"Red Bull Reshuffle"
Fortnite-Elite verwandelte Austria Center Vienna in Gaming-Arena

| Larissa Bilovits 
| 16.08.2026

Bei der Premiere von "Red Bull Reshuffle" kämpften am Samstag 40 internationale Gaming-Profis in einem ungewöhnlichen Turnierformat um 50.000 Euro Preisgeld.

Wo sonst Vorträge und Kaffeepausen abgehalten werden, standen am Samstagnachmittag Respawns, Eliminierungen und eine Lichtshow auf dem Programm. Das Austria Center Vienna verwandelte sich für die Premiere von Red Bull Reshuffle in eine Gaming-Arena mit großer Bühne und Screens sowie rund 1.000 Gästen in einem ausverkauften Saal, hinzu kamen hunderttausende Zuseher:innen im Livestream. 40 der weltbesten Fortnite-Profis spielten um 50.000 Euro Preisgeld – und der Modus sorgte dafür, dass sich niemand auf Gewohntes verlassen konnte.

Nach jeder Runde wurde neu ausgelost

Fortnite ist eines der meistgespielten Videospiele der Welt und seit 2017 auf dem Markt. Im bekanntesten Modus, dem Battle Royale, treten Spieler:innen auf einer Insel gegeneinander an, deren bespielbare Fläche laufend kleiner wird, bis am Ende nur eine Person oder ein Team übrig bleibt. In Wien kam eine schnellere Variante zum Einsatz: Im sogenannten Reload Mode kehren ausgeschaltete Spieler:innen nach kurzer Zeit wieder ins Match zurück, solange zumindest eine Person aus dem Team noch am Leben ist. Verstecken und Abwarten fallen als Taktik damit weg, gekämpft wird praktisch durchgehend.

Die eigentliche Besonderheit von Red Bull Reshuffle lag aber im Turnierformat. Gespielt wurden sechs Runden in Zweier-Teams, die nach jedem Durchgang komplett neu gemischt wurden. Gewertet wurde trotzdem individuell, nach Platzierung und Anzahl der Eliminierungen. Am Ende stand also nicht das beste Duo auf dem Podest, sondern der konstanteste Einzelspieler. Eine Ausnahme von der Auslosung bestimmte pro Runde das Publikum im Saal per Voting. Dieses "Wiiings Team" nutzten die Fans genüsslich und schickten etwa MrSavage und Mongraal gemeinsam ins Match, die einander in anderen Turnieren als Konkurrenz gegenüberstehen. Das brasilianische Duo TheFeloz und JXness entschied seine Publikumsrunde prompt für sich. Kommentiert wurde das Ganze von YouTuber Amar mit 2,7 Millionen Follower:innen auf Deutsch und von SypherPK mit 20 Millionen auf Englisch.

"Das Spannende an diesem Turnier war es, mit anderen Profis im Team zusammen spielen zu müssen. Was zuvor meine Rivalen waren, waren jetzt auf einmal meine Teammates", resümmierte MrSavage, einer der bekanntesten Namen der Szene und eigens aus Norwegen angereist.

Entscheidung fiel erst in der Schlussrunde

Durchgesetzt hat sich letztlich Julian "Juu" Reckord. Der 20-jährige Deutsche kam auf über 200 Punkte und zog erst im letzten Durchgang am bis dahin führenden Japko vorbei. Für den Sieg gab es 12.500 Euro, Platz zwei war mit 10.000 Euro dotiert, und P1ng erhielt als Dritter 7.500 Euro. Ein Preisgeld bekamen die Ränge eins bis zehn sowie die Sonderwertung für die meisten Eliminierungen.

"Ich kann es gar nicht in Worte fassen und hätte den Sieg anfangs nicht erwartet. In den ersten drei Runden konnte ich jedoch stets Top-Plätze belegen und die Leistung bis zum Schluss halten", freute sich Sieger Juu.

Für Österreich sprang der Sonderpreis heraus. Taylor-Petrik "vic0" Gatschelhofer, im Mai Sieger des FNCS Major 1, holte sich die Trophäe für die meisten Eliminierungen und 1.500 Euro. "Für den Sieg hat es diesmal nicht gereicht, aber dann die Most Eliminations Trophäe zu sichern, das war schon ein gutes Gefühl", so Gatschelhofer.

www.redbull.com

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