Rund 140 Mio. Euro investiert
Wien mobilisierte 23,4 Hektar für neue Betriebsflächen

| Janet Teplik 
| 25.08.2026

Seit 2020 entwickelte und aktivierte die Wirtschaftsagentur Wien nach eigenen Angaben Flächen für produzierende und technologieorientierte Unternehmen. Rund fünf Prozent des Wiener Stadtgebiets sind als Betriebsflächen gesichert.

Die Wirtschaftsagentur Wien hat seit 2020 nach eigenen Angaben rund 23,4 Hektar für betriebliche Nutzungen mobilisiert und entwickelt. Dadurch seien Investitionen in Höhe von rund 140 Millionen Euro ausgelöst worden, teilten die Stadt Wien und die Wirtschaftsagentur mit.

Fünf Prozent des Stadtgebiets für Betriebe gesichert

Insgesamt sind laut Stadt Wien rund 2.100 Hektar und damit etwa fünf Prozent des Wiener Stadtgebiets dauerhaft als Betriebsflächen gesichert. Die Flächen sollen insbesondere Produktionsunternehmen sowie technologieorientierte Betriebe zur Verfügung stehen. Neben der Sicherung bestehender Betriebsgebiete setzt die Stadt auf die Aktivierung ungenutzter Grundstücke, die Nachverdichtung bestehender Standorte und die Errichtung spezialisierter Immobilien.

"Wien betreibt eine aktive und vorausschauende Wirtschaftspolitik. Rund 2.100 Hektar bzw. fünf Prozent des Stadtgebiets sind dauerhaft als Betriebsflächen gesichert – und damit seit Jahren auf einem stabilen Niveau. Gleichzeitig entwickeln wir diese Flächen laufend weiter: Wir sichern bestehende Betriebsgebiete, mobilisieren verfügbare Grundstücke, ermöglichen Nachverdichtung und schaffen gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Wien neue, moderne Standorte wie das Life Science Center Vienna oder den Gewerbehof in der Seestadt. So sorgen wir dafür, dass Wiener Unternehmen auch in einer wachsenden Stadt verlässliche Flächen für Investitionen, Produktion und weiteres Wachstum vorfinden", führt Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak aus.

Stadt entwickelt spezialisierte Standorte

Wo aus Sicht der Stadt kein ausreichendes privatwirtschaftliches Angebot besteht, entwickelt die Wirtschaftsagentur im Auftrag Wiens eigene Infrastruktur. Dazu zählen Technologiezentren, Gewerbehöfe und Standorte für Unternehmen aus Forschung, Technologie, Handwerk und Produktion.

Ein Beispiel ist das Life Science Center Vienna (LEADERSNET berichtete) in Neu Marx. Dort sollen bis 2029 rund 14.000 Quadratmeter Labor- und Büroflächen für Life Sciences, Biomedizin und Anwendungen künstlicher Intelligenz entstehen. Als weiterer Standort wird der Gewerbehof Seestadt genannt, der bereits Flächen für Handwerks- und Produktionsbetriebe anbietet.

"Die Diskussion über Betriebsflächen darf sich nicht auf die reine Anzahl verfügbarer Quadratmeter beschränken. Entscheidend ist, ob Unternehmen die Flächen und Infrastrukturen vorfinden, die sie tatsächlich benötigen. Genau hier setzen wir an. Die Wirtschaftsagentur Wien sichert proaktiv Betriebsstandorte und entwickelt neue Flächen gezielt dort, wo sie für die Wiener Wirtschaft benötigt werden. Als Standortagentur übernehmen wir Verantwortung dafür, dass Unternehmen auch künftig die Voraussetzungen vorfinden, um erfolgreich wirtschaften zu können", sagt Dominic Weiss, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien.

Beratung und Förderungen für Unternehmen

Die Wirtschaftsagentur begleitet Unternehmen nach eigenen Angaben bei der Suche nach geeigneten Standorten. Darüber hinaus bietet sie Beratungen und Förderungen für Investitionen in Produktionsprozesse, Maschinen und klimaschonende Maßnahmen an.

www.wien.gv.at

www.wirtschaftsagentur.at

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