Zwei Wiener Gastronomie-Größen
Café Engländer bekommt prominente neue Betreiber

Die Familien Plachutta und Friese übernehmen das Wiener Innenstadtlokal nach der Insolvenz seiner bisherigen Betreibergesellschaft. Sie wollen den Charakter des Kaffeehauses bewahren, planen aber auch einen Umbau.

Für das Café Engländer in der Wiener Postgasse gibt es neue Betreiber. Die Gastronomiefamilien Plachutta und Friese haben sich laut einem Bericht des Falter in einem Bietverfahren durchgesetzt. Nach dem Bräunerhof (LEADERSNET berichtete) ist es ihr zweites gemeinsames Kaffeehausprojekt in der Innenstadt. 

Am Konzept des Cafés Engländer soll sich nach Angaben der neuen Betreiberfamilien wenig ändern. Den Charakter des Lokals wollen sie erhalten. Peter Friese stellte gegenüber dem Falstaff allerdings auch einen Umbau in Aussicht. Wie umfangreich die Arbeiten ausfallen, ist bisher nicht bekannt. 

Insolvenz der bisherigen Betreibergesellschaft

Der Übernahme ging eine schwierige Phase für das Kaffeehaus voraus. Der langjährige Betreiber Christian Wukonigg starb im Juli 2026. Anfang August wurde über das Vermögen der Christian Wukonigg GmbH ein Sanierungsverfahren eröffnet. Wie LEADERSNET berichtete, waren nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) 30 Beschäftigte und 47 Gläubiger:innen betroffen. Die Forderungen beliefen sich laut den damaligen Unterlagen auf rund 1,1 Millionen Euro. 

Bräunerhof als erstes gemeinsames Projekt

Plachutta und Friese haben bereits gemeinsam den Bräunerhof übernommen. Das Wiener Traditionskaffeehaus eröffnete im Juni 2026 nach längerer Schließzeit wieder. 

Für das Café Engländer ist damit eine Fortführung in Aussicht gestellt. Wie die neuen Betreiber das Haus künftig gestalten und wann der mögliche Umbau beginnt, müssen sie noch konkretisieren. 

www.plachutta.at

www.schwarzeskameel.at

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