Volkswagen ordnet sein elektrisches SUV-Angebot neu: Der ID. Tiguan übernimmt Ende Februar 2027 die Nachfolge von ID.4 und ID.5. Trotz Kritik haben sich die beiden Vorgänger zusammen rund 950.000-mal verkauft. Mit dem neuen Namen setzt die Marke nun auf die Bekanntheit des Tiguan.
Gebaut wird das Elektro-SUV in Emden, während der Tiguan mit Verbrennungsmotor, der weiterhin im Programm bleibt, aus Wolfsburg kommt.
Neue Hülle, bekannte Antriebstechnik
Ganz neu ist unter dem Blech allerdings nicht alles. Der ID. Tiguan übernimmt jene Antriebe und Batterien, die bereits seit März 2026 in ID.4 und ID.5 eingesetzt werden. Den Einstieg bildet ein Hecktriebler mit 140 kW (190 PS) und 58-kWh-Batterie. Darüber stehen die Version mit 210 kW (286 PS), Heckantrieb und 77-kWh-Akku sowie der Allradler mit 220 kW (299 PS) und ebenfalls 77 kWh.
Je nach Variante nennt VW bis zu 600 Kilometer WLTP-Reichweite. Bei der maximalen Ladeleistung bleibt der ID. Tiguan mit 105 bis 165 kW (je nach Batterie) im Konkurrenzumfeld allerdings eher zurückhaltend. Volkswagen verspricht dafür ein hohes, stabiles Ladeplateau: Die Leistung soll über einen größeren Teil des Ladevorgangs auf hohem Niveau bleiben. Wie gut das in der Praxis gelingt, muss ein Ladetest zeigen.
© Volkswagen Group/ Porsche Holding
Tasten statt Touchflächen
Außen verabschiedet sich der ID. Tiguan von den weicheren Crossover-Linien seiner Vorgänger. Straffer gezeichnete Flächen und präzisere Kanten verleihen ihm einen kantigeren, stärker am klassischen SUV orientierten Auftritt. Zur neuen Gestaltung gehören auch konventionelle Bügel-Türgriffe.
Die deutlichsten Veränderungen erleben Fahrer:innen jedoch im Cockpit. VW bringt nämlich wie schon im ID.3 Neo und im ID. Polo physische Lenkradtasten, eine Tastenleiste für die Klimaanlage und einen Drehregler für Lautstärke und Musiksteuerung zurück. Auch die vier Fensterheber erhalten wieder eigene Bedienelemente. Außen setzt die Marke auf klassische Bügel-Türgriffe und eine kantigere SUV-Form.
Ein zehn Zoll großes Instrumentendisplay und ein zentraler 15-Zoll-Touchscreen prägen die neue Armaturentafel. Optional kommt ein zwölf Zoll großes Display für die Beifahrerseite hinzu, dessen Inhalte vom Fahrersitz aus nicht einsehbar sein sollen. Einen nostalgischen Akzent setzen die Retro-Anzeigen: Auf Wunsch erscheinen im Cockpit Instrumente im Stil des Golf IV. Beim ID. Polo sind es jene des Golf I (LEADERSNET berichtete).
© Volkswagen Group/ Porsche Holding
Mehr Stauraum und bis zu zwei Tonnen am Haken
Der ID. Tiguan bietet Platz für fünf Personen, bis zu 534 Liter Kofferraumvolumen und zusätzlich einen 32-Liter-Frunk unter der Fronthaube. Die Anhängelast beträgt mit dem kleineren Akku bis zu 1.800 Kilogramm, mit der größeren Batterie maximal 2.000 Kilogramm.
One Pedal Driving gehört zur Serienausstattung. Optional sind unter anderem der Connected Travel Assist mit Ampelerkennung, belüftete Massagesitze und ein Adapter zur Stromversorgung externer Geräte erhältlich.
Bestellstart bereits erfolgt
In Österreich ist der ID. Tiguan bereits bestellbar. Der Listenpreis beginnt bei 44.490 Euro. Die beworbenen 39.990 Euro gelten bei Finanzierung über die Porsche Bank und unter Berücksichtigung sämtlicher Boni. Seine Österreichpremiere feiert das Modell auf der Vienna Drive im Jänner 2027, die Markteinführung folgt Ende Februar.
www.volkswagen.at
Kommentar veröffentlichen