Fotos der Veranstaltung
Katalonien rückte beim Nationalfeiertag wirtschaftliche Zusammenarbeit in den Fokus

Beim Empfang zur Diada Nacional de Catalunya kamen Vertreter:innen aus Diplomatie, Politik, Wirtschaft und Kultur zusammen. Die katalanische Regierungsdelegation nutzte den Abend, um für engere Beziehungen zu Mitteleuropa zu werben.

Tradition traf auf Standortpolitik. Anlässlich des katalanischen Nationalfeiertags lud die Delegation der Regierung von Katalonien für Mitteleuropa am 10. September zu einem institutionellen Empfang in die Cupra City Garage in Wien. Im Zentrum standen dabei weniger die historischen Wurzeln der Diada als vielmehr Kataloniens wirtschaftliche Positionierung sowie die Zusammenarbeit mit Österreich und weiteren mitteleuropäischen Ländern.

Unter den Gästen befanden sich Vertreter:innen aus Politik, Diplomatie, Wirtschaft und Kultur sowie Mitglieder der katalanischen Community in Österreich. Neben der spanischen Botschafterin nahmen auch Angehörige mehrerer diplomatischer Vertretungen, der flämischen Generaldelegation und Wirtschaftsvertretung sowie österreichischer Institutionen teil.

Delegation will Beziehungen zu Mitteleuropa vertiefen

Eröffnet wurde der Abend von Krystyna Schreiber, Delegierte der Regierung von Katalonien für Mitteleuropa. In ihrer Ansprache stellte sie insbesondere die Bereiche Forschung, Technologie, Unternehmertum und internationale Talente heraus. "Katalonien hat sich zu einem führenden mediterranen Zentrum für Talente, Forschung, Technologie und Unternehmertum entwickelt und zieht Menschen und Unternehmen aus aller Welt an", so Schreiber. 

Zugleich betonte die Delegierte Kataloniens europäische Ausrichtung. Die Vertretung verstehe sich als Schnittstelle zwischen katalanischen Akteur:innen und Partner:innen in Mitteleuropa. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stünden demnach der institutionelle Austausch, wirtschaftliche Kontakte und die Anbahnung grenzüberschreitender Kooperationen.

Wirtschaftsagentur wirbt um Investitionen

Den wirtschaftlichen Schwerpunkt vertiefte Alberto Martín Torras, Direktor des Berliner Büros von Catalonia Trade & Investment, das Deutschland, Österreich und die Schweiz betreut. Unter dem Titel "Catalonia as a Business Location" präsentierte er den Gästen Katalonien als Unternehmens- und Investitionsstandort. 

Catalonia Trade & Investment ist der internationale Auftritt der katalanischen Wirtschaftsförderungsagentur ACCIÓ. Das Büro unterstützt einerseits Unternehmen aus der DACH-Region bei Investitionsvorhaben in Katalonien und begleitet andererseits katalanische Betriebe bei ihrer Expansion nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Der Abend diente vor allem aber der Kontaktpflege und dem Austausch zwischen institutionellen und wirtschaftlichen Vertreter:innen.

Diada erinnert an das Jahr 1714

Die Diada Nacional de Catalunya wird jährlich am 11. September begangen. Sie erinnert an den Fall Barcelonas am 11. September 1714 nach einer rund 14-monatigen Belagerung im Spanischen Erbfolgekrieg. In weiterer Folge schaffte die bourbonische Monarchie mit den sogenannten Decretos de Nueva Planta die damaligen katalanischen Institutionen und Verfassungen ab und gliederte das Gebiet stärker in den zentralistisch organisierten spanischen Staat ein.

Heute ist die Diada sowohl ein Ausdruck katalanischer Kultur und Identität als auch ein politisch geprägter Gedenktag. Außerhalb Kataloniens dienen die Feierlichkeiten zudem als Treffpunkt für katalanische Gemeinschaften und als Rahmen für den Austausch mit regionalen Partner:innen.

Unter den Gästen

Neben Krystyna Schreiber und Alberto Martín Torras waren auch Hans Arsenovics (Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien & Abgeordneter zum Wiener Landtag), Josef Mantl (JMC-Gründer), Clemens Unterreiner (Kammersänger) sowie Werner Kogler (stellvertretender Klubobmann der Grünen im Parlament) und viele mehr vor Ort. 

LEADERSNET begleitete das Event. Einen Eindruck können Sie sich mittels Galerie verschaffen. 

www.exteriors.gencat.cat

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