Teuerung steigt auf 3,2 Prozent
Energiepreise sorgen für neuen Inflationsschub

| Redaktion 
| 31.08.2026

Laut Schnellschätzung von Statistik Austria lagen die Verbraucherpreise um 3,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Der Preisauftrieb in Österreich hat sich im August 2026 wieder verstärkt. Nach der Schnellschätzung von Statistik Austria betrug die Inflationsrate 3,2 Prozent. Im Juli hatte sie noch bei 2,8 Prozent gelegen (LEADERSNET berichtete). Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich das Preisniveau voraussichtlich um 0,6 Prozent. Ausschlaggebend für den Anstieg waren vor allem höhere Preise für Treibstoffe und Heizöl. "Dieser Anstieg von 0,4 Prozentpunkten geht fast ausschließlich auf Preisschübe bei Treibstoffen und Heizöl zurück", sagte Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Energiepreise legen kräftig zu

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei Energie. Im Vergleich zum August des Vorjahres lagen die Energiepreise um 10,0 Prozent höher. Im Juli hatte die entsprechende Steigerung noch 5,7 Prozent betragen. Der stärkere Preisauftrieb sei laut Lenk vor allem auf die Entwicklung bei Treibstoffen und Heizöl zurückzuführen. 

Wesentlich moderater entwickelten sich dagegen die Lebensmittelpreise. Seit Juli gilt für Grundnahrungsmittel ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von 4,9 Prozent statt zuvor zehn Prozent. Diese Maßnahme sorge weiterhin für etwas niedrigere Lebensmittelpreise, erklärte Lenk. "Deshalb sind die Preise für den gesamten Bereich Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol sowohl im Juli als auch im August mit +0,2 % kaum gestiegen", so Lenk. 

Dienstleistungen bleiben wichtigster Inflationstreiber

Ungeachtet des starken Anstiegs bei Energie blieben Dienstleistungen der bedeutendste Treiber der Inflation. Die Preise in diesem Bereich lagen im August um 4,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Juli war mit 4,4 Prozent noch eine geringfügig höhere Teuerungsrate verzeichnet worden. 

Industriegüter verteuerten sich hingegen lediglich um 0,5 Prozent. Im Juli hatte das Plus noch 0,8 Prozent betragen. Die aus der Preisentwicklung bei Industriegütern und Dienstleistungen berechnete Kerninflation belief sich im August laut Schnellschätzung auf 3,0 Prozent.

Inflation im Euro-Raum steigt auf 3,3 Prozent

Nicht nur in Österreich, sondern auch im gesamten Euro-Raum hat sich der Preisauftrieb im August verstärkt. Laut Schnellschätzung von Eurostat stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,3 Prozent. Im Juli hatte die Inflationsrate noch 2,9 Prozent betragen. Auch auf europäischer Ebene ging der stärkste Preisauftrieb von Energie aus. Die Energiepreise lagen im August voraussichtlich um 14,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, nachdem sie im Juli um 10,3 Prozent gestiegen waren.

Bei Dienstleistungen schwächte sich die Teuerung hingegen ab. Hier sank die Jahresrate von 3,3 auf 3,0 Prozent. Industriegüter ohne Energie verteuerten sich um 1,2 Prozent, nach 0,9 Prozent im Juli. Bei Lebensmitteln, Alkohol und Tabak blieb die Rate mit 1,2 Prozent unverändert.

Damit liegt die Gesamtinflation im Euro-Raum weiterhin deutlich über dem von der Europäischen Zentralbank angestrebten Wert von zwei Prozent. Die höheren Inflationszahlen rücken damit auch die weitere geldpolitische Entwicklung und die Zinsentscheidungen der EZB stärker in den Fokus.

www.statistik.at

www.ec.europa.eu/eurostat

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