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Notariatskammer rückte KI und wissenschaftliche Verdienste in den Mittelpunkt

Ingrid Brodnig, Matthias Krapf und Claus Spruzina debattierten beim Symposium in Innsbruck über den Wert persönlicher Beratung. Zudem erhielt Manfred Umlauft das Ehrenzeichen für wissenschaftliche Verdienste um das österreichische Notariat.

Wer ein Testament errichtet oder eine Erbschaft regelt, trifft Entscheidungen, deren Folgen weit in die Zukunft reichen können. Persönliches Vertrauen spielt dabei eine wesentliche Rolle. Was Künstliche Intelligenz in solchen Situationen leisten kann und wo es menschliche Beratung braucht, beschäftigte kürzlich auch die Österreichische Notariatskammer im Haus der Musik in Innsbruck. Anlässlich ihres Delegiertentages lud sie zum Symposium, das unter dem Motto "Vertrauen braucht Verantwortung" gesellschaftliche, mediale und rechtliche Perspektiven zusammenführte. 

Begrüßt wurden die Gäste von Oskar Platter, Präsident der Notariatskammer für Tirol und Vorarlberg, sowie der Tiroler Landesrätin Cornelia Hagele. Neben der Auseinandersetzung mit neuen Technologien stand auch die Würdigung wissenschaftlicher Arbeiten auf dem Programm. 

Ehrenzeichen für Manfred Umlauft

Das Ehrenzeichen für wissenschaftliche Verdienste um das österreichische Notariat ging an Manfred Umlauft, den ehemaligen Vizepräsidenten der Notariatskammer für Tirol und Vorarlberg. Überreicht wurde die Auszeichnung von Claus Spruzina, Präsident der Österreichischen Notariatskammer. 

"Ich freue mich deshalb, weil dieses Ehrenzeichen doch ein Ausdruck der Wertschätzung dafür ist, dass man eine gewisse wissenschaftliche Leistung erbracht hat. Dafür danke ich der Notariatskammer sehr", sagte Umlauft.

Wo Technik hilft und das persönliche Gespräch zählt

Mit ihrer anschließenden Keynote lenkte die Autorin und Journalistin Ingrid Brodnig den Blick auf Echtheit, Verantwortung und Rechtssicherheit im Zeitalter Künstlicher Intelligenz. Gerade im Notariat treffen technische Möglichkeiten auf Anliegen, die für die Betroffenen eine große persönliche Bedeutung haben. Erbschaften und Testamente nannte Brodnig als Beispiel dafür. 

Die entscheidende Abwägung formulierte sie so: "Und da geht es um die Frage: Was soll das Tool für mich erledigen und wo ist das menschliche Gespräch wichtig?" Diese Frage führte in die anschließende Paneldiskussion mit Spruzina und Matthias Krapf, Chefredakteur und Verlagsführer der Tiroler Tageszeitung. Gemeinsam mit Brodnig beschäftigten sie sich damit, wie neue Technologien das Vertrauen in Informationen und Institutionen verändern. 

Recherche vor Ort als Stärke regionaler Medien

Krapf rückte dabei die Arbeit seiner Redakteur:innen in den Vordergrund. Ihre Nähe zur Region und der direkte Austausch mit den Menschen seien eine Stärke des Medienhauses. "Die sind in Tirol unterwegs, die kennen das Land, die kennen die Leute, die sprechen mit den Menschen, recherchieren. Und das kann einmal die KI so nicht", erklärte er. Damit erhielt die Diskussion über menschliche Expertise eine konkrete journalistische Perspektive. Während es im Notariat um persönliche Beratung bei rechtlich folgenreichen Entscheidungen ging, betonte Krapf den Wert eigener Recherche und regionale Kenntnis. 

Beim abschließenden Get-together und Flying Dinner bot sich schließlich die Gelegenheit, die Themen des Abends im persönlichen Austausch weiterzuführen. 

Einen Eindruck von der Veranstaltung können Sie mittels Galerie gewinnen. 

www.ihr-notariat.at

Erstellt von ProMedia

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