Künstliche Intelligenz im Aufwind
Wiens Wirtschaft wird weiblicher und digitaler

Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnet die Wirtschaftsagentur Wien einen Förder-Ansturm. Rund 1.100 Unternehmen reichten über 1.300 Projekte ein. Besonders stark vertreten sind Start-ups und von Frauen geführte Betriebe. 

Die Wiener Wirtschaft investiert verstärkt in die Zukunft. Das zeigen die Förderanträge, die im ersten Halbjahr 2026 bei der Wirtschaftsagentur Wien eingereicht wurden. Von Jänner bis Juni beantragten 1.100 Unternehmen Förderungen für rund 1.300 Projekte. Besonders gefragt waren Vorhaben zur Belebung der Wiener Grätzl und zur Digitalisierung von Unternehmen. Gleichzeitig gewinnt Künstliche Intelligenz zunehmend an Bedeutung. Mehr als ein Drittel der Einreichungen stammt von Gründer:innen und Start-ups, 36 Prozent der Projekte wurden von Frauen eingereicht. 

Neue Förderung für lebendige Grätzl 

Mit rund 35 Prozent entfällt mehr als ein Drittel aller Förderanträge auf Projekte zur Nahversorgung und Geschäftsbelebung. Besonders erfolgreich sei dabei der Start der neuen Förderung "Lebendiges Grätzl" verlaufen, die seit März 2026 angeboten wird. Bereits 206 Projekte wurden im Rahmen dieses Programms eingereicht.

"Die ersten bei der Wirtschaftsagentur Wien eingegangenen Förderanträge in diesem Jahr zeigen, dass Wiener Unternehmen gezielt in ihre Zukunft investieren wollen. Besonders erfreulich ist, wie stark die Förderungen für Betriebe in den Grätzln und in der Nahversorgung angenommen werden. Dort entfalten sie unmittelbare Wirkung: Sie sichern Arbeitsplätze, beleben Stadtteile und tragen zur hohen Lebensqualität in Wien bei. Gleichzeitig investieren Wiener Unternehmen in Digitalisierung und Zukunftstechnologien und stärken damit die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unserer Stadt", betont Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak.

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz prägen Investitionspläne

Neben der Stärkung lokaler Wirtschaftsstruktur zählt die Digitalisierung zu den wichtigsten Investitionsfeldern. 16,5 Prozent aller Einreichungen betreffen Digitalisierungsprojekte. Besonders dynamisch entwickle sich der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Der Anteil der Förderanträge mit KI-Bezug im ersten Halbjahr liegt bei 13,5 Prozent und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt.

Darüber hinaus beschäftigt sich rund ein Viertel aller eingereichten Projekte mit digitalen Innovationen, ressourcenschonenden Lösungen oder Technologien mit gesellschaftlichem Mehrwert. Dazu zählen unter anderem Vorhaben aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Inklusion. 

Förderungen sollen Innovation und Wettbewerbsfähigkeit stärken

Die Wirtschaftsagentur Wien sieht sich durch die hohe Nachfrage in ihrer Förderstrategie bestätigt. Ziel sei es, Unternehmen gezielt bei Investitionen in Wachstum, Innovation und Zukunftstechnologien zu unterstützen.

"Wir haben unser Förderportfolio gezielt auf Vorhaben ausgerichtet, die Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Wien stärken. Die Einreichungen zeigen, welche Investitionen Wiener Unternehmen planen und in welchen Bereichen sie Unterstützung suchen. Die große Nachfrage nach unseren Förderprogrammen bestätigt, dass wir richtig ansetzen: Wir unterstützen Projekte, die Unternehmen wirtschaftlich zukunftsfähig machen, neue Wertschöpfung ermöglichen und den Wirtschaftsstandort Wien langfristig stärken", sagt Dominic Weiss, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien.

Wirtschaftsagentur begleitet den Standortwandel

Die Zahlen des ersten Halbjahres verdeutlichten, welche Themen die Wiener Unternehmen derzeit bewegen. Neben der Stärkung der Nahversorgung und lebendiger Grätzl stehen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz sowie nachhaltige Innovationen im Mittelpunkt der Investitionspläne. Mit ihren Förderprogrammen will die Wirtschaftsagentur Wien diesen Wandel begleiten und dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts langfristig zu sichern. Über die Vergabe der Förderungen entscheidet eine unabhängige Jury.

www.wirtschaftsagentur.at

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