Fotos der Programmpräsentation
Herbstgold-Festival spannt 2027 einen weiten Klangbogen

Das Festival im Schloss Esterházy verbindet im kommenden Jahr große Orchesterwerke mit Kammermusik, Literatur, Film- und Blasmusik. 

Das Herbstgold-Festival setzt 2027 auf ein Programm, das weit über den klassischen Orchesterabend hinausreicht. Zwischen 15. und 26. September treffen im Schloss Esterházy in Eisenstadt internationale Klangkörper auf Kammermusik, Literatur, Film- und Blasmusik. 

Intendant Julian Rachlin versammelt dafür vier internationale Orchester: das Chamber Orchestra of Europe, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Budapest Festival Orchestra und das BBC Philharmonic Orchestra. Zu den angekündigten Künstler:innen gehören außerdem der Pianist Seong-Jin Cho, der Dirigent Trevor Pinnock, Komponist Iván Fischer, Schauspieler Philipp Hochmaier (Hier geht’s zum LEADERSNET-Interview), Cellistin Julia Hagen und das norwegische Streichquartett Opus 13

Haydn und Beethoven eröffnen das Festival

Den Auftakt gestalten am 15. September der südkoreanische Pianist Seong-Jin Cho, Trevor Pinnock und das Chamber Orchestra of Europe. Das Eröffnungsprogramm verbindet Beethovens drittes Klavierkonzert mit Haydns Sinfonie Nr. 103, der sogenannten "Sinfonie mit dem Paukenwirbel". Zudem erklingen Mendelssohns Ouvertüre "Die schöne Melusine" und Sibelius' "Szene mit Kranichen". Am folgenden Abend übernimmt Rachlin die Leitung des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Auf dem Programm stehen Johannes Brahms' zweites Klavierkonzert und Antonín Dvořák achte Sinfonie. 

Der 17. September steht dann ganz im Zeichen Beethovens. Das Budapest Festival Orchestra musiziert unter der Leitung von Iván Fischer, während Rachlin als Solist auftritt. Einen Tag später folgt mit Beethovens neunter Sinfonie einer der zentralen Programmpunkte des Festivals. Gemeinsam mit dem Chamber Orchestra of Europe und internationalen Solist:innen ist dabei auch der Arnold Schoenberg Chor zu hören. 

Kammermusik und französisches Kino

Nach den groß besetzten Konzertabenden wechselt Herbstgold am 19. September in einen intimeren Rahmen. Das norwegische Streichquartett Opus 13 spielt Werke von Haydn, Benjamin Britten und Beethoven. Auch das Kino bleibt Bestandteil des Festivals. Am 21. September wird die französische Tragikomödie "Die leisen und die großen Töne" gezeigt. Der Film von Emmanuel Courcol erzählt von zwei Brüdern aus unterschiedlichen Lebenswelten, die ihre gemeinsame Verbindung zur Musik entdecken.

Das Janoska Ensemble geht nach Hollywood

Filmmusik steht auch am 23. September im Mittelpunkt. Unter dem Titel "Janoska goes Hollywood" widmet sich das Janoska Ensemble gemeinsam mit Special Guest Árpád Janoska Kompositionen von John Williams, Hans Zimmer und Ennio Morricone. Das Ensemble verbindet die bekannten Melodien mit seinem zwischen Klassik und Improvisation angesiedelten Stil. Einen Tag später bringt das österreichische Bläserensemble Federspiel sein "Best of"-Programm nach Eisenstadt. Die sieben Musiker verbinden alpenländische Klangtraditionen mit Elementen aus Weltmusik und zeitgenössischen Kompositionen.

Philipp Hochmair gibt Goethes Werther eine Stimme

Literatur und Kammermusik treffen am 25. September aufeinander. Philipp Hochmair interpretiert Goethes Briefroman "Die Leiden des jungen Werthers". Begleitet wird der Schauspieler von Alexander Sitkovetsky, Paul Huang, Sarah McElravy und Julia Hagen. Hochmair nähert sich Goethes 1774 erschienenem Text als unmittelbarer Bühnenerzählung. Die Verbindung mit einem Streichensemble rückt Werthers Gefühlswelt zwischen Euphorie, Zurückweisung und Selbstzerstörung in einen musikalischen Kontext.

BBC Philharmonic beschließt das Festival

Das Abschlusskonzert findet am 26. September bereits am Vormittag statt. Unter der Leitung von Rachlin spielt das BBC Philharmonic Orchestra unter anderem Brahms’ zweite Sinfonie.

LEADERSNET begleitete die Programmpräsentation. Einen Eindruck können Sie mittels Galerie hier und hier gewinnen.

www.herbstgold.at

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