Die Energie AG erweitert ihre Photovoltaik-Kapazitäten in Oberösterreich. Mit dem offiziellen Spatenstich in Pennewang fiel am Monatag der Startschuss für die bislang größte Agri-Photovoltaikanlage des Unternehmens. Am Baustart nahmen Energie-AG-Aufsichtsratsvorsitzender Markus Achleitner, CEO Leonhard Schitter sowie Pennewangs Bürgermeister Franz Waldenberger teil. Die Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Nach Unternehmensangaben soll die Anlage künftig jährlich 18,9 Gigawattstunden Sonnenstrom erzeugen. Damit könnten bilanziell rund 5.400 Haushalte mit regional produzierter Energie versorgt werden. "Sonnenenergie ist ein zentraler Baustein unserer strategischen Ausrichtung hin zu einer nachhaltigen und regional verankerten Energieversorgung. Mit der Agri-PV-Anlage in Pennewang stärken wir die Stromerzeugung vor Ort und setzen ein klares Zeichen für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Projekte wie dieses verbinden Klimaschutz mit langfristiger Versorgungssicherheit", sagt Leonhard Schitter.
Landwirtschaftliche Nutzung bleibt erhalten
Mit dem Projekt setzt die Energie AG auf das Konzept der Agri-Photovoltaik, bei dem Energiegewinnung und landwirtschaftliche Nutzung kombiniert werden. Mehr als 75 Prozent der Fläche sollen weiterhin ackerbaulich bewirtschaftet werden können. Ein nachgeführtes Trackersystem richtet die Solarmodule automatisch nach dem Sonnenstand aus und soll gleichzeitig ausreichend Platz für die Bewirtschaftung zwischen den Modulreihen schaffen.
Markus Achleitner verwies darauf, dass der Ausbau der Photovoltaik in Oberösterreich weiter an Dynamik gewinne. Die Leistung der PV-Freiflächenanlagen habe sich allein im ersten Halbjahr 2026 auf mehr als 100 Megawattpeak verdoppelt. Agri-PV-Projekte wie jenes in Pennewang würden zeigen, dass sich Landwirtschaft und Energiewende miteinander verbinden lassen und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung stärken.
Gemeinde unterstützt das Vorhaben
Auch aus Sicht der Gemeinde überwiegen die Vorteile des Projekts. Bürgermeister Franz Waldenberger erklärte, die Lage der Fläche sei gut geeignet und die Auswirkungen auf das Umfeld seien gering. Entscheidend sei gewesen, dass die landwirtschaftliche Nutzung erhalten bleibe. Das Agri-PV-Konzept habe den Gemeinderat überzeugt, weshalb der Umwidmung einstimmig zugestimmt worden sei. Zudem freue sich die Gemeinde darüber, dass mit dem Sonnenkraftwerk ein Beitrag zur Energiewende geleistet werde.
Ausbau der Photovoltaik wird fortgesetzt
Über das Projekt in Pennewang hinaus verfolgt die Energie AG weitere Ausbaupläne. Bis 2035 will das Unternehmen insgesamt vier Milliarden Euro in erneuerbare Energien investieren. Rund 300 Millionen Euro davon sind für eigene Photovoltaikanlagen vorgesehen.
Bereits im laufenden Geschäftsjahr sollen PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 25 Megawattpeak errichtet werden. Damit könnten jährlich bilanziell rund 10.000 Haushalte mit Sonnenstrom versorgt werden. Zu den laufenden Projekten zählen Agri-PV-Anlagen in Schalchen mit sechs Megawattpeak und in Neuhofen an der Krems mit drei Megawattpeak. Beide Anlagen sollen im Herbst 2026 in Betrieb gehen.
www.energieag.at
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