Vor fünf Jahren stellte Manner sein Markensortiment auf Fairtrade-zertifizierten Kakao. Als größter Fairtrade-Kakaopartner Österreichs wurden seitdem weltweit 12.227 Tonnen Fairtrade-Kakaobohnen für Manner-Produkte verarbeitet. Dadurch konnten Fairtrade-Prämien in Höhe von rund 1,86 Millionen Euro an Kakaokooperativen ausgeschüttet werden. Die zusätzlichen Mittel werden von den Kooperativen unter anderem für Bildungsmaßnahmen, Investitionen in die Landwirtschaft sowie Projekte zur Anpassung an den Klimawandel eingesetzt.
Rund 800.000 Euro Fairtrade-Prämien aus Österreich
Für den österreichischen Markt wurden in den vergangenen fünf Jahren rund 4.800 Tonnen Fairtrade-Kakaobohnen verarbeitet. Daraus entstanden Fairtrade-Prämien von insgesamt 802.520 Euro.
"Nachhaltigkeit ist für Manner kein kurzfristiger Trend, sondern ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensverantwortung. Mit der Umstellung auf Fairtrade-Kakao haben wir vor fünf Jahren ein klares Zeichen gesetzt. Gemeinsam mit Fairtrade leisten wir einen Beitrag dazu, die Lebensbedingungen von Kakaobauernfamilien zu verbessern und gleichzeitig langfristig stabile Lieferketten zu fördern. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen am internationalen Kakaomarkt zeigt sich, wie wichtig starke und verlässliche Partnerschaften sind", sagt Manner CEO Dieter Messner.
Zahlen verdeutlichen die Dimension
Die insgesamt 12.227 Tonnen Fairtrade-Kakaobohnen entsprechen etwa dem Gewicht von rund 300 Wiener Straßenbahnen oder 580 Pummerinnen, der Glocke des Wiener Stephansdoms. Für diese Menge wurden rund 204.000 Kakaosäcke mit jeweils 60 Kilogramm benötigt. Aneinandergereiht ergäben sie eine Strecke von mehr als 200 Kilometern – das entspricht knapp 40 Runden um die Wiener Ringstraße.
Fairtrade-Prämien finanzieren Projekte vor Ort
Fairtrade verfolgt das Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kakaobauernfamilien zu verbessern. Neben einem Fairtrade-Mindestpreis erhalten Kooperativen eine Fairtrade-Prämie, über deren Verwendung sie selbst entscheiden. Die Mittel fließen unter anderem in Produktions- und Qualitätsverbesserungen, Bildungsangebote, Maßnahmen gegen ausbeuterische Kinderarbeit, Programme zur Förderung von Frauen sowie Projekte zur Anpassung an den Klimawandel.
"Wenn eine der bekanntesten Marken Österreichs bei Kakao auf Fairtrade setzt, hat das Signalwirkung für die gesamte Branche. Fünf Jahre Manner-Schnitten mit Fairtrade-Kakao zeigen, wie wichtig verlässliche Partnerschaften in Lieferketten sind: Sie geben Kakaobauernfamilien mehr Planbarkeit, bessere Einkommenschancen und die Möglichkeit, in ihre Zukunft zu investieren. Für Unternehmen bedeutet eine solche Zusammenarbeit zugleich mehr Stabilität und Widerstandskraft in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Verantwortung gegenüber den Menschen am Anfang der Lieferkette und wirtschaftliche Resilienz gehören heute untrennbar zusammen", sagt Hartwig Kirner, Geschäftsführer Fairtrade Österreich.
Nachfrage nach Fairtrade-Kakao steigt
Im Jahr 2024 wurden in Österreich 11.557 Tonnen Fairtrade-Kakao verarbeitet. Das entspricht einem Anstieg von 16,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Direkteinnahmen für Produzentenorganisationen beliefen sich auf 31,9 Millionen US-Dollar.
Weltweit produzierten Fairtrade-Kooperativen im Jahr 2024 insgesamt 707.552 Tonnen Kakao. Davon wurden 335.000 Tonnen zu Fairtrade-Bedingungen verkauft, was rund 47 Prozent der Ernte entspricht. Rund 508.000 Kakaobauernfamilien sind in Fairtrade-Kooperativen organisiert. Im selben Jahr wurden Fairtrade-Prämien in Höhe von 73,5 Millionen Euro ausgeschüttet. Die Mittel wurden unter anderem für Produktions- und Qualitätsverbesserungen, Organisationsentwicklung sowie direkte Unterstützung der Mitglieder eingesetzt.
Ergebnisse aus Westafrika
Eine aktuelle Fairtrade-Studie aus Côte d'Ivoire zeigt, dass 74 Prozent der befragten Mitglieder von Fairtrade-Kooperativen inzwischen ein Einkommen nahe der existenzsichernden Schwelle erzielen. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Haushalte in extremer Armut seit 2020 nahezu halbiert.
www.manner.com
www.fairtrade.net
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