Von KI bis Kreislaufwirtschaft
Was die Märkte von morgen verbindet

KI skalieren, Gebäude intelligenter betreiben, Rohstoffe im Kreislauf halten und Europas Wettbewerbsfähigkeit sichern: Die Wirtschaft steht vor unterschiedlichen Transformationen, doch eine Herausforderung verbindet sie. Innovationen müssen den Sprung aus einzelnen Projekten und Anwendungen in den breiten Markt schaffen. Was braucht es, damit das gelingt?

Darum geht es unter anderem beim "WE NORM THE FUTURE – Summit 2026" von Austrian Standards. Vier Veranstaltungen im Oktober und November widmen sich zentralen Transformationsfeldern - von Europas Wettbewerbsfähigkeit über Digitalisierung und KI bis zur Kreislaufwirtschaft. Valerie Höllinger, CEO von Austrian Standards, eröffnet die Veranstaltungen und ordnet die jeweiligen Themen in den größeren wirtschaftlichen und strategischen Zusammenhang ein.

KI: Vom Use Case in die Breite

Viele Unternehmen arbeiten bereits mit künstlicher Intelligenz. Der größere Impact entsteht jedoch erst, wenn Anwendungen in bestehende Prozesse und Systeme integriert und über einzelne Use Cases hinaus eingesetzt werden können. Bei den Expert Talks KI & Digitale Innovation am 12. November geht es daher um die Voraussetzungen für den breiten Einsatz von KI: von Interoperabilität und Human-Centric AI bis zu Sicherheit und Resilienz in kritischen Infrastrukturen. Thierry Boulange, Deputy Head of Unit - Artificial Intelligence Policy Development and Coordination bei der Europäischen Kommission, bringt dabei die europäische Perspektive in die Diskussion.
Die Expert Talks KI & Digitale Innovation finden als Partner-Event des "European AI Innovation Month" statt, einer gemeinsamen Initiative der Europäischen Kommission und der irischen EU-Ratspräsidentschaft.
 
Bauwirtschaft wird zur Datenwirtschaft

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich in der Bauwirtschaft. BIM, Digitale Produktpässe, Automatisierung und KI sollen Produktivität und Qualität entlang des gesamten Gebäudelebenszyklus steigern. Voraussetzung dafür ist, dass Daten über Unternehmens- und Systemgrenzen hinweg nutzbar sind.
Bei der Jahrestagung Bau am 20. Oktober steht unter anderem die Frage, wie Daten, digitale Zwillinge und Smart-Building-Systeme im laufenden Betrieb tatsächlich Mehrwert schaffen können im Fokus. Denn Fachkräftemangel, Kostendruck und Sanierungsbedarf erhöhen den Druck, vorhandene Potenziale besser zu nutzen.

 
Circular Economy: Aus Material wird wieder Ressource

Materialien möglichst lange im Wirtschaftskreislauf zu halten, ist ein zentraler Hebel der Kreislaufwirtschaft. Damit sie wiederverwendet und Sekundärrohstoffe in größerem Umfang eingesetzt werden können, müssen Herkunft, Zusammensetzung und Qualität nachvollziehbar sein. Welche Rahmenbedingungen und Instrumente dafür notwendig sind, diskutieren Fachleute bei den Expert Talks Circular Economy am 17. November. Dabei geht es um Qualitätsanforderungen für Sekundärmaterialien, Rückverfolgbarkeit, Digital Product Passport und Urban Mining - und um die Frage, welchen Beitrag Standards leisten können, um Kreisläufe über Unternehmen und Branchen hinweg zu ermöglichen. 

Europas Wettbewerbsfähigkeit als strategischer Rahmen

Geopolitische Spannungen, neue Handelsbeziehungen und rasante technologische Entwicklungen verändern die Bedingungen, unter denen Europa wirtschaftlich erfolgreich sein kann. Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und strategische Handlungsfähigkeit gewinnen an Bedeutung. Zu gleich gilt es, offene Märkte und breite Beteiligung zu sichern.

Welche Rolle Standardisierung in diesem Spannungsfeld spielt, ist Thema beim Summit-Auftakt am 8. Oktober. Unter dem Thema "Resilient. Demokratisch. Wettbewerbsfähig." geht es um die Frage, welche Standardisierung Europa bis 2035 braucht. Mit Georg Konetzky, Sektionschef Nationale Marktstrategien im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, und Guillaume Roty, Head of Unit – Standards Policy bei der Europäischen Kommission, sind dabei die Perspektive des Wirtschaftsstandorts Österreich und auch jene der europäischen Standardisierungspolitik vertreten.

Ob künstliche Intelligenz, digitale Gebäude oder Kreislaufwirtschaft: Technologische Möglichkeiten allein entscheiden noch nicht über wirtschaftlichen Erfolg. Entscheidend ist, ob Lösungen über einzelne Anwendungen und Unternehmen hinaus funktionieren und sich im Markt durchsetzen können.

Die gemeinsame Frage hinter den vier Themen lautet damit: Wie wird aus Innovation ein skalierbarer Markt?

Alle Veranstaltungen finden hybrid in Wien und online statt.

Die Termine im Überblick:
  • 8. Oktober: Expert Talks EU-Standardisierungsstrategie
  • 20. Oktober: Jahrestagung Bau
  • 12. November: Expert Talks KI & Digitale Innovation
  • 17. November: Expert Talks Circular Economy

www.austrian-standards.at/en/standardisation/current-topics/wntf-summit

 
 

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