Österreichischer Unternehmer Pecina verkauft Mediaworks an Orbán-Vertrauten

| 26.10.2016

Ungarische Medienlandschaft wird durcheinandergewirbelt.

Vienna Capital Partners (VCP) des österreichischen Unternehmers Heinrich Pecina verkauft den ungarischen Verlag Mediaworks, bisher Herausgeber der bereits eingestellten regierungskritischen Oppositionszeitung Népszabadság, an die ungarische Firma Optimus Press, die der Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán nahesteht. Das Ende des regierungskritischen Blattes ist damit besiegelt. Zu Mediaworks gehören auch zwölf Regionalzeitungen sowie die Sport-Zeitung Nemzeti Sport. Die NGO Freedomhouse, die sich für die Förderung liberaler Demokratien einsetzt, übt massive Kritik am Verkauf.

Schnelle Veräußerung

Laut Aussendung von Pecinas Firma Vienna Capital Partners (VCP) habe man sich für den schnellen Verkauf entschieden, da es viele Kaufanwärter gegeben hätte. Opimus Press habe nach Einstellung von Nepszabadsag ihr Angebot abgegeben und den Zuschlag erhalten, da das Unternehmen den Neustart der Zeitung ernsthaft erwäge. (jw)

www.vcpag.com

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