Vergleich zum Vorjahr
Mehr Menschen finanzieren Urlaub aus Ersparnissen

| Janet Teplik 
| 15.06.2026

Eine Erhebung zeigt, dass Krisen das Reisen zwar beeinträchtigen, aber nicht gänzlich verhindern. Knapp zwei Drittel der Österreicher:innen planen demnach ungeachtet der wirtschaftlichen und geopolitischen Lage einen Sommerurlaub.

Im Urlaub zu verreisen, ist für viele Österreicher:innen ein Muss. So lassen sich die Menschen hierzulande ihre Urlaubsfreude trotz steigender Kosten und anhaltender Teuerung nicht nehmen. Allerdings hinterlassen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutliche Spuren bei den Budgets. Das neue Santander-Finanzbarometer zeigt nun unter anderem, dass der Weg ans Meer oder in die Berge anders als in den Vorjahren immer häufiger über das Sparbuch führt. 

Zwei Drittel im Urlaubsmodus

Laut der Erhebung von Santander planen zwei Drittel der Österreicher:innen "sicher" oder "wahrscheinlich" einen Sommerurlaub (64 %). "Urlaub hat für viele Menschen nach wie vor einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig zeigen die 
Ergebnisse, dass steigende Lebenshaltungskosten die privaten Urlaubsbudgets zunehmend belasten", meint Olaf Peter Poenisch, CEO von Santander Österreich.

Unbeeindruckt von der aktuellen Weltlage sind die Österreicher:innen dennoch nicht. So haben 44 Prozent angegeben, dass aktuelle wirtschaftliche und internationale Krisen einen starken Einfluss auf die Urlaubsplanung haben. Wobei sich Frauen wesentlich sensibler zeigen als Männer. Während 54 Prozent der weiblichen Befragten sich durch die aktuellen Entwicklungen beeinflusst sehen, sind es bei den Herren lediglich 35 Prozent. Insbesondere die Sicherheitslage (48 %) gibt den Menschen zu denken, gefolgt von hohen Preisen für Unterkünfte und Reisen (47 %) – wobei Letzteres besonders stark die 30- bis 50-Jährigen beschäftigt. Dahinter rangieren hohe Energie- und Treibstoffpreise (36 %) sowie die persönliche finanzielle Situation (34 %). 

Sich etwas gönnen

Mehr als ein Drittel der Urlaubswilligen begründet den Reisewunsch damit, sich bewusst etwas zu gönnen und dort nicht sparen zu wollen (35 %). Gleichzeitig achten viele Reisende jedoch stärker auf Ausgaben. So planen 32 Prozent weniger Geld vor Ort für Restaurants, Ausflüge, Unterhaltung oder Shopping auszugeben – wobei Frauen sparsamer sind als Männer. So wollen 41 Prozent von ihnen ihre Ausgaben im Urlaub reduzieren. Bei den Herren trifft das nur auf 24 Prozent zu.

Sparmaßnahmen zeigen sich auch bei der Buchung. Bei möglicher Mehrfachnennung wollen 23 Prozent demnach kürzer verreisen, 22 Prozent wollen Frühbucherangebote nutzen, 15 Prozent setzen auf kurzfristige Schnäppchen und weitere 15 Prozent planen, auf günstigere Unterkünfte auszuweichen. Dieses Kostenbewusstsein spiegelt sich auch in externen Erhebungen wider. Laut dem ÖAMTC-Reisemonitor ist das durchschnittliche Budget für den Sommerurlaub heuer leicht auf 1.189 Euro pro Kopf gesunken. Im Vorjahr waren es noch 1.233 Euro. 

Anbruch der Ersparnisse-Ära

Obwohl die wichtigste Finanzierungsquelle für den Sommerurlaub nach wie vor das laufende Einkommen inklusive Urlaubsgeld bleibt (81 %), greifen bereits 38 Prozent auf Ersparnisse zurück – und damit deutlich mehr als im Vorjahr, als der Wert noch bei 28 Prozent lag. Andere Finanzierungsformen spielen hingegen kaum eine Rolle. So gibt lediglich ein Prozent der Befragten an, den Urlaub über einen Kredit oder eine Kontoüberziehung zu finanzieren.

www.santanderconsumer.at

Über die Studie

Für das aktuelle Finanzbarometer wurden im Zeitraum vom 21. bis 26. Mai 2026 insgesamt 1.034 Österreicher:innen vom Meinungsforschungsinstitut IFDD - Institut für Demoskopie und Datenanalyse mittels Onlineinterview (CAWI) befragt. Die maximale statistische Schwankungsbreite beträgt ±3,0 Prozent.

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Über die Studie

Für das aktuelle Finanzbarometer wurden im Zeitraum vom 21. bis 26. Mai 2026 insgesamt 1.034 Österreicher:innen vom Meinungsforschungsinstitut IFDD - Institut für Demoskopie und Datenanalyse mittels Onlineinterview (CAWI) befragt. Die maximale statistische Schwankungsbreite beträgt ±3,0 Prozent.

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