Fotos von der Gala im Wiener Rathaus
Festakt anlässlich des 100. Geburtstages von Theodor Kanitzer

Wegbegleiter:innen aus Politik, Diplomatie, Kultur und Wissenschaft würdigten einen Mann, der europäische Geschichte nicht nur erlebt, sondern über Jahrzehnte aktiv mitgestaltet hat.

Mit minutenlangem Applaus, Standing Ovations und bewegenden Reden hochkarätiger Gäste aus dem In- und Ausland sowie einem Festkonzert renommierter Künstler:innen wurde Theodor Kanitzer im Wiener Rathaus zu seinem 100. Geburtstag gefeiert.

Wegbegleiter:innen aus Politik, Diplomatie, Kultur und Wissenschaft würdigten einen Mann, der europäische Geschichte nicht nur erlebt, sondern über Jahrzehnte aktiv mitgestaltet hat – als Brückenbauer zwischen Nationen, unermüdlicher Kulturvermittler und leidenschaftlicher Verfechter von Frieden und Völkerverständigung. Der Festakt fand im Rahmen des "Wiener festlichen Musikreigens der Nationen für Völkerverständigung, Frieden und Freiheit" statt. Durch den Abend führte Silvia Schneider als Moderatorin.

"Sto lat"

Für einen der emotionalsten Momente des Abends sorgte der Botschafter der Republik Polen in Österreich, Zenon Kosiniak-Kamysz, indem er das traditionelle polnische Geburtstagslied "Sto lat" anstimmte. Wörtlich bedeutet der Titel "Hundert Jahre" und gilt in Polen als musikalischer Segenswunsch für Gesundheit, Glück und ein langes Leben. 

Für ihn war Theodor Kanitzer weit mehr als ein Zeitzeuge: "Er hat seine Zeit gestaltet – stets im Dienste von Freiheit, Frieden und der Verständigung zwischen den Völkern. Was er für die österreichisch-polnische Freundschaft geleistet hat, verdient größten Respekt und tiefste Dankbarkeit", so der Botschafter.

Brückenbauer zwischen Nationen

Weitere Festredner: PaN-Präsident Hermann Mückler, er ernannte Theodor Kanitzer zum ersten Ehrenmitglied in der Geschichte des Dachverbandes aller Österreichisch-ausländischen Gesellschaften und Antoine Paszkiewicz, Präsident der International Federation of Chopin Societies und der Société Chopin à Paris, Johann Günther, Vizepräsident der Österreichisch-Polnischen Gesellschaft und Autor von Kanitzers Biografie:

"Seit 73 Jahren engagiert sich Kanitzer für die Österreichisch-Polnische Gesellschaft, seit mehr als fünf Jahrzehnten für die Internationale Chopin-Gesellschaft. Das von ihm mitbegründete Chopin-Festival in Gaming besteht seit 1985 und entwickelte sich von einer visionären Idee in der damals noch sanierungsbedürftigen Kartause Gaming zu einem der bedeutendsten Klassikfestivals Niederösterreichs", so Günther. 

Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter Omar Al-Rawi als Vertreter der Stadt Wien sowie Mitglieder des Gemeinderatsausschusses für europäische und internationale Angelegenheiten. Weitere Gratulant:innen waren Werner Almhofer, Hans Niessl, Werner Fasslabend und Charity-Lady Martina Fasslabend, Senator Walter Gerbautz, die Wiener Gemeinderätin Kasia Greco, Unternehmer Elmar Zagler, die Designerinnen Katrin Vavra und Tina Ferguson von Epic Couture sowie der Künstler Heinz Aeschlimann und der französische Star-Pianist Yves Henry.

Donka Angatscheva, Pianistin und neue Präsidentin der Internationalen Chopin-Gesellschaft, dankte ihrem Vorgänger für das große Vertrauen, das er sie gesetzt hat: "Dieses Vertrauen bedeutet für mich eine große Ehre, aber auch eine große Verantwortung", so Angatscheva, sichtlich gerührt. "Ich verspreche, das Werk mit derselben Leidenschaft weiterzuführen, mit der Sie es aufgebaut haben. Das Feuer wird weiter brennen."

Leidenschaftlicher Verfechter von Frieden

In seinen Dankesworten erinnerte Theodor Kanitzer daran, dass er das Wiener Rathaus erstmals vor rund 80 Jahren betreten hat – unmittelbar nach dem Krieg, als das Gebäude zu den wenigen bedeutenden Wiener Bauwerken gehörte, die von den Bombardierungen weitgehend verschont geblieben waren. Angesichts der aktuellen Krisen und Herausforderungen zeigte sich der nimmermüde Hundertjährige dennoch optimistisch. Er glaube weiterhin an eine Wende zum Guten, erklärte Kanitzer.

Im anschließenden Festkonzert würdigten Donka Angatscheva, Lidia Baich, Natalia Rehling, Zoryana Kushpler, Manfred Wagner-Artzt, Sandra Pires und Filip Trifu den Jubilar mit einem Programm, das fast gänzlich im Zeichen Frédéric Chopins stand – jenes Komponisten, dessen Werk Theodor Kanitzer seit Jahrzehnten mit Leidenschaft, Beharrlichkeit und internationaler Strahlkraft vermittelt. 

Den emotionalen Höhepunkt setzte schließlich Sandra Pires gemeinsam mit Donka Angatscheva am Klavier. Mit "Happy Birthday" schenkte sie dem Jubilar einen musikalischen Geburtstagsgruß, der das Publikuman noch einmal zu langanhaltendem Applaus hinriss. 

Fotos vom Festakt sehen Sie in unserer Fotogalerie.

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