Abkühlung gesucht?
Niederösterreichs schönste Plätze für heiße Sommertage

| Janet Teplik 
| 29.07.2026

Wenn die Temperaturen steigen, bieten Seen, Naturbadeplätze und Freibäder zahlreiche Möglichkeiten, der Sommerhitze zu entkommen. 

Lange Hitzeperioden und immer häufiger auftretende Hitzetage machen die Suche nach Abkühlung im Sommer zu einem wichtigen Thema. Wenn die Temperaturen über viele Tage hinweg hoch bleiben, werden schattige Plätze, kaltes Wasser und naturnahe Erholungsräume zu gefragten Rückzugsorten. Während Wien auf ein umfassendes Hitzeschutzangebot mit Coolen Zonen, kostenlosen Abkühlungsmöglichkeiten und vieles mehr setzt (LEADERSNET berichtete), glänzt Niederösterreich mit kühlen Bergseen, Fluss- und Freibädern oder historischen Kaltwasserthermen. 

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont: "Niederösterreichs Seen, Naturbadeplätze und Freibäder bieten ideale Bedingungen, um der Sommerhitze zu entfliehen. Gerade die kleineren, ruhigeren 'Spots' und weniger überlaufenen Plätze werden immer beliebter und auch damit kann Niederösterreich punkten. Hier können unsere Gäste entspannte Sommertage abseits des großen Trubels genießen." Dabei geht es längst nicht nur um eine schnelle Erfrischung. Viele Badeziele verbinden Abkühlung mit Bewegung und Naturerlebnissen – etwa durch Radtouren entlang von Flüssen, Wanderungen durch schattige Wälder oder Spaziergänge an Ufern. 

Naturjuwele zwischen Bergen und Waldviertel

Zu den beliebtesten Badezielen zählen der Lunzer See und der Erlaufsee im südlichen Mostviertel. Eingebettet in die alpine Landschaft bieten die beiden Seen nicht nur erfrischenden Badespaß, sondern auch Möglichkeiten für Bootstouren, Wanderungen und Spaziergänge am Wasser.

Auch im Waldviertel lassen sich Abkühlung und Naturerlebnisse gut verbinden. Die Kamptalstauseen gelten mit ihren weitverzweigten Seearmen als "Fjordland" des Waldviertels. Der Kamptal-Seenweg führt vorbei an den Stauseen, alten Ruinen und durch stille Waldpassagen. Besonders der Ottensteiner Stausee, der größte der drei Seen, lädt mit zahlreichen Badebuchten zu einer erfrischenden Pause ein. 

Der Herrensee in Litschau verbindet wiederum Erholung mit Kultur. Neben dem Strandbad sorgt etwa das Theaterfestival Hin & Weg im August für zusätzliche Ausflugsimpulse. Eine Wanderung auf dem Herrenseerundwanderweg ergänzt den Badetag um ein stimmungsvolles Naturerlebnis. 

Auch die Viehofner Seen und der Ratzersdorfer See in St. Pölten mit ihrer guten Anbindung an den Traisentalradweg sowie das Aubad in Tulln, ein 50.000 Quadratmeter großer Badesee, zählen zu beliebten Zielen an heißen Sommertagen. 

Ausgezeichnete Wasserqualität in vielen Badeseen

Nicht nur die Landschaft macht die niederösterreichischen Badeseen attraktiv. Zahlreiche Gewässer wurden von der Europäischen Umweltagentur für ihre hervorragende Wasserqualität ausgezeichnet. Dazu zählen unter anderem der Lunzer See, die Auseen Blindenmarkt, die Kamptalstauseen, der Herrensee Litschau, der Badeteich Seeschlacht in Langenzersdorf und der Badeteich Poysdorf.

Erfrischung an Flüssen und naturnahen Badeplätzen

Neben den großen Badeseen sorgen auch zahlreiche Natur- und Flussbadeplätze für Abkühlung. Zwischen Kieselbänken, schattigen Ufern und klarem Wasser zeigt sich das Badevergnügen in Niederösterreich oft von seiner ursprünglichsten Seite – manchmal wild und kühl, manchmal ruhig und smaragdgrün. Entlang des Ybbstalradwegs finden sich mehrere Möglichkeiten für eine erfrischende Pause. Dazu zählen etwa das Ybbsnaturbad Kematen, das Naturbad Allhartsberg, der Naturbadeplatz Ochsenloch in Opponitz und das Strandbad Hollenstein. Auch die Donau bietet zahlreiche naturnahe Badeplätze. Entlang des Donauradwegs laden unter anderem Weißenkirchen, Rossatz-Arnsdorf, Mautern und der Donaualtarm in Altenwörth zum Abkühlen ein. In Luberegg befindet sich der längste Natursandstrand an der Donau, der zusätzlich zahlreiche Sportmöglichkeiten bietet.

Eine besondere Rolle spielt das Kuenringerbad in Dürnstein. Es ist Niederösterreichs einziges vollbiologisches und natürlich angelegtes Schwimmbad. Entlang des Kampflusses erinnern historische Bäder wie das Strandbad Plank am Kamp oder das Flussbad Stiefern an die Sommerfrische vergangener Zeiten. Schon vor rund 100 Jahren suchten Gäste dort Erholung und Abkühlung.

Auch das Alte Thayabad Dobersberg und das Strandbad Drosendorf direkt an der Thaya bieten entspannte Badeerlebnisse. Die seichten Ufer machen diese Plätze besonders beliebt bei Radfahrer:innen, die nach einer Tour eine Abkühlung suchen.

Kühle Sommerfrische in historischen Kaltwasserthermen

Eine besondere Form der Erfrischung bieten Niederösterreichs Kaltwasserthermen. Anders als klassische Thermen setzen diese Bäder nicht auf warmes Thermalwasser und umfangreiche Wellnessangebote, sondern auf natürlich kühles, mineralisiertes Quellwasser. Zwei Beispiele sind das Fischauer Thermalbad mit seinem Belle-Époque-Flair und das Thermalbad Bad Vöslau im Stil historischer Sommerfrische-Architektur. Letzteres feiert gemeinsam mit dem Thermalstrandbad Baden heuer sein 100. Jubiläum (LEADERSNET berichtete hier und hier).

Mit der Niederösterreich-Card kostenlos ins kühle Nass

Auch mit der Niederösterreich-Card lässt sich der Sommer vielseitig genießen. Rund 40 Frei-, Natur- und Hallenbäder können damit kostenlos besucht werden. Im Mostviertel gehören unter anderem das Seebad Lunz am See und das im vergangenen Jahr neu eröffnete Freibad Neuhofen an der Ybbs zu den teilnehmenden Bädern. Im Weinviertel sorgen das Freizeitzentrum Seefeld-Kadolz und das Erlebnis-Freibad Eggenburg für Abkühlung.

An der Donau Niederösterreich laden der Natur-Badeteich Persenbeug-Gottsdorf und das Freibad Absdorf zum Schwimmen ein. Im Waldviertel zählen das Erlebnisbad Gars am Kamp und das Strandbad Litschau zu beliebten Badeplätzen.

Auch in den Wiener Alpen und im Wienerwald können Card-Inhaber:innen kostenlos baden – etwa im Burgbad Kirchschlag, im Erlebnis(frei)bad Aqua Nova, im Freizeitzentrum Perchtoldsdorf oder im Gablitzer Freibad.

www.noe.gv.at

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