Österreich und Serbien verbindet weit mehr als eine traditionelle Handelsbeziehung. Wie aus dieser Partnerschaft neue Investitionen, zusätzliche Arbeitsplätze und nachhaltiges Wirtschaftswachstum auf beiden Seiten entstehen können, stand im Mittelpunkt des Business Evening des Österreichisch-Serbischen Wirtschaftsforums (ÖSWF) im Casino Baden.
Vertreter:innen aus Wirtschaft und Politik diskutierten über neue Marktchancen, die zunehmende Bedeutung Südosteuropas als Wirtschaftsraum und die Chancen einer Zusammenarbeit, die bewusst in beide Richtungen gedacht wird.
"Wir wollen nicht nur österreichische Unternehmen dabei unterstützen, in Serbien und am Westbalkan zu investieren. Für mich ist es besonders wertvoll, dass auch Unternehmerinnen und Unternehmer aus dieser Region in Österreich Betriebe gründen, investieren und hier Arbeitsplätze schaffen. Das ist gelebte wirtschaftliche Partnerschaft und ein Gewinn für beide Seiten“, betonte Martin Kurschel, Präsident des Österreichisch-Serbischen Wirtschaftsforums. Gerade diese gegenseitige Dynamik sei entscheidend, um die Wirtschaftsbeziehungen langfristig zu stärken und neue Wertschöpfung zu ermöglichen.
Auch Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner unterstrich im Rahmen der Veranstaltung den wirtschaftlichen Mehrwert einer engeren Zusammenarbeit. Sie hob insbesondere die Win-win-Situation hervor, die durch gegenseitige Investitionen, den Austausch von Know-how und neue Geschäftsmöglichkeiten entsteht. Starke internationale Partnerschaften seien eine wichtige Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit, wirtschaftliche Stabilität und zusätzliche Beschäftigung.
Blick auf die EXPO 2027
Ein besonderer Blick richtete sich auf die EXPO 2027 in Belgrad, die unter dem Motto "Play for Humanity – Sport and Music for All“ internationale Aufmerksamkeit auf Serbien lenken wird. Für österreichische Unternehmen eröffnet die Großveranstaltung neue Möglichkeiten, sich auf einem dynamischen Markt zu positionieren, internationale Kontakte zu knüpfen und an wirtschaftlichen Entwicklungen in der Region teilzuhaben.
Alf Netek von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) sieht darin eine wichtige Gelegenheit für heimische Betriebe: "Die EXPO 2027 ist weit mehr als eine internationale Ausstellung. Sie bietet österreichischen Unternehmen die Chance, neue Geschäftspartner zu gewinnen, ihre Kompetenzen sichtbar zu machen und sich frühzeitig in einem wachsenden Wirtschaftsraum zu positionieren. Wer diese Möglichkeiten rechtzeitig erkennt, kann daraus langfristige wirtschaftliche Vorteile entwickeln.“
Neben den Exportchancen rund um die EXPO standen auch Nearshoring, verkürzte Lieferketten, regionale Kooperationen sowie rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende Investitionen auf der Agenda.
"Die wirtschaftlichen Möglichkeiten sind vorhanden. Entscheidend ist, dass wir Unternehmen zusammenbringen, Vertrauen schaffen und aus ersten Kontakten konkrete Projekte entwickeln“, erklärte ÖSWF-Vizepräsident Mladen Filipovic. Das Forum verstehe sich dabei nicht nur als Plattform für den Austausch, sondern als aktiver Wegbereiter für neue Geschäftsbeziehungen zwischen Österreich, Serbien und dem gesamten Westbalkan.
Initiator und Organisator
Eine zentrale Rolle für das Zustandekommen des Business Evening spielte Olivier Scherlofsky, Vorstandsmitglied des Österreichisch-Serbischen Wirtschaftsforums. Als Initiator und Organisator der Veranstaltung zeichnete er maßgeblich für deren Konzeption und Umsetzung verantwortlich. Mit seinem Unternehmen HFASA GmbH, das als Veranstalter und Hauptsponsor auftrat, schuf Scherlofsky den Rahmen für den direkten Dialog zwischen Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft.
Mit Scherlofsky kamen seine Partner von RSB International aus den USA, Kanada und Europa nach Baden, zu dessen Netzwerk die HFASA gehört: Kevin P. Carey, RSB Gründer und CEO aus New York, der Leiter des RSB-Office London Sam Morris, der Rohstoff-Welthändler Robert Nowikovsky, der Executive Chairman Military Metals Corp. (führendes kanadisches Mining-Unternehmen mit Fokus Critical Minerals) Thomas Hüser (bis vor kurzem noch Geschäftsführer bei Glencore in Deutschland) und Seine Exzellenz Timothy Liston, welcher dieses Jahr seinen langen und erfolgreichen Dienst im US-Außenministerium beendet hat um nun v.a. europäische Großindustrie in den USA zu vertreten. Sie alle sind an der wirtschaftlichen Entwicklung Österreichs und des Westbalkans sehr interessiert.
"Unser Anspruch ist es, nicht nur über Chancen zu sprechen, sondern sie tatsächlich nutzbar zu machen. Wenn aus einer Begegnung eine Geschäftsbeziehung und daraus eine Investition entsteht, haben wir genau das erreicht, wofür dieses Wirtschaftsforum steht“, so Scherlofsky. Sein Engagement unterstreicht, welchen Stellenwert unternehmerische Eigeninitiative und persönliche Netzwerke für die Entwicklung internationaler Wirtschaftsbeziehungen haben.
Dabei reicht das Netzwerk des ÖSWF weit über einzelne Veranstaltungen hinaus. Mit Markenbotschaftern ist das Forum österreichweit verankert und schafft direkte Anknüpfungspunkte für Unternehmen, die neue Märkte erschließen, Investitionspartner finden oder ihre wirtschaftlichen Aktivitäten grenzüberschreitend ausbauen möchten. Die Verbindung aus regionaler Nähe und internationalem Netzwerk soll insbesondere auch kleinen und mittelständischen Betrieben den Zugang zu neuen Geschäftsmöglichkeiten erleichtern.
Fazit
Der Business Evening im Casino Baden machte deutlich, dass die Zukunft der österreichisch-serbischen Wirtschaftsbeziehungen nicht allein im Export österreichischer Produkte oder in Investitionen am Westbalkan liegt. Ebenso wichtig sind Unternehmen und Investoren aus Serbien, die Österreich als attraktiven Wirtschaftsstandort erkennen und hier neue unternehmerische Perspektiven schaffen.
Die Botschaft des Abends: Wirtschaftliche Partnerschaften leben von Menschen, die einander vertrauen, voneinander lernen und gemeinsam etwas bewegen wollen. Österreich und Serbien verbindet weit mehr als wirtschaftliches Interesse – eine gemeinsame Geschichte, gewachsene Beziehungen und der Wille, Chancen gemeinsam zu nutzen, Brücken zu bauen und die Zukunft miteinander zu gestalten.
LEADERSNET war beim Wirtschaftsforum. Einen Eindruck können Sie mittels unserer Galerie gewinnen.
www.oesw.org
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