Umfrage
Urlaub endet für viele mit Motivation für den Arbeitsalltag

| Janet Teplik 
| 05.11.2026

Eine Befragung unter aktuell oder zuletzt Jobsuchenden zeigt Unterschiede nach Einkommen und Suchstatus. Auch beim Zugang zu freien Tagen fallen die Erfahrungen unterschiedlich aus.

Nach einigen freien Tagen wieder in den Arbeitsalltag einzusteigen, fällt nicht allen gleich leicht. Für die Mehrheit der Teilnehmer:innen einer aktuellen Befragung war das Ende des Sommerurlaubs allerdings mit Motivation für den Job verbunden. 55,1 Prozent berichteten "sehr motiviert" oder "eher motiviert" an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt zu sein. Fehlenden Antrieb verspürten hingegen nur 17,5 Prozent.

Die Ergebnisse stammen aus einer Erhebung, die das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent im September 2026 im Auftrag von willhaben durchgeführt hat. Befragt wurden 1.191 in Österreich lebende Personen zwischen 15 und 59 Jahren, die zum Erhebungszeitpunkt auf Jobsuche waren oder innerhalb der vergangenen zwölf Monate einen Job gesucht hatten. 

Aktiv Jobsuchende berichten häufiger von fehlender Motivation

Im Detail bezeichneten sich 18 Prozent der Befragten nach der Rückkehr als "sehr motiviert", weitere 37,1 Prozent als "eher motiviert". Dem standen 11,8 Prozent gegenüber, die sich "eher unmotiviert" fühlten, sowie 5,7 Prozent, die "sehr unmotiviert" waren.

Dabei zeigen sich laut Erhebung Unterschiede zwischen den befragten Gruppen. "Auffällig, aber nur bedingt überraschend ist, dass derzeit aktiv Jobsuchende häufiger mit geringer Motivation an den Arbeitsplatz zurückkehren als jene, die ihre Suche in den vergangenen zwölf Monaten beendet haben", erklärt Markus Zink, Sales Director Jobs bei willhaben. Überdurchschnittlich häufig berichteten außerdem Personen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.499 Euro von fehlender Motivation. 

Mehr als die Hälfte empfindet Urlaubnehmen als leicht 

Neben der Stimmung nach der Auszeit wurde erhoben, wie leicht oder schwer es den Befragten fällt, bei ihrem:ihrer aktuellen Arbeitgeber:in Urlaub zu nehmen. Insgesamt bewerteten 56 Prozent dies als leicht. 13 Prozent wählten die Antwort, es sei "sehr leicht" und sie würden ausdrücklich zu Arbeitspausen in Form von Urlaub ermutigt. Weitere 43 Prozent empfanden es als "eher leicht". 

Für 28,9 Prozent war die Inanspruchnahme von Urlaub "weder leicht noch schwer". Weitere 15,1 Prozent machten hingegen tendenziell negative Erfahrungen. Darunter waren 5,7 Prozent aller Befragten, die das Urlaubnehmen als "sehr schwer" bezeichneten und einen unausgesprochenen Druck wahrnahmen, möglichst wenig Urlaub zu konsumieren. Laut Erhebung betrifft diese Erfahrung überdurchschnittlich häufig aktiv Jobsuchende, Frauen, ältere Personen sowie Menschen mit niedrigen Haushaltsnettoeinkommen. 

Erholung kann über die Rückkehr hinausreichen

Dass die Wirkung einer Auszeit mit dem ersten Arbeitstag nicht zwangsläufig endet, legt auch eine 2025 veröffentlichte Metaanalyse nahe. Forschende werteten dafür 32 Studien aus neun Ländern aus. Die Untersuchung zeigt, dass Urlaub das Wohlbefinden stärker und länger verbessern kann, als frühere Forschungsarbeiten vermuten ließen. Besonders günstig waren das gedankliche Abschalten von der Arbeit und körperliche Aktivitäten während der freien Zeit. 

Die Untersuchung zum Wohlbefinden und die österreichische Befragung zur Arbeitsmotivation betrachten damit unterschiedliche Aspekte der Rückkehr. Aus den Umfrageergebnissen allein lässt sich allerdings weder ableiten, wodurch die Motivation entsteht, noch wie lange sie anhält.

www.willhaben.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV