Gesamtumsatz von 8,9 Milliarden Euro
BMW Group Österreich erzielte bestes Ergebnis ihrer Geschichte

Der Fahrzeugvertrieb knackte 2023 erstmals die Milliardenmarke beim Umsatz, wobei vor allem E-Modelle den Absatz ankurbelten. Verbrenner stehen ebenfalls hoch im Kurs: Im Motorenwerk Steyr wurden im Vorjahr mehr als 1,2 Millionen Motoren für den Weltmarkt produziert.

Die BMW Group in Österreich legte am Donnerstag die Zahlen für das Geschäftsjahr 2023 vor. Dabei zeigte sich, dass das Unternehmen erneut ein Rekordjahr einfahren konnte. Mit einem Umsatz von rund 8,9 Milliarden Euro (+17 Prozent gegenüber dem Vorjahr) wurde der höchste Umsatz in der Unternehmensgeschichte eingefahren. Hierzulande hat die BMW Group im vergangenen Jahr 20.154 Fahrzeuge der Marken BMW und Mini zugelassen (+8,8 Prozent). 

"Überzeugende Produkte bestimmen den Markt – das konnten wir 2023 erneut beweisen. Zusammen mit einer starken und leidenschaftlichen Teamleistung unserer Belegschaft und unseren Händlerpartnern erzielen wir auch unter volatilen Bedingungen Höchstleistungen – und werden diesem Erfolgskurs auch weiterhin folgen", so Christian Morawa, CEO BMW Austria.

Zur Gruppe zählt auch das Motorenwerk in Steyr, das im Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz von über 4,2 Milliarden Euro ebenfalls ein Rekordergebnis erzielte. Auch das Engagement in den Wirtschaftsstandort sei konsquent fortgeführt worden: So habe man 2023 361 Millionen Euro in Österreich investiert – fast eine Million Euro pro Tag.

"Das BMW Group Werk Steyr beweist seit 45 Jahren, dass es beides kann – sich immer wieder neu zu erfinden und dabei die Profitabilität hochzuhalten. Aktuell befinden wir uns inmitten der größten Transformation, die das Werk je gesehen hat - und beweisen mit dem Rekordergebnis die Kompetenz, Flexibilität und internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Steyr", ordnet Klaus von Moltke, Geschäftsführer BMW Group Werk Steyr, die Ergebnisse ein.

Fahrzeugabsatz 2023 in Österreich.

Seit ihrer Gründung 1977 in Salzburg verantwortet die BMW Austria GmbH den Vertrieb der Marken BMW, Mini und BMW Motorrad für den österreichischen Markt. Im Geschäftsjahr 2023 erreichte sie mit einem Umsatz von 1,1 Milliarden Euro 2023 erstmals die Milliardenmarke. Christian Morawa: "Hinter diesem Erfolg steht ein starkes Team, das sich seit Jahrzehnten für den österreichischen Standort einsetzt. Ich danke jedem einzelnen Kollegen und jeder einzelnen Kollegin und unseren Händlerpartnern für ihre Einsatzbereitschaft."

Die Marke BMW setzte mit einem Plus von 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr insgesamt 17.922 Einheiten ab. Neuzugänge und bestehende Modelle im Oberklassesegment wie der X5, X6 und XM sowie der iX und i5 hätten positiv zum Umsatzergebnis beigetragen, so das Unternehmen. Insgesamt wurden 2023 2.232 Fahrzeuge der Marke MINI in Österreich zugelassen (+1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Hier dürfte die völlig neu aufgelegte Modellpalette (Cooper und Countryman - beide mit Verbrennern und E-Versionen) in diesem Jahr für ein größeres Plus sorgen. Der noch nicht enthüllte neue Aceman, ein kompakter 5-Sitzer-Crossover, wird ausschließlich rein elektrisch verfügbar sein.

Einen deutlichen Zuwachs verzeichnete die BMW Group bei den reinen Elektroautos. 2023 wurden demnach 6.313 vollelektrische BMW und Mini in Österreich zugelassen - ein Plus von 72,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im gesamten Jahr 2023 ist das Unternehmen bei den Zulassungen vollelektrischer Fahrzeuge deutlich stärker gewachsen als der. BMWs Elektrolabel "i" verzeichnete sogar ein Zulassungsplus von 84,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit insgesamt 5.846 neu zugelassenen, vollelektrischen Fahrzeugen.

Mit 1.853 neu zugelassenen Motorrädern und Scootern im Segment über 500 cm² (+17 Prozent gegenüber dem Vorjahr) darf sich auch BMW Motorrad im Jahr seines 100-jährigen Jubiläums über ein gutes Ergebnis freuen. 

Motorenwerk in Steyr

Die hohe Auslastung im Motorenwerk in Steyr sorgte für einen Beschäftigungszuwachs: 2023 zählte die BMW Group in Österreich 5.520 Beschäftigte, ein Anstieg von über vier Prozent bzw. ein Plus von 260 Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr. 4.700 davon sind im BMW Group Werk Steyr tätig.

Mit einem Umsatz von mehr 4,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,6 Milliarden Euro) und einem Plus von über 16 Prozent erzielte das BMW Group Werk Steyr das beste Umsatzergebnis seiner Unternehmensgeschichte. Im Jahr 2023 wurden in Steyr mehr als 1,2 Millionen Motoren produziert, was einem Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht - davon rund drei Viertel Benzinmotoren (rund 915.000 Stück; +10,2 Prozent) und rund ein Viertel Dieselantriebe (rund 297.000 Stück; +1,8 Prozent).

Wichtig für die Zukunft: In Steyr gibt es auch eine Investitionsoffensive in die Elektromobilität. Laut BMW wurden 2023 um 16 Prozent mehr in den Standort investiert als im Jahr davor. Dadurch wird das Werk auch für die Jahre nach der Verbrenner-Ära, deren Aus noch nicht absehbar ist, fit gemacht.

Weitere Unternehmen in Salzburg

Zahlen gab es auch zu zwei weiteren Unternehmen der Gruppe, die in Salzburg ansässig sind. Die BMW Vertriebs GmbH – das Headquarter der Region Zentral- und Südosteuropa – beendete das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Umsatz von drei Milliarden Euro – ein Plus von über 24 Prozent. 2023 wurden den offiziellen Angaben zufolge in den 12 Ländern der Region 82.700 neue BMW und Mini zugelassen. Dies entspricht einer Steigerung von über 13 Prozent.

Der kombinierte Umsatz der BMW Austria Leasing GmbH und der BMW Austria Bank GmbH beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 536 Millionen Euro – ein Plus von über 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2023 finanzierten demnach 17.923 Neukunden ihre Automobile über BMW Financial Services (+6,5 Prozent). Im abgelaufenen Geschäftsjahr stellte sich das Unternehmen neu auf: Die Tochtergesellschaft Alphabet Austria Fuhrparkmanagement GmbH wurde im Zuge einer Fusion Teil der BMW Austria Leasing GmbH (LEADERSNET berichtete). Alphabet bleibt weiterhin als Marke bestehen.

www.bmw.at

www.bmwgroup.at

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