Vom Wissenstransfer bis zur KI
ecoplus "Bau.Energie.Umwelt Cluster" feiert 20-jähriges Bestehen

| Redaktion 
| 27.08.2026

Seit zwei Jahrzehnten vernetzt das Netzwerk Akteur:innen aus Wirtschaft, Forschung und Bildung. Im Fokus stehen nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen ebenso wie Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft und Künstliche Intelligenz.

Der ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich begeht heuer sein 20-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung versteht sich der Cluster als Plattform, auf der Unternehmen, Forschung und Bildung gemeinsam an neuen Lösungen für die Bauwirtschaft arbeiten. Im Mittelpunkt stehen dabei nachhaltiges, ressourcenschonendes und digitales Bauen sowie die Überführung neuer Ansätze in die betriebliche Praxis.

190 Clusterpartner:innen 

Das Netzwerk umfasst laut ecoplus heute rund 190 Clusterpartner:innen. Eingebunden sind neben Unternehmen und Forschungseinrichtungen auch Bildungspartner:innen sowie Akteur:innen aus Planung, Ausführung und Herstellung und der öffentlichen Auftragsvergabe. Dabei arbeite der Cluster unabhängig von einzelnen Materialien und Systemen und schaffe Möglichkeiten für fachlichen Austausch, Kooperationen und gemeinsame Projekte.

NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sieht in dieser Vernetzung einen wesentlichen Faktor für den Wirtschaftsstandort. Seit 20 Jahren bringe der Cluster "die besten Köpfe aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung zusammen". Durch diese Zusammenarbeit würden innovative Lösungen entstehen, die Betriebe wettbewerbsfähiger machten und zugleich die Weiterentwicklung des Bauens unterstützten.

Von der Sanierung bis zum digitalen Gebäudemodell

Welche Themen der Cluster in den vergangenen Jahren aufgegriffen hat, zeigen mehrere Projekte. Im Rahmen der Althaussanierungsinitiative wurden gemeinsam mit Branchenvertretungen klimaaktiv Qualifizierungen für planende und ausführende Unternehmen entwickelt. Damit sollten sowohl die Qualität von Sanierungen verbessert als auch die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Gewerken gestärkt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bauakustik. In einer Reihe von Projekten entstanden Lösungen und Planungstools für schallschutzoptimierte Bauteile. Diese sollten zu einem höheren Wohn- und Arbeitskomfort beitragen und gleichzeitig die Qualitätssicherung in der Wirtschaft unterstützen.

Früh beschäftigte sich der Cluster auch mit Building Information Modeling, kurz BIM. Die Methode ermöglicht es verschiedenen Gewerken, auf Basis eines gemeinsamen digitalen Gebäudemodells zusammenzuarbeiten. Von 2015 bis 2022 wurden neun entsprechende Qualifizierungsprojekte für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt und umgesetzt. 

Digitalisierung und Ressourceneffizienz im Fokus

Die Aufgaben des Netzwerks haben sich mit den Veränderungen in der Baubranche weiterentwickelt. Heute zählen Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Produktivität und Digitalisierung zu den zentralen Themenfeldern. Der Cluster soll diese Entwicklungen für Unternehmen zugänglich machen, den Erfahrungsaustausch fördern und Kooperationen anstoßen, aus denen wiederum neue Projekte hervorgehen können.

Angesichts der Veränderungen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sowie der steigenden Bedeutung von Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft sei Zusammenarbeit wichtiger denn je, erklärte Mikl-Leitner. Die inzwischen 190 Clusterpartner:innen würden zeigen, wie stark das Netzwerk nach zwei Jahrzehnten aufgestellt sei. Ziel sei es, Wissen zu bündeln, Innovationen voranzutreiben und neue Ideen in die Praxis der Unternehmen zu bringen.

Fachliche Unterstützung erhält der Cluster durch einen Beirat, in dem Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung vertreten sind. Helmut Mitsch, Geschäftsführer der Mitsch GmbH und seit 20 Jahren Mitglied dieses Gremiums, unterstreicht die Bedeutung gemeinsamer Lösungsansätze: "Es gibt Themen und Herausforderungen, die man nur gemeinsam lösen kann! Im Cluster leben wir Kooperation, das ist der Schlüssel für nachhaltigen Erfolg."

Neue Herausforderungen für die kommenden Jahre

Derzeit richtet sich der Blick unter anderem auf Dekarbonisierung, Künstliche Intelligenz, Vorfertigung und Kreislaufwirtschaft. Damit beschäftigt sich das Netzwerk mit mehreren Bereichen, die für die weitere Entwicklung der Bauwirtschaft von Bedeutung sind.

ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki beschreibt die Rolle des Netzwerks dabei folgendermaßen: "Aufgabe des Clusters ist es, Unternehmen bei der Transformation zu unterstützen und Innovationen gemeinsam in die Umsetzung zu bringen."

www.ecoplus.at

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