Ölverkäufer in Konkurs
Schmiermittelhändler schlittert in Millionenpleite

| Tobias Seifried 
| 16.07.2026

Das Unternehmen war vor allem auf den Großhandel mit Ölen und Frostschutz spezialisiert.

Über das Vermögen der in Riedau ansässigen a-chem GmbH wurde am 15. Juli 2026 am Landesgericht Ried im Innkreis ein Konkursverfahren eröffnet. Wie die Kreditschutzverbände KSV1870 und AKV übereinstimmend berichten, erfolgte die Verfahrenseinleitung über einen Eigenantrag. 

Spezialisierung im Chemie- und KFZ-Segment

Das wirtschaftliche Portfolio des im Bezirk Schärding etablierten Handelsunternehmens verteilte sich primär auf den Großhandel mit Schmiermittel und Frostschutz. 

Als Insolvenzursachen nennt die Geschäftsführung neben der eingetretenen akuten Zahlungsunfähigkeit erhebliche offene Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt sowie weiteren Gläubiger:innen. Eine Fortführung oder Sanierung des Betriebs ist nicht beabsichtigt, weshalb das Verfahren auf eine geordnete Liquidation der verbleibenden Vermögenswerte abzielt.

Millionenpassiva und gerichtliche Abwicklung

Die finanzielle Schieflage spiegelt sich in den vorliegenden Antragsunterlagen wider, in welchen die Gesamtverbindlichkeiten mit rund 1,8 Millionen Euro beziffert werden. Für die Deckung der anfallenden Verfahrenskosten sei seitens des Ölhändlers ein entsprechender Kostenvorschuss bereitgestellt worden. Das im Jahr 2013 gegründete Unternehmen hat seinen operativen Geschäftsbetrieb bereits vollständig eingestellt; zum Zeitpunkt der Antragstellung wurden keine Dienstnehmer:innen mehr in der Gesellschaft beschäftigt.

Zum Insolvenzverwalter bestellte das Landesgericht Ried im Innkreis den in Schärding ansässigen Rechtsanwalt Peter Virtbauer. Die erste Gläubigerversammlung wurde für den 21. Oktober 2026 anberaumt.

www.ksv.at

www.akv.at

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