Shopping Center profitieren
Paketabgabe könnte Weihnachtsgeschäft im stationären Handel ankurbeln

| Redaktion 
| 28.10.2026

Laut einer aktuellen Studie wollen 26 Prozent der Schenkenden in Österreich wegen der neuen Paketgebühren weniger online bestellen und mehr vor Ort einkaufen. Gleichzeitig beginnt das Weihnachtsgeschäft heuer früher, während die geplanten Ausgaben weitgehend stabil bleiben.

Die neuen Paketgebühren könnten dem stationären Handel im heurigen Weihnachtsgeschäft zusätzliche Kund:innen bringen. Laut der Weihnachtsstudie 2026 des Linzer Market Instituts im Auftrag von SES Spar European Shopping Centers wollen 26 Prozent der Schenkenden aufgrund der Paketabgabe ihre Online-Bestellungen reduzieren und verstärkt in Geschäften einkaufen. 14 Prozent wollen ihre Online-Einkäufe sogar deutlich zurückfahren. Demgegenüber planen lediglich acht Prozent, künftig mehr im Internet zu bestellen.

Auch Online-Kund:innen denken um

Bemerkenswert ist, dass selbst unter jenen, die bisher überwiegend online eingekauft haben, 17 Prozent heuer stärker auf den stationären Handel setzen wollen. Bei Personen, die ihre Einkäufe bereits hauptsächlich vor Ort erledigen, möchten 36 Prozent diesen Anteil weiter erhöhen. Rund ein Fünftel ist noch unentschlossen. Christoph Andexlinger, CEO von SES Spar European Shopping Centers, sieht darin eine Chance für die Branche: "Die aktuelle Studie zeigt: Der stationäre Handel hat im heurigen Weihnachtsgeschäft eine echte Chance, Onlinekäufe wieder zurück ins Geschäft vor Ort zu bringen." Die SES-Shopping-Center seien darauf mit einem breiten Angebot, guter Erreichbarkeit, kostenlosen Parkplätzen und einem weihnachtlichen Ambiente vorbereitet, betont Andexlinger.

Weihnachtsgeschäft beginnt früher

Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Die Österreicher:innen beginnen früher mit ihren Weihnachtseinkäufen. 37 Prozent starten spätestens Mitte November, im Vorjahr waren es 34 Prozent. Nur noch 25 Prozent warten bis Dezember. 2025 lag dieser Anteil noch bei 34 Prozent.

Bei den Ausgaben zeigt sich ein differenziertes Bild. 42 Prozent der Schenkenden planen ein Weihnachtsbudget zwischen 101 und 500 Euro. 39 Prozent wollen mehr als 500 Euro ausgeben, gegenüber 35 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig rechnen 35 Prozent damit, insgesamt weniger Geld für Geschenke aufzuwenden. 52 Prozent erwarten keine Veränderung, lediglich fünf Prozent planen höhere Ausgaben.

Shopping-Center bleiben wichtige Einkaufsorte

Für 42 Prozent der Befragten sind Shopping-Center und Einkaufsstraßen die wichtigste Bezugsquelle für Weihnachtsgeschenke. Damit liegt der stationäre Handel vor dem Online-Handel mit 38 Prozent. Shopping-Center allein kommen auf 26 Prozent und sind damit der stärkste einzelne stationäre Einkaufsort. Knapp drei Viertel der Österreicher:innen besuchen in der Vorweihnachtszeit Shopping-Center. Als wichtigste Gründe nennen sie die Möglichkeit, mehrere Erledigungen zu verbinden (34 %), die große Geschäftsauswahl (32 %), den Schutz vor schlechtem Wetter (24 %) sowie gute Parkmöglichkeiten (23 %).

Auch bei der Suche nach Geschenkideen spielen Geschäfte eine wichtige Rolle. 25 Prozent lassen sich beim Bummeln inspirieren. Suchmaschinen erreichen 16 Prozent, Social Media 14 Prozent und KI-Tools sieben Prozent. Bei den 16- bis 29-Jährigen nutzt allerdings bereits jede fünfte Person KI zur Geschenkinspiration.

Gutscheine führen die Geschenkeliste an

Bei den beliebtesten Weihnachtsgeschenken liegen Gutscheine mit 37 Prozent an erster Stelle. Dahinter folgen Geldgeschenke (26 %), Spielwaren (21 %) und Bücher (20 %). Shopping-Center-Gutscheine würden die Beschenkten am häufigsten für Kleidung und Schuhe einlösen.

www.ses-european.com

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