Oberösterreicher holen sich Staatspreis Innovation

485 Einreichungen, zwei Sonderpreise. 

Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat den Staatspreis Innovation 2017 an die EV Group (EVG) verliehen. Insgesamt hatten sich 485 Unternehmen um den Staatspreis Innovation beworben, der im Auftrag des Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsministeriums von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) organisiert und bereits zum 37. Mal vergeben wurde „Forschung und Entwicklung schaffen Wachstum und zukunftssichere Jobs. Daher unterstützen wir innovative Unternehmen stärker denn je“, so Mitterlehner bei der Verleihung der höchsten staatlichen Auszeichnung für innovative Unternehmen in der Aula der Wissenschaften in Wien.

Die EV Group (EVG) erhält den Staatspreis für das Projekt „SmartNIL® Prozess und Großserien-Produktionsanlage für die Nanopräge-Lithographie“. Die Funktionsweise elektronischer, mikromechanischer oder optischer Bauelemente und Produkte basiert häufig auf feinsten, auf ihren Ausgangsmaterialien bzw. Substraten aufgebrachten Strukturen. Aktuelle Herstellungsverfahren dafür sind oft aufwändig oder erreichen nicht die erforderliche Präzision, besonders bei der Produktion im großen Maßstab. Hier kann die Methode der Nanopräge-Lithographie Kosten sparen. Dabei werden die feinen Strukturen von einem Stempel auf ein Polymermaterial übertragen. Dank der hierzu entwickelten Technologie „SmartNIL®“ der oberösterreichischen Firma EVG kann selbst bei mikroskopisch kleinen Elementen ein gleichmäßiger Kontakt zwischen dem Substrat und dem – sogar wiederverwendbaren – Prägestempel erreicht werden. Einsatzgebiete sind neben Anwendungen im Optik- und Halbleiterbereich die Medizintechnik, die DNA-Analyse, aber auch Untersuchungen der Wasserqualität.

Econovius und Verena

Im Rahmen der Staatspreis-Gala verleiht die Wirtschaftskammer Österreich den Sonderpreis ECONOVIUS an ein KMU, das sich durch besonders innovative Leistungen auszeichnet. WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz überreichte den diesjährigen ECONOVIUS an die bitmovin GmbH aus Klagenfurt. Die Streaming-Infrastruktur des Mittelunternehmens bitmovin besteht aus einem Kodierungs-, also Komprimierungsdienst, der standardisierte Formate verwendet und daher nahtlos in bestehende Systeme integrierbar ist, und einem Player, der Daten in hoher Auflösung, mit hoher Bildfrequenz und ohne das lästige „Buffering“ abspielt.

Mit dem von Verbund gestifteten Sonderpreis VERENA (VERBUND E-Novation Award) werden Unternehmen ausgezeichnet, die in den Bereichen Elektrizitäts- und Energiesysteme, Energieeffizienz/-management, erneuerbare Energien und E-Mobilität innovative Projekte mit Universitäten, Fachhochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen umgesetzt haben. Den diesjährigen VERENA erhielt die Sunlumo Technology GmbH aus Perg, Oberösterreich, in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz. Die oberösterreichische Firma Sunlumo hat bereits den ersten vollständig aus Kunststoff bestehenden Solarkollektor entwickelt. Übergeben wurde der Preis von Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender der Verbund AG. (jw)

www.bmwfw.gv.at

Nominierungen

- bitmovin GmbH aus Klagenfurt, Kärnten, für das Projekt „Bitmovin Video Infrastructure for the Web“: Eine neue Video-Streaming-Methode aus Klagenfurt ist schneller als die Konkurrenz und öffnet die Technologie für alle User.

- Treibacher Industrie AG aus Althofen, Kärnten, für das Projekt „Neue Wärmedämmschichten für hocheffiziente Flugzeugtriebwerke“: Besonders lagerungsstabile chemische Suspensionen dienen der Herstellung von Wärmedämmschichten und ihrer effizienteren Beschichtung von Bauteilen für Flugzeugturbinen.

- AV Stumpfl GmbH aus Wallern, Oberösterreich, für das Projekt „Wings Vioso RX - High Performance Media Processing Unit“: Eine neue Technologie für Medienserver verringert den Material- und Vorbereitungsaufwand durch ausgeklügelte Software-Algorithmen.

- AVL List GmbH aus Graz, Steiermark, für das Projekt „AVL M.O.V.E iS – Mobiles Mini-Abgaslabor für Fahrzeug-Emissionsmessungen“: Ein kleines, mobiles Messlabor überprüft die Einhaltung von Emissionsgrenzwerten im realen Straßenbetrieb.

- SCARLETRED Holding GmbH aus Wien für das Projekt „SCARLETRED®VISION“: Ein kostengünstiges, mobiles eHealth System dient der standardisierten Dokumentation von Hautveränderungen – sowohl privat als auch bei der Entwicklung neuer Arzneimittel und Therapien.

 

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