Shopfully-Umfrage
Für Rabatte teilen vier von zehn Konsumenten ihre persönlichen Daten

Eine internationale Shopfully-Umfrage zeigt, in welchen Phasen des Einkaufs Werbung besonders gut ankommt und unter welchen Voraussetzungen Personalisierung überzeugt.

Ob Werbung als lästiger Störfaktor oder doch als hilfreiche Orientierung wahrgenommen wird, hängt offenbar vor allem davon ab, ob sie den Konsument:innen einen konkreten Mehrwert bietet. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls eine aktuelle Umfrage des Retail-Media-Unternehmens Shopfully mit dem Titel "The State of Shopping 2026". Befragt wurden dafür im ersten Quartal 2026 online 6.605 Personen ab 25 Jahren in acht europäischen Ländern, neben Österreich waren das Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Rumänien, Spanien und Ungarn.

Nutzen entscheidet über die Zustimmung

Am besten schneidet Werbung dort ab, wo sie auf potenzielle Ersparnisse hinweist. So geben 55 Prozent der Befragten an, Werbung zu schätzen, wenn sie auf Aktionen aufmerksam macht, die ihnen sonst entgangen wären. 35 Prozent sehen zudem einen Vorteil in Werbung, wenn sie ihnen bei der Planung des Einkaufs hilft. Und immerhin rund ein Viertel (26 %) findet Produktempfehlungen, die tatsächlich zu den eigenen Bedürfnissen passen, nützlich. Deutlich schwächer fällt die Zustimmung dagegen am Ende der Kaufentscheidung aus: Werbliche Ansprache im Geschäft selbst halten nur rund zehn Prozent für hilfreich.

"Der Wert von Werbung wird deutlich früher in der Einkaufsreise wahrgenommen, wenn Befragte noch planen, vergleichen und entscheiden, wo sie einkaufen", fasst Alexandra Aichholzer, Country Manager von Shopfully Austria, zusammen. Für die Planung von Kampagnen im Handel sei das eine entscheidende Erkenntnis.

Daten fließen nur gegen Gegenwert

Dasselbe Prinzip greift laut der Umfrage übrigens bei der Freigabe persönlicher Informationen. Knapp 39 Prozent der Befragten würden demnach ihre Daten zur Verfügung stellen, wenn im Gegenzug bessere Konditionen und Rabatte herausspringen. 18 Prozent nennen als Motiv relevantere Aktionen, neun Prozent lassen sich mit individuell zugeschnittenen Produktvorschlägen überzeugen. Besonders wichtig sind den Konsument:innen dabei allerdings Transparenz und Kontrolle, denn fast jede:r Fünfte will exakt wissen, wie die eigenen Daten verwendet werden, und rund 23 Prozent legen Wert darauf, eine einmal erteilte Zustimmung unkompliziert ändern oder zurückziehen zu können.

Dass Personalisierung grundsätzlich funktioniert, zeigt ein weiterer Umfragewert, denn rund 38 Prozent begrüßen auf sie zugeschnittene Angebote und Vorschläge, die auf ihren Daten beruhen. Aus Sicht von Shopfully leiten sich daraus klare Anforderungen an Handel und Marken ab. Personalisierung dürfe kein Selbstzweck sein, sondern müsse nachvollziehbar, steuerbar und im Alltag spürbar von Vorteil sein. Wer diese Erwartungen erfülle und transparent agiere, könne Vertrauen und Relevanz aufbauen, ist Aichholzer überzeugt: "Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Konsument:innen Werbung und das Teilen ihrer Daten nicht grundsätzlich ablehnen, sondern einen fairen Gegenwert dafür erwarten. Finanzielle Vorteile, Transparenz und die Möglichkeit, jederzeit selbst über die Datennutzung zu entscheiden, sind die wichtigsten Voraussetzungen für Vertrauen. Gleichzeitig wird Werbung vor allem dann positiv wahrgenommen, wenn sie beim Sparen hilft und die Einkaufsplanung erleichtert."

www.shopfully.com

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