Mit dem Start der Open-Air-Saison bereiten sich Österreichs Veranstalter:innen auf die kommenden Großevents vor. Festivals, Konzerte und Kulturveranstaltungen wie das Nova Rock, das Donauinselfest, das Electric Love Festival oder die Bregenzer Festspiele locken in den nächsten Monaten tausende Besucher:innen an. Gleichzeitig wächst mit jeder Veranstaltung auch die Herausforderung, unvorhersehbare Risiken zu bewältigen.
Hohe Kosten bei Absagen und Unterbrechungen
Wo viele Menschen, umfangreiche Technik und enge Zeitpläne zusammentreffen, können bereits einzelne Zwischenfälle weitreichende Folgen haben. Besonders Wetterereignisse, technische Probleme oder kurzfristige Ausfälle wichtiger Beteiligter können dazu führen, dass Veranstaltungen verschoben, unterbrochen oder abgesagt werden müssen.
"Veranstaltungen sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für den Standort Österreich. Viele Veranstalter:innen planen monatelang auf einen bestimmten Termin hin. Wenn dann kurz vor Beginn ein Unwetter aufzieht oder eine zentrale Person ausfällt, geht es nicht nur um organisatorischen Mehraufwand, sondern sehr schnell um hohe finanzielle Verpflichtungen", sagt Christoph Repolust, CSO bei Greco Österreich und fügt hinzu: "Gerade deshalb sollte Versicherungsschutz nicht als letzter Punkt auf der Checkliste verstanden werden, sondern bereits als wichtiger Teil in der Planungsphase."
Fällt eine Veranstaltung aus, können bereits getätigte Investitionen ebenso zum Problem werden wie Rückzahlungen an Ticketkäufer:innen. Hinzu kommen mögliche Verpflichtungen gegenüber Künstler:innen, Dienstleister:innen oder Sponsor:innen. Auch entgangene Einnahmen können die wirtschaftlichen Auswirkungen erheblich verstärken.
Individuelle Risikoanalyse statt Standardlösung
Nach Angaben von Greco werden Veranstaltungsausfallversicherungen häufig als Allgefahrendeckung angeboten. Damit sind grundsätzlich alle Ereignisse versichert, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurden. Je nach Ausgestaltung können unter anderem Ticketrefundierungen, bereits geleistete Zahlungen, Künstlergagen, zusätzliche Kosten infolge einer Verschiebung oder entgangene Gewinne abgesichert werden.
"Es gibt keine Standardlösung, die für jedes Festival, jede Messe oder jedes Kulturformat gleichermaßen passt. Entscheidend ist, die konkreten Risiken frühzeitig zu analysieren: Welche Abhängigkeiten gibt es? Welche Kosten fallen bereits vor dem Event an? Welche vertraglichen Verpflichtungen bestehen? Und welche Ereignisse würden die Durchführung tatsächlich gefährden? Erst daraus ergibt sich ein sinnvoller Versicherungsschutz", so Repolust weiter.
Frühzeitige Planung schafft mehr Handlungsspielraum
Aus Sicht des Risikoexperten sollten Fragen der Absicherung möglichst früh berücksichtigt werden. Wer sich erst kurz vor Veranstaltungsbeginn mit Versicherungslösungen beschäftigt, muss unter Umständen mit eingeschränkten Deckungsmöglichkeiten oder zusätzlichen Kosten rechnen. Vor allem bei Events mit hohen Vorleistungen, internationalen Künstler:innen, komplexen technischen Anforderungen oder starker Wetterabhängigkeit sei eine frühzeitige Risikoanalyse sinnvoll.
Absicherung wird auch für Besucher:innen attraktiver
Neben Veranstalter:innen rücken zunehmend auch Besucher:innen in den Fokus von Absicherungslösungen. Greco verweist in diesem Zusammenhang auf eine gemeinsam mit den Bregenzer Festspielen umgesetzte digitale Ticket-Refund-Lösung. Dabei können Kund:innen zusätzlich zum Ticket eine Versicherung abschließen. Ist eine Teilnahme aus versicherten Gründen nicht möglich, wird der Ticketpreis rückerstattet.
Damit entwickele sich das Thema Absicherung zunehmend zu einem zusätzlichen Serviceangebot für das Publikum.
www.greco.services
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