"Crowdfunding endgültig in der Wirtschaft angekommen"

Wirtschaftsministerin Schramböck zog anlässlich drei Jahre Alternativfinanzierungsgesetz Bilanz.

Anlässlich des dreijährigen Bestehens des Alternativfinanzierungsgesetzes (AltFG) zieht Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck eine positive Zwischenbilanz: "Crowdfunding ist endgültig in der Wirtschaft angekommen und hat sich als dynamische Finanzierungsoption für innovative Unternehmen etabliert. Allein im ersten Halbjahr 2018 konnten mit diesem Instrument 16,8 Millionen Euro eingesammelt werden."

Gute Alternative zu klassischem Kreditbereich

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2017 lukrierten österreichische Crowdfunding-Plattformen im Bereich Crowdinvesting 26,5 Millionen Euro. "Gerade junge, innovative Unternehmen benötigen eine vielfältige Finanzierungslandschaft, um ihre Geschäftsideen umsetzen zu können. Angesichts der restriktiven Auflagen im klassischen Kreditbereich ist Crowdfunding auch für Klein- und Mittelbetriebe und Start-ups eine gute Alternative", verweist die Ministerin auf die im August in Kraft getretene Novelle des AltFG.

Die Novelle beendet die bisherige Beschränkung auf Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und deren operative Tätigkeit. Somit wird erstmals allen Unternehmen der Zugang zu Crowdfunding ermöglicht und dem derzeit großen Interesse an Crowdinvesting im Immobilienbereich Rechnung getragen.

Neben der Öffnung des Zugangs wurden auch die Schwellenwerte erhöht und die Informationspflichten erleichtert. So entfallen bis 250.000 Euro die Informationspflichten zur Gänze und auch Emissionen bis zu zwei Millionen Euro können leichter realisiert werden. Der Entfall der Meldepflichten an den Emissionskalender sowie die Erleichterungen im Rahmen der Prüfpflichten für Emittenten und Plattformbetreiber machen alternative Finanzierung noch attraktiver.

65,8 Millionen Projektvolumen

Vor dem Inkrafttreten des AltFG mit 1. September 2015 bewegten sich die Unternehmen beim Crowdfunding in einem rechtlichen Graubereich. Wurden 2014 noch 3,9 Millionen Euro über Crowdfunding eingesammelt, waren es 2015 (Einführung Gesetz) schon 11,8 Millionen Euro und 2016 (das erste komplette Jahr mit dem Gesetz) bereits 18,2 Millionen Euro.

Seit Durchführung des ersten Crowdfunding-Projekts im Jahr 2012 kann die heimische Branche per Stichtag 31. Dezember 2017 auf ein kumuliertes Projektvolumen – einschließlich donation und reward based Crowdfunding – von 65,8 Millionen Euro zurückblicken. Bisher wurden in Summe 342 Projekte im Bereich Crowdinvesting in Österreich realisiert. (red)

www.bmdw.gv.at

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