"So wie eine sichere Energieversorgung die Grundlage für das tägliche Leben und die Wirtschaft ist, wird auch eine leistungsfähige digitale Infrastruktur immer wichtiger. Mit dem Ausbau von Glasfaser schafft Wien Energie die Basis für eine verlässliche Datenversorgung in der Stadt und leistet damit einen Beitrag zur digitalen Weiterentwicklung Wiens. Unser Fokus liegt auf Versorgungssicherheit und Resilienz – dafür braucht es eine starke Infrastruktur", erklärte Zabransky.
Glasfaser als strategische Zukunftstechnologie
Im Fokus des Ausbaus steht klar die Glasfasertechnologie (Fiber-to-the-Home), die Leitungen direkt in die Wohnungen führt und synchrone Up- und Downloadgeschwindigkeiten ermöglicht. Das Unternehmen betont jedoch realistisch, dass Glasfaser aus technischen und wirtschaftlichen Gründen niemals lückenlos flächendeckend an jeder Adresse in Wien zur Verfügung stehen wird. Dennoch wird das Netz kontinuierlich im Gleichklang mit städtischen Bauprojekten, Sanierungen und Infrastrukturmaßnahmen wie dem Fernwärmeausbau erweitert.
Das Glasfasernetz von Wien Energie umfasst derzeit laut eigenen Angaben eine Faserlänge von rund 350.000 Kilometern, womit aktuell 80.000 Haushalte und 400 Unternehmen technisch angebunden sind. Wie viele Kund:innen das Angebot derzeit nutzen, wurde nicht verraten. Neben diversen Unternehmen seien auch einige Hundert Schulen und Kindergärten unter den Kunden, so der Wien-Energie-Geschäftsführer. Im kommenden Jahr soll die Marke von 100.000 angeschlossenen Haushalten erreicht werden.
Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie ist zudem das sogenannte "Open Access"-Modell: Das eigene Glasfasernetz steht gegen entsprechende Entgelte grundsätzlich auch anderen Telekommunikationsanbietern offen. Langfristig ist der Ausbau auf maximale Unabhängigkeit und digitale Zukunftssicherung der Stadt ausgerichtet. Für Zabransky zählt das Datennetz zur kritischen Infrastruktur, außerdem müsse eine Stadt, die zu den lebenswertesten Metropolen der Welt zählt, eine hervorragende Internetversorgung bieten.
Ergänzung durch 5G-Cube über das Netz von "Drei"
Um Kund:innen unmittelbar dort Internet anzubieten, wo ein physischer Glasfaseranschluss zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht verfügbar ist und in einigen Regionen der Stadt auch nie verfügbar sein wird, ergänzt ein neuer 5G-Cube das Portfolio. Diese Lösung stützt sich auf das Mobilfunknetz von "Drei". Für die Anmeldung der Tarife ist ein Hauptwohnsitz beziehungsweise ein Versorgungsgebiet in Wien erforderlich. Der mobile 5G-Cube bietet jedoch den praktischen Vorteil, dass er nach der Anmeldung auch an einem Zweitwohnsitz flexibel in ganz Österreich verwendet werden kann. Ob das 5G-Netz in der eigenen Wohnung funktioniert, kann man vorab im Internet checken. Sollte sich nach der Bestellung dennoch herausstellen, dass die Performance doch nicht den Angaben bzw. den Vorstellungen entspricht, zeige man sich äußerst kulant. Laut Zabransky könne der 5G-Cube bis zu fünf Wochen nach der Bestellung problemlos zurückgegeben und der Internetvertrag aufgelöst werden.
Tarifstruktur und Konditionen
Das "NoNaNet"-Portfolio gliedert sich in zwei Produktlinien mit unterschiedlichen Geschwindigkeitsstufen:
Glasfaser-Tarife: Bieten symmetrische Geschwindigkeiten (gleicher Upload wie Download) von 200 Mbit/s, 500 Mbit/s sowie 1.000 Mbit/s (1 Gigabit/s) und richten sich an Haushalte in den derzeit 24 definierten Ausbaugebieten.
5G-Cube-Tarife: Umfassen Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s, 250 Mbit/s und 500 Mbit/s im Download.
Im Rahmen einer Einführungsphase, die ab sofort bis auf Widerruf gilt, bietet die Wien Energie sämtliche "NoNaNet"-Tarife (sowohl Glasfaser als auch Cube) bei einer Mindestvertragsdauer von 24 Monaten zu einem einheitlichen Aktionspreis von 9,90 Euro pro Monat für die Dauer der ersten neun Monate an. Danach greifen die regulären monatlichen Entgelte, die je nach gewählter Bandbreite zwischen 29,90 Euro und 49,90 Euro liegen. Zusätzlich erhalten Neukund:innen einen Energiegutschein im Wert von 30 Euro für bestehende oder neue Strom- und Gasprodukte des Unternehmens. Die bereitgestellten Router (Fritz!Box 5530 für Glasfaser bzw. ZTE G5B2 für den 5G-Cube) sowie die Installation bei Glasfaser sind im Rahmen der Aktion kostenlos.
Fazit
Als Hauptkonkurrenten sieht der Wien-Energie-Geschäftsführer die großen Internetanbieter. Man wolle mit den neuen Angeboten aber alle potenziellen Kund:innen ansprechen. Wie gut die Tarife angenommen werden, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Preislich positioniert sich der Energieversorger jedenfalls ziemlich aggressiv. Zudem sei auch das einfach strukturierte Portfolio als "Umstiegshilfe" gedacht.
Um möglichst viele potenzielle Kund:innen über das Angebot zu informieren, gibt es auch eine große Kampagne, die gemeinsam mit DMB. umgesetzt wurde. Diese wird breit über Digital und Social Media inklusive Bewegtbild, Streaming, (D)OOH und Hörfunk ausgespielt. Für zusätzliche Aufmerksamkeit soll eine Inszenierung der U-Bahn-Station Schottenring sorgen. Zudem bringt ein großflächiges "NoNaNet"-Mural die Kampagnenidee mit überdimensionalen, dreidimensional wirkenden Lettern auf eine Hausfassade.
Bis Ende November tourt die Sozialversicherung der Selbständigen mit ihrem neuen Format durch ganz Österreich. Im Zentrum steht dabei ein Bonusmodell, bei dem sich Prävention auch finanziell auszahlen soll.
Bei den Österreichischen Bundesbahnen steht eine umfassende Reform bevor. Die Bundesregierung hat sich auf eine entsprechende Gesetzesnovelle verständigt, die zahlreiche Neuerungen enthält.
Bei der aktuellen Grätzel-Tour nahm LEADERSNET-Immobilien-Herausgeber Friedrich Csörgits gemeinsam mit Nico Marschall vom Bauträger die Immobilie sowie die Infrastruktur und Freizeitangebote der Umgebung unter die Lupe.
Kommentar veröffentlichen