ImmoScout24-Umfrage
Stadtbewohner wünschen sich häufiger mehr Wohnfläche

| Redaktion 
| 10.09.2026

Wie viel Platz als ausreichend empfunden wird, hängt auch von Wohnform und Lage ab. Besonders in Wien wird das eigene Zuhause vergleichsweise oft als zu klein wahrgenommen. Bei Häusern zeigt sich hingegen häufiger das umgekehrte Bild.

Für einen Großteil der Bevölkerung in Österreich entspricht die Größe des eigenen Zuhauses den aktuellen Anforderungen. Drei Viertel beurteilen ihre Wohnfläche als passend für die Bedürfnisse ihres Haushalts. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Trendstudie von ImmoScout24.at mit 1.000 Befragten. 

15 Prozent der Befragten halten ihre Wohnimmobilie hingegen für zu klein, weitere elf Prozent für zu groß. Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Altersgruppen. Die höchste Zufriedenheit mit dem vorhandenen Platz gibt es bei den 50- bis 69-Jährigen. Jüngere Menschen und Personen mittleren Alters äußern häufiger den Wunsch nach zusätzlicher Fläche. 

Wohnungen häufiger zu klein 

Wie die vorhandene Wohnfläche beurteilt wird, hängt auch von der Art der Immobilie ab. Unter den Bewohner:innen von Häusern geben 81 Prozent an, dass die verfügbare Fläche ihren Bedürfnissen entspricht. Bei Personen, die in einer Wohnung leben, liegt dieser Anteil bei 70 Prozent. 

Bei Wohnungen überwiegt dabei der Wunsch nach mehr Platz. 22 Prozent der Wohnungsbewohner:innen empfinden ihre Wohnfläche als zu klein, während sieben Prozent von zu viel Fläche berichten. Bei Häusern zeigt sich ein anderes Bild. 14 Prozent halten ihr Haus für zu groß, lediglich fünf Prozent wünschen sich mehr Wohnfläche.

Platzmangel zeigt sich besonders in Städten

Auch der Wohnort beeinflusst, wie ausreichend die vorhandene Fläche wahrgenommen wird. In Städten geben 23 Prozent der Befragten an, zu wenig Platz zur Verfügung zu haben. Am Stadtrand beträgt dieser Anteil 15 Prozent. Im Umland und in Dörfern sind es jeweils zehn Prozent.

Besonders deutlich fällt das Ergebnis in Wien aus. 27 Prozent der Wiener:innen geben an, eine größere Immobilie zu benötigen.

Stauraum und Hobbys erhöhen den Platzbedarf

Hinter dem Wunsch nach einer größeren Wohnfläche stehen unterschiedliche praktische Bedürfnisse. Am häufigsten mangelt es an Stauraum. 42 Prozent derjenigen, die sich mehr Platz wünschen, fehlt beispielsweise ein Keller oder Abstellraum.

Weitere 40 Prozent benötigen zusätzliche Fläche für Hobbys wie Basteln, Musik oder Sport. Bei 38 Prozent ist Nachwuchs der Grund für einen gestiegenen Platzbedarf. Als weitere Ursachen nennt die Studie eine große Menge an Möbeln, Kleidung und persönlichen Gegenständen, das Zusammenlegen von Haushalten sowie den Wunsch nach einem eigenen Arbeitszimmer.

Große Wohnflächen bringen zusätzlichen Aufwand

Während ein Teil der Befragten mehr Raum benötigt, beurteilen elf Prozent der Österreicher:innen ihre Immobilie als zu groß. Dies betrifft insbesondere Bewohner:innen von Häusern sowie Menschen, die auf mehr als 130 Quadratmetern oder in mindestens fünf Zimmern leben.

Jeweils 45 Prozent der Betroffenen nennen ungenutzte Räume sowie den Aufwand für Reinigung und Instandhaltung als Gründe dafür, dass sie ihre Wohnfläche als zu groß empfinden. Bei 35 Prozent spielen die Kosten eine Rolle, insbesondere die Ausgaben für Heizung und Strom.

Lebensphasen verändern den Flächenbedarf

Wie viel Platz benötigt wird, kann sich im Laufe des Lebens verändern. Kinder können zunächst den Bedarf nach zusätzlicher Wohnfläche erhöhen. Nach ihrem Auszug bleiben dagegen mitunter Räume ungenutzt.

Für 31 Prozent der Befragten, die ihr Zuhause mittlerweile als zu groß wahrnehmen, ist der Auszug der Kinder dafür ausschlaggebend.

www.immobilienscout24.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV