Comeback nach Sanierung
KTM ist zurück in der Gewinnzone und verkauft wieder mehr Motorräder

| Tobias Seifried 
| 03.11.2026

Nach der harten Sanierung zeigt die Geschäftsentwicklung beim heimischen Motorradhersteller deutlich nach oben. Gleichzeitig wurden die Kosten deutlich gesenkt und der Personalabbau abgeschlossen.

Bei KTM setzt sich die wirtschaftliche Erholung nach den harten Sanierungseinschnitten mit großem Personalabbau und Produktionsstopps fort. Die Muttergesellschaft Bajaj Mobility steigerte ihren Konzernumsatz im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 57 Prozent auf 351,1 Millionen Euro. Besonders stark entwickelte sich den Angaben zufolge das Motorradgeschäft der Marken KTM, Husqvarna und Gasgas: Hier legte der Umsatz um 84 Prozent auf 288,3 Millionen Euro zu. Ferner stieg der Absatz um 51,1 Prozent auf 47.390 Motorräder. 

Auch die Profitabilität habe sich deutlich verbessert. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 11,3 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 71 Millionen Euro angefallen war. Zudem stieg die EBIT-Marge auf 3,2 Prozent. In den ersten neun Monaten 2026 überschritt der Konzernumsatz mit 1,05 Milliarden Euro erstmals in diesem Jahr die Milliardenmarke. 

Weltweit wurden in diesem Zeitraum inklusive der direkt durch Bajaj in Indien verkauften Fahrzeuge 228.067 Motorräder der drei Marken abgesetzt.

Personalabbau abgeschlossen, Kosten deutlich reduziert

Neben den höheren Verkaufszahlen trugen umfangreiche Einsparungen zur Ergebnisverbesserung bei. Die bereinigten Overheadkosten sanken in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 96,9 Millionen Euro auf 255,1 Millionen Euro. Der im ersten Quartal eingeleitete Personalabbau wurde laut Unternehmen im dritten Quartal vollständig abgeschlossen. Über die personellen Einschnitte und die Schwierigkeiten nach dem Neustart hatte LEADERSNET berichtet.

"Nach dem ersten positiven operativen EBIT im zweiten Quartal 2026 konnten wir die Profitabilität im dritten Quartal nochmals deutlich steigern. Gleichzeitig haben wir unsere Kostenstruktur weiter verbessert und die Lagerbestände auf einem nachhaltig effizienten Niveau gehalten", erklärte Finanzvorständin Petra Preining.

Neues Werk in Brasilien eröffnet

Parallel zur wirtschaftlichen Stabilisierung baut KTM seine internationale Präsenz aus. Mitte Oktober wurde im brasilianischen Manaus das erste vollständig KTM-eigene Montagewerk außerhalb Österreichs eröffnet. Der Standort ist auf rund 10.000 Motorräder jährlich ausgelegt und produziert ausschließlich für den brasilianischen Markt. Die Fertigung in Mattighofen bleibe davon laut Unternehmen unberührt.

Für die kommenden Monate möchte das Management auf weitere Effizienzsteigerungen, neue Modelle und technologische Innovationen setzen. "Unser Ziel ist es nicht nur, unsere Marktposition weiter auszubauen, sondern die technologische Entwicklung unserer Branche aktiv mitzugestalten", betont KTM-Vorstandschef Gottfried Neumeister.

Im Fokus bleiben demnach die nachhaltige Verbesserung der Profitabilität und des Free Cashflows. Risiken sieht das Unternehmen weiterhin in geopolitischen Entwicklungen, möglichen Handelsbeschränkungen und Unsicherheiten bei Nachfrage und Lieferketten.

www.ktm.com

Kennzahlen von Bajaj Mobility

Drittes Quartal 2026

  • Konzernumsatz: 351,1 Mio. Euro (+57,0 %)

  • Motorrad-Umsatz: 288,3 Mio. Euro (+84,0 %)

  • Motorradabsatz: 47.390 Einheiten (+51,1 %)

  • EBITDA: 40,7 Mio. Euro (Vorjahr: –38 Mio. Euro)

  • EBITDA-Marge: 11,6 % (Vorjahr: –17,2 %)

  • EBIT: 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: –71 Mio. Euro)

  • EBIT-Marge: 3,2 % (Vorjahr: –31,7 %)

Jänner bis September 2026

  • Konzernumsatz: 1.052,5 Mio. Euro

  • Motorrad-Umsatz: 867,9 Mio. Euro

  • Weltweiter Motorradabsatz inklusive Bajaj-Verkäufen in Indien: 228.067 Einheiten

  • Overheadkosten: 255,1 Mio. Euro (–96,9 Mio. Euro, bereinigter Vergleich)

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Kennzahlen von Bajaj Mobility

Drittes Quartal 2026

  • Konzernumsatz: 351,1 Mio. Euro (+57,0 %)

  • Motorrad-Umsatz: 288,3 Mio. Euro (+84,0 %)

  • Motorradabsatz: 47.390 Einheiten (+51,1 %)

  • EBITDA: 40,7 Mio. Euro (Vorjahr: –38 Mio. Euro)

  • EBITDA-Marge: 11,6 % (Vorjahr: –17,2 %)

  • EBIT: 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: –71 Mio. Euro)

  • EBIT-Marge: 3,2 % (Vorjahr: –31,7 %)

Jänner bis September 2026

  • Konzernumsatz: 1.052,5 Mio. Euro

  • Motorrad-Umsatz: 867,9 Mio. Euro

  • Weltweiter Motorradabsatz inklusive Bajaj-Verkäufen in Indien: 228.067 Einheiten

  • Overheadkosten: 255,1 Mio. Euro (–96,9 Mio. Euro, bereinigter Vergleich)

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