Investitionen in neue Projekte
Salzburg AG plant 1,3 Milliarden Euro für Energietransformation

Neben dem Ausbau erneuerbarer Energie und der Netzinfrastruktur stehen neue Speicherlösungen sowie digitale und regionale Kundenservices im Mittelpunkt. 

Die Salzburg AG setzt ihr Investitionsprogramm für die Energietransformation fort. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wurden nach Angaben des Unternehmens rund 193 Millionen Euro an Investitionen verfügt. Das entspricht etwa zwei Dritteln des gesamten Investitionsbudgets. Für die kommenden Jahre sind insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro für die Energietransformation vorgesehen, so der Konzern. 

Stromerzeugung, Infrastruktur und Co. 

Die Mittel fließen unter anderem in den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung, in die Infrastruktur und in Angebote für Kund:innen. Der Aufsichtsrat gab nun weitere Projekte frei. Dazu zählt ein Batteriespeicher, der am Standort des Heizkraftwerks Nord errichtet werden soll. 

"Die Salzburg AG ist nicht nur Motor der Energietransformation, sie stärkt auch die Wirtschaft in Salzburg. Alle getätigten Investitionen in unser Bundesland tragen zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit bei und sichern in weiterer Folge auch Arbeitsplätze", sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Wilfried Haslauer. Diesen eingeschlagenen Weg werde man konsequent fortsetzen.

CEO Michael Baminger erklärte, mit den im ersten Halbjahr verfügten Investitionen setze das Unternehmen seinen bisherigen Kurs fort. Investiert werde in zusätzliche erneuerbare Energieerzeugung, leistungsfähige Netze und neue Lösungen wie Batteriespeicher. Damit solle die Versorgungssicherheit in Salzburg langfristig gestärkt und zugleich ein konkreter Mehrwert für die Kund:innen geschaffen werden.

Kraftwerk Sulzau liefert Strom für rund 5.000 Haushalte 

Ein bereits abgeschlossenes Projekt ist das Kraftwerk Sulzau, das vor Kurzem eröffnet wurde. Die Anlage entstand gemeinsam mit der Lichtgenossenschaft Neukirchen und soll jährlich rund 18,1 Gigawattstunden Strom produzieren. 

"Mit dem Kraftwerk Sulzau ist mit unserem regionalen Partner ein Projekt entstanden, das Stromerzeugung, regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit miteinander verbindet", so Salzburg-AG-Vorstand Herwig Struber. Projekte dieser Art würden dazu beitragen, die Energieversorgung langfristig auf einer stabilen Basis zu gewährleisten.

Batteriespeicher am Heizkraftwerk Nord geplant

Neben neuen Erzeugungskapazitäten rückt die Speicherung von Energie stärker in den Fokus. Hintergrund ist die Erwartung, dass sich der Stromverbrauch bis zum Jahr 2040 verdoppeln wird. Aus Sicht des Unternehmens sind deshalb zusätzliche flexible Kapazitäten im Energiesystem notwendig. 

Der Aufsichtsrat genehmigte nun den Bau eines Batteriespeichers auf dem Gelände des Heizkraftwerks Nord. Vorgesehen sei eine Leistung von 15 Megawatt und ein Speichervolumen von 30 Megawattstunden. Die Anlage soll aus sieben Batteriecontainern bestehen. Für das Projekt veranschlagt die Salzburg AG Investitionen von rund neun Millionen Euro. Die Inbetriebnahme ist nach einer Bauzeit von etwa einem Jahr vorgesehen. 

"Die Königsdisziplin der Energietransformation ist Flexibilität: Stromversorgung in jenen Zeiten sicherzustellen, in denen wir sie brauchen. Unser zukünftiger Batteriespeicher am Standort des HKW Nord tut genau das", sagt Baminger.

Darüber hinaus prüft das Unternehmen derzeit mehrere weitere Standorte und Projekte für Batteriespeicher.

Neues Solarkraftwerk in Göming

Auch die Photovoltaik-Erzeugung soll weiter ausgebaut werden. Noch in diesem Jahr will die Salzburg AG mit dem Bau des Solarkraftwerks Göming beginnen. Auf einer Fläche von rund drei Hektar ist eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 2,3 MWp vorgesehen.  

Die Anlage soll künftig Strom für rund 900 Haushalte erzeugen. Das Projekt ist Teil des geplanten Ausbaus unterschiedlicher erneuerbarer Energieformen. 

Kundenportal verzeichnet mehr als 23.000 Nutzer:innen

Parallel zu den Investitionen in die Energieinfrastruktur baut die Salzburg AG ihre digitalen Services aus. Nach dem Relaunch des Kundenportals nutzten dieses nach Unternehmensangaben bereits im ersten Monat mehr als 23.000 Kund:innen.

Die neue Oberfläche richtet sich an Privat- und Gewerbekund:innen sowie Großbetriebe. Rechnungen, Verträge und persönliche Daten können darüber selbst verwaltet werden. Hinzu kommen ein Verbrauchsvergleich sowie Möglichkeiten für Tarifwechsel und die Zustimmung zu Bindungsaktionen.

Zum digitalen Angebot gehört außerdem die KI-Assistentin LEA auf der Website des Unternehmens. Mehr als 50.000 Nutzer:innen pro Jahr würden mittlerweile mit der rund um die Uhr verfügbaren digitalen Assistentin interagieren. Darüber hinaus setzt die Salzburg AG unter anderem Voicebots, Chatbots, Helpdesk-Anwendungen sowie KI-basierte Wissens- und Beratungslösungen ein.

Neue Infopoints in Saalfelden und St. Michael

Trotz des Ausbaus digitaler Angebote will das Unternehmen auch die persönliche Beratung in der Region verstärken. Im Oktober sollen deshalb neue Infopoints in Saalfelden und St. Michael offiziell eröffnet werden. Sie sollen zusätzliche Anlaufstellen für Kund:innen in den Regionen schaffen. 

"Kund:innen erwarten schnelle, einfache und auch persönliche Unterstützung. Deswegen investieren wir gleichermaßen in regionale Nähe und digitale Angebote", erklärt Struber. Ziel sei es, den Alltag der Kund:innen möglichst zu vereinfachen.

www.salzburg-ag.at

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