Fotos der Veranstaltung
Graf Film feierte Jubiläum und stellte Weichen für den Generationenwechsel

Die Klagenfurter Produktionsfirma beging ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Festakt und einer Filmpremiere. Neben dem Rückblick auf zahlreiche Kino- und Fernsehproduktionen rückte auch die künftige Führung des Familienunternehmens in den Mittelpunkt.

Die Graf Filmproduktion feierte am 28. August 2026 ihr 25-jähriges Bestehen. Zu dem Festakt im Open-Air-Kino im Klagenfurter Burghof kamen Vertreter:innen aus Film, Kunst und Kultur sowie Mitglieder von Cast und Crew aktueller Produktionen. Im Zentrum des Abends standen Firmengründer Klaus Graf und seine Tochter Livia Graf-Bechler, die das Unternehmen inzwischen gemeinsam führen.

Als Vertreterin des Landes Kärnten nahm Landeshauptmann-Stellvertreterin und Kulturreferentin Gaby Schaunig an der Veranstaltung teil. Sie überreichte Klaus Graf und Livia Graf-Bechler eine Geburtstagstorte und würdigte die Bedeutung der Produktionsfirma für den Filmstandort Kärnten. 

Zürich-Krimi feierte Premiere im Burghof

Den filmischen Höhepunkt des Jubiläums bildete die Premiere von "Borchert und das bedrohte Paradies". Die neue Produktion aus der Reihe "Der Zürich-Krimi" wurde im Klagenfurter Burghof in Anwesenheit von Cast und Crew gezeigt. In der Krimireihe verkörpert Christian Kohlund den Anwalt Thomas Borchert. 

Von Klagenfurt auf internationale Bildschirme

Klaus Graf gründete die Produktionsfirma 2001 in Klagenfurt, ein Jahr später folgte eine Gesellschaft in München. Seither entstanden nach Angaben des Unternehmens beziehungsweise Medienberichten rund 120 Kino-, Fernseh- und Dokumentarfilme. Zu den bekanntesten Produktionen zählen "Der Mann mit dem Fagott" über die Familiengeschichte von Udo Jürgens, die Krimireihen "Die Toten vom Bodensee" und "Der Zürich-Krimi" sowie das Fernsehspiel "Das Wunder von Kärnten". Letzteres brachte der Produktionsfirma ihren bislang größten internationalen Erfolg: Das Ärztedrama wurde 2013 mit dem International Emmy Award in der Kategorie TV Movie/Mini-Series ausgezeichnet. Nach dem Gewinn erhielt Klaus Graf das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten.

Auch der Kinofilm "Ich war noch niemals in New York", der auf dem gleichnamigen Musical mit Liedern von Udo Jürgens basiert, gehört zur Filmografie des Produzenten. Graf war an der Produktion als Koproduzent beteiligt.

Livia Graf-Bechler übernimmt mehr Verantwortung

Das Firmenjubiläum markierte zugleich eine Übergangsphase. Livia Graf-Bechler ist seit 2024 Geschäftsführerin und Miteigentümerin der Graf-Film-Unternehmen in Klagenfurt und München. Laut öffentlich verfügbaren Unternehmensinformationen hält sie 25 Prozent der Anteile an der Klagenfurter Gesellschaft, Klaus Graf 75 Prozent. Beide sind als alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer:innen eingetragen.

Graf-Bechler setzt unter anderem einen Schwerpunkt auf nachhaltige Filmproduktion. Graf Film ist seit 2021 Lizenznehmer des Österreichischen Umweltzeichens. Sie selbst arbeitet auch als Green Film Consultant. Laut Medienbericht kündigte Klaus Graf an, sich bis zum Jahresende 2026 zunehmend aus dem Unternehmen zurückziehen zu wollen. Künftig wolle er im Hintergrund tätig sein. Die operative Verantwortung dürfte damit schrittweise stärker auf seine Tochter übergehen.

Das Jubiläum im Klagenfurter Burghof war somit nicht nur ein Rückblick auf 25 Jahre Filmproduktion, sondern auch ein sichtbares Zeichen für den laufenden Generationenwechsel innerhalb des Familienunternehmens.

Einen Eindruck von der Veranstaltung können Sie mittels Galerie gewinnen.

www.graffilm.com

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