Zusammenarbeit zwischen NÖ und OÖ
Kunststoff Cluster zieht Bilanz nach 20 Jahren Kooperation

Beim Jubiläum in St. Pölten wurde die Zusammenarbeit der gemeinsamen Plattform von ecoplus und Business Upper Austria als wichtiger Faktor für Innovation und Vernetzung in der Branche hervorgehoben.

In St. Pölten ist das 20-jährige Bestehen der Kooperation zwischen Niederösterreich und Oberösterreich im Kunststoff-Cluster begangen worden. Die Veranstaltung wurde von der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus und der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria organisiert. 

Der Kunststoff-Cluster soll Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Bildungspartner entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Kunststoffbranche vernetzen. Die Zusammenarbeit der beiden Bundesländer bildet seit zwei Jahrzehnten einen zentralen Bestandteil der Clusterstruktur. Die Eröffnung erfolgte durch Nationalratsabgeordneten Fritz Ofenauer in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Der OÖ-Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner war per Videobotschaft zugeschaltet.

Wirtschaftliche Bedeutung der Branche 

Markus Achleitner bezeichnete die Kunststoffindustrie als wesentlichen Wirtschafts- und Innovationsfaktor. In Oberösterreich umfasst die Branche 220 Unternehmen mit mehr als 35.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 12,4 Milliarden Euro. Rund 80 Prozent dieser Betriebe sind im Kunststoff-Cluster organisiert.

Er verwies auf die Bedeutung der Kooperation zwischen den beiden Bundesländern und sprach von einem funktionierenden Beispiel für sektorübergreifende Zusammenarbeit. Innovation entstehe dabei durch die Verbindung von Unternehmen, Forschung und Entwicklung.

Entwicklung des Netzwerks

Werner Pamminger von Business Upper Austria stellte die Entwicklung des Clusters dar. Die Gründung erfolgte 1999 in Oberösterreich, die Zusammenarbeit mit Niederösterreich wurde 2006 vertieft.

Heute umfasst das Netzwerk 330 Partnerunternehmen mit insgesamt 58.800 Beschäftigten und einem Umsatz von mehr als 20,5 Milliarden Euro. Der Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen liegt bei 73 Prozent, rund zehn Prozent der Partner kommen aus dem Ausland.

Der Cluster gilt als etabliertes Beispiel für strukturierte Kooperation in der Branche und wird auf europäischer Ebene als Referenzmodell eingeordnet.

Kooperation als strukturelles Prinzip

Fritz Ofenauer betonte die Bedeutung kontinuierlicher Weiterentwicklung und Wissensvermittlung für wirtschaftliche Stabilität. Helmut Miernicki, ecoplus Geschäftsführer, verwies auf das Leitmotiv der Clusterarbeit: "Unser Erfolgsrezept in der Clusterarbeit heißt 'Innovation durch Kooperation'."

Die Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Oberösterreich wird damit als langfristig angelegtes Strukturmodell innerhalb der Kunststoffbranche fortgeführt.

www.ecoplus.at

www.biz-up.at

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