KI und Transformation im Mittelpunkt
Experten diskutierten über die Zukunft von Mensch und Maschine

Im Mittelpunkt des Business Breakfasts von Advicum Consulting/eMentalist und A.B.S. Factoring standen die Herausforderungen und Chancen, die sich daraus für Unternehmen und Führungskräfte ergeben.

Künstliche Intelligenz, Automatisierung und humanoide Roboter verändern die Rahmenbedingungen für Unternehmen grundlegend. Welche Rolle dabei dem Menschen künftig zukommt, stand im Mittelpunkt eines Business Breakfasts von Advicum Consulting/eMentalist und A.B.S. Factoring in Wien.

Unter der Moderation von Andreas Draxler (A.B.S. Factoring) beleuchteten Daniel Knuchel und Andreas Kornberger von Advicum Consulting gemeinsam mit Thomas W. Albrecht (TWA Mentale Innovation) die Herausforderungen und Chancen des technologischen Wandels. Im Fokus standen die vier entscheidenden Kräfte erfolgreicher Transformation: Mensch, Organisation, Technik und Umwelt.

Technologie schafft Möglichkeiten, Menschen setzen die Richtung

Für Aufmerksamkeit sorgte Daniel Knuchel mit der provokanten Aussage: "Der humanoide Roboter wird zukünftig der bessere Mensch sein." Maschinen seien dem Menschen in vielen Bereichen bereits überlegen, etwa bei Geschwindigkeit, Präzision oder der Analyse großer Datenmengen. Gleichzeitig machten die Teilnehmer:innen deutlich, dass die Verantwortung weiterhin beim Menschen liege. Schließlich seien es Menschen, die Ziele definieren, Entscheidungen treffen und Werte vorgeben.

Draxler betonte in diesem Zusammenhang: "Transformation entscheidet sich nicht an Technologien, sondern am Mut zur Verantwortung." Knuchel unterstrich zudem, dass Unternehmen vor allem ins Handeln kommen müssten. Entscheidend sei, neue Möglichkeiten auszuprobieren und aus den gewonnenen Erkenntnissen zu lernen.

Wandel aktiv gestalten

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die Frage, weshalb Unternehmen Transformationen häufig verzögert angehen. Nach Ansicht der Teilnehmer liegt die Herausforderung weniger in der Technologie selbst als vielmehr in der Fähigkeit von Organisationen und Führungskräften, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und aktiv zu gestalten.

Zugleich würden wirtschaftliche Unsicherheiten, neue digitale Plattformen und Künstliche Intelligenz den Veränderungsdruck weiter erhöhen. Künftig könnten Kundenzentrierung, Sinnorientierung sowie das Zusammenspiel von Mensch und Technologie stärker über den Unternehmenserfolg entscheiden als reine Effizienz.

"Unternehmen scheitern nicht an Krisen, sondern daran, dass sie zu spät transformieren", sagte Andreas Kornberger.

Drei Hürden für erfolgreiche Transformation

Advicum Consulting identifizierte drei zentrale Gründe, weshalb Veränderungsprozesse insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen häufig verzögert werden. So würden eigentümergeführte Strukturen oftmals von langjährig gewachsenen Führungsstilen und Entscheidungswegen geprägt, wodurch bestehende Muster nur schwer hinterfragt werden. Gleichzeitig fehle vielen Unternehmen neben dem operativen Tagesgeschäft die Zeit, sich ausreichend mit strategischen Zukunftsfragen und notwendigem Veränderungsbedarf auseinanderzusetzen. Hinzu komme, dass bewährte Prozesse und Strukturen häufig beibehalten würden, weil sie in der Vergangenheit erfolgreich waren. Dadurch würden notwendige Anpassungen oftmals erst spät erkannt oder umgesetzt.

Die zentralen Impulse der Speaker

Im Verlauf der Veranstaltung wurde deutlich, dass erfolgreiche Transformation nur im Zusammenspiel aller vier Kräfte – Mensch, Organisation, Technik und Umwelt – gelingen kann.

Daniel Knuchel vertrat die Ansicht, dass Unternehmen vor allem den Mut brauchen, neue Entwicklungen rasch auszuprobieren und aus den Ergebnissen zu lernen. Andreas Kornberger warnte davor, notwendige Veränderungen aufzuschieben. Andreas Draxler hob die Bedeutung von Verantwortung und Führung hervor und machte deutlich, dass technologische Innovation allein nicht ausreiche. Thomas W. Albrecht wiederum plädierte dafür, Wandel aktiv anzunehmen und nicht auf vermeintliche Stabilität zu vertrauen.

Wie er betonte: "Der größte Irrglaube ist, dass alles bleibt, wie es ist. Veränderung beginnt dort, wo wir aufhören zu warten und selbst Verantwortung übernehmen."

Transformation als dauerhafte Führungsaufgabe

Als zentrales Fazit des Business Breakfasts kristallisierte sich heraus, dass nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit nur entstehen kann, wenn Strukturen, Strategie, Unternehmenskultur und technologische Entwicklung zusammengedacht werden. Einseitige Ansätze würden zu kurz greifen.

Auch beim anschließenden Networking zeigte sich laut den Veranstaltern, wie groß der Bedarf an Austausch zu Zukunftsfragen bei Entscheidungsträger:innen ist. Transformation sei kein kurzfristiges Projekt, sondern eine dauerhafte Führungsaufgabe. Entscheidend sei dabei nicht die Angst vor Veränderung, sondern die Bereitschaft, neue Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen und aktiv umzusetzen.

www.advicum.com

www.ementalist.ai

www.abs-ag.com

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