Projekt "Bio Substrat"
efko macht aus Produktionsresten erneuerbare Energie

| Redaktion 
| 27.08.2026

Mit dem Projekt "Bio Substrat" baut das Unternehmen die Kreislaufwirtschaft am Standort Hinzenbach aus. Organische Reststoffe aus der Obst- und Gemüseverarbeitung werden zu einem Biosubstrat aufbereitet und anschließend zur Gewinnung von Biogas genutzt. 

Bei der Verarbeitung großer Mengen an Obst und Gemüse entstehen auch biologische Reststoffe. Der Sauergemüsehersteller efko will diese Nebenströme am Standort Hinzenbach künftig noch umfassender energetisch nutzen. Im Rahmen des Projekts "Bio Substrat" werden unter anderem Frucht- und Schalenreste sowie Kartoffeldampfschalen aufbereitet und in einen regionalen Energiekreislauf eingebunden.

Für efko-Geschäftsführer Thomas Krahofer ist die möglichst umfassende Nutzung der eingesetzten Rohstoffe Teil der unternehmerischen Verantwortung. "Für uns endet Verantwortung nicht beim fertigen Produkt. Wir tragen Verantwortung für den gesamten Rohstoff. Vom Feld bis zur letzten sinnvollen Nutzung", sagt Krahofer. 

Als Branchenführer wolle das Unternehmen zeigen, wie Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktionieren könne, so Krahofer weiter.

Rund 2.700 Tonnen organische Reststoffe pro Jahr

Am Standort fallen laut efko jährlich rund 2.700 Tonnen organische Produktionsreste an. Hinzu kommen etwa 5.000 Kubikmeter Kartoffeldampfschalen. Frucht- und Schalenreste wurden bereits zuvor energetisch verwertet, waren dabei allerdings mit höheren Transportwegen verbunden. Die Kartoffeldampfschalen werden nun erstmals ebenfalls in die energetische Verwertung aufgenommen.

Um die Reststoffe vor Ort entsprechend aufzubereiten, investierte das Unternehmen in eine eigene Tankanlage und eine moderne Zerkleinerungsanlage. Bei deren Umsetzung setzte efko auf regionale Unternehmen. Sowohl der Tank als auch die Zerkleinerungsanlage wurden von Betrieben aus Ried im Innkreis realisiert.

Biogas liefert Strom und Wärme

Die verschiedenen biologischen Reststoffe werden zunächst gesammelt und anschließend zu einem homogenen Biosubstrat verarbeitet. Ein regionaler Vertragspartner übernimmt danach die Vergärung des Materials in einem geschlossenen Fermenter, so efko.

Das dabei gewonnene Biogas wird gereinigt und kann für die Erzeugung von Strom und Wärme eingesetzt werden. Alternativ bestehe die Möglichkeit, daraus Treibstoff herzustellen. Auch das nach der Vergärung verbleibende Material findet eine weitere Verwendung. Der Gärrest dient laut dem Unternehmen als Dünger für die Landwirtschaft.

Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht das Projekt die Erzeugung von Energie für rund 600 Haushalte. Zusätzlich kann Wärme für etwa 150 Haushalte in der Region bereitgestellt werden. Gleichzeitig sollen durch die Verarbeitung der Nebenströme die Transportwege deutlich reduziert und regionale Stoffkreisläufe geschlossen werden.

Nachhaltigkeitsstrategie umfasst auch Photovoltaik

Das Projekt ist Teil der längerfristigen Nachhaltigkeitsstrategie von efko. Dazu gehört auch der Ausbau der unternehmenseigenen Photovoltaikanlage, mit der mittlerweile rund ein Viertel des Strombedarfs durch Sonnenenergie gedeckt wird. Im EcoVadis-Rating erhielt das Unternehmen 2025 zudem eine Bronze-Medaille.

Krahofer sieht in einem effizienten Umgang mit Rohstoffen neben ökologischen auch wirtschaftliche Aspekte. "Ressourceneffizienz ist für uns nicht nur eine ökologische Frage, sondern auch eine unternehmerische", so Krahofer. Eine konsequente Nutzung von Rohstoffen stärke zugleich den Standort, die Wettbewerbsfähigkeit und regionale Partnerschaften, erklärte der Geschäftsführer. 

www.efko.at

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