Zwischenbilanz
AI Factory Austria schulte in den ersten neun Monaten 1.635 Teilnehmer

Mit 42 Trainings für Interessierte aus 32 Ländern vermittelte die Initiative seit Juli 2025 praxisnahes Wissen zu Themen wie Generative AI, Machine Learning, Trustworthy AI und Agentic AI. Für heuer ist bereits ein weiterer Ausbau des Programms geplant.

Neun Monate nach dem Start des Trainingsangebots im Juli 2025 zieht die AI Factory Austria (AI:AT) eine erste Bilanz: Demnach habe man insgesamt 42 Schulungen mit 1.635 Teilnehmer:innen aus 32 Ländern durchführen können. Die Initiative versteht sich als unabhängige Anlaufstelle für Unternehmen, Forschung und öffentliche Verwaltung, die KI-Kompetenzen aufbauen und Anwendungen schneller in die Praxis bringen wollen.

Praxisnahe Formate stehen im Mittelpunkt

Besonders gefragt waren laut AI:AT Formate mit direktem Anwendungsbezug. Von den 42 Trainings entfielen 25 auf Hands-on-Kurse, dazu kamen Webinare, ein Hackathon und Self-Learning-Angebote. Inhaltlich reichte das Spektrum von Generative AI und Machine Learning bis hin zu Trustworthy AI, Agentic AI und domänenspezifischen Anwendungen. "Unser Ziel ist es, die rasanten aktuellen KI-Entwicklungen in praktisch anwendbares Fachwissen für Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Verwaltung zu übersetzen", sagt Claudia Blaas-Schenner, Leiterin des AI:AT Learning Centers.

Aber auch Teilnehmer:innen unterstreichen den Praxisnutzen. "Die Möglichkeit, das erlernte Wissen bei den Kursen direkt am HPC-System anzuwenden, hat mich besonders begeistert", so Erika Pellegrino von Leonardo S.p.A. Lejla Rizvanovik von der Servus Data Group betont: "Die Kombination aus ethischer Orientierung und Hands-on-Technik hat mir das nötige Selbstvertrauen gegeben, eigene KI-Projekte umzusetzen."

Angebot gewinnt in Wirtschaft und Forschung an Bedeutung

505 Teilnehmer:innen kamen aus dem kommerziellen Bereich. Ihr Anteil stieg im Verlauf der ersten drei Programmquartale laut AI:AT deutlich an. Damit zeigt sich nach Angaben der Initiative, dass das Angebot zunehmend auch in der Wirtschaft ankommt und den Transfer von KI-Know-how in die praktische Anwendung unterstützen soll.

"Damit aus Know-how konkrete Anwendung wird, müssen Qualifizierung, praktische Umsetzung und souveräne Infrastruktur zusammenspielen", sagt Co-Lead Markus Stöhr. Das Learning Center ist Teil eines breiteren Unterstützungsangebots, das von Infrastrukturzugang und Datenservices bis hin zu Innovations-, Compliance- und Legal-Support reicht. Karl Kugler, ebenfalls Co-Lead, verweist auf den Wissenstransfer: "Dadurch entsteht ein wertvoller Knowledge-Transfer von Cutting-Edge-Forschung in die Unternehmen."

Diesen Transfergedanken hebt auch das Konsortium hervor, das Forschung, Wissenschaft und Anwendung enger zusammenführen soll. "Mit der AI Factory Austria setzen wir den Rahmen, um wissenschaftliche Exzellenz konsequent in wirksame Anwendung zu überführen", sagt Andreas Kugi vom AIT. Nikolaus Hautsch von der Universität Wien spricht vom "engen Zusammenspiel von Forschung, Ausbildung und praktischer Anwendung", Wolfgang Kastner von der TU Wien betont: "Die erfolgreiche Nutzung von KI braucht mehr als gute Modelle."

Horst Bischof von der TU Graz bezeichnet die AI Factory Austria als "starkes Kooperationsnetzwerk", Heinz Faßmann von der ÖAW hebt den "Dreiklang" aus Spitzenforschung, Ausbildung und Verantwortung hervor. Ruth Breu von der Universität Innsbruck sagt, es sei "das Gebot der Stunde", KI-Anwendungen erfolgreich in die Praxis zu bringen. Christoph Pfeifer von der BOKU sieht im Ausbau des Programms einen "wichtigen Meilenstein im Kompetenzaufbau".

Ausbau des Programms für 2026 geplant

Auch 2026 soll das Trainings- und Enablement-Angebot gezielt weiterentwickelt werden. Geplant sind laut AI:AT zusätzliche Hands-on-Formate und kompakte Webinar-Sessions, eine stärkere Self-Learning-Plattform, klarer definierte Learning Outcomes, mehr Diversität im Trainer:innenpool sowie engere Qualitätssicherungsmaßnahmen mit standardisierten Feedback-Umfragen.

www.ai-at.eu

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