café+co Pausenreport
Um diese Uhrzeit greifen Österreichs Beschäftigte am häufigsten zum Kaffee

| Larissa Bilovits 
| 28.09.2026

Obwohl der Start in die Woche vielen schwerfällt, wird montags kaum mehr Kaffee getrunken als an anderen Tagen. Eine deutlich größere Rolle spielt die Tageszeit, wie die Auswertung von 17,9 Millionen Automatenkäufen zeigt.

Kaffee hat in Österreich eine lange Tradition. Seit 2011 steht die Wiener Kaffeehauskultur immerhin sogar im österreichischen Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO. Ihren festen Platz hat die Tasse aber nicht nur am Marmortischchen im Kaffeehaus – auch im Büro, in der Werkstatt oder in der Produktionshalle gehört sie für viele fest zum Arbeitsalltag. Wann genau Österreichs Beschäftigte täglich zum Kaffee greifen und wann eher zum Snack, hat café+co anlässlich des Weltkaffeetags am 1. Oktober erstmals in einem eigenen "Pausenreport" ausgewertet. Das Unternehmen, das österreichweit Automaten für Heiß- und Kaltgetränke sowie Snacks betreibt, hat dafür rund 17,9 Millionen Käufe analysiert, die zwischen März und August 2026 über die Telemetrie seiner Geräte erfasst wurden (siehe Infobox). Aufgeschlüsselt nach Stunden ergibt sich daraus ein recht genaues Bild davon, wie der Arbeitstag hierzulande getaktet ist.

Der Vormittag gehört dem Kaffee

Los geht der Kaffeekonsum hierzulande bereits um 7 Uhr in der Früh. Laut dem Report werden tatsächlich zu keiner anderen Stunde des Tages mehr Kaffees an den Automaten gezogen. Zwei Stunden später folgt mit der klassischen Vormittagspause der nächste Ausschlag. Um 9 Uhr meldet sich neben der Lust auf Kaffee aber auch der kleine Hunger und Durst, denn Snacks und Kaltgetränke werden um diese Zeit ebenfalls stark gekauft.

Ab 11 Uhr klettern die Verkaufszahlen bei Snacks und Verpflegung deutlich nach oben, um 12 Uhr ist die Nachfrage besonders groß. Zwischen 12 und 13 Uhr werden zudem viele Kaltgetränke gekauft. Ganz verschwindet der Kaffee aber auch zu Mittag nicht aus dem Arbeitsalltag. Am Nachmittag verteilt sich der Kaffeekonsum dann auf zwei weitere Zeitpunkte: Um 14 Uhr steht der übliche Nachmittagskaffee an, und gegen 16 Uhr holt sich ein Teil der Belegschaft noch eine letzte Tasse, bevor es nach Hause geht.

GRAFIK: Der beliebteste Energieschub nach UhrzeitKaffee ist vor allem um 7, 9, 14 und 16 Uhr gefragt, Snacks besonders ab 11 Uhr. © café+co

"Die Kaffeepause ist für viele Menschen ein fixer Bestandteil des Arbeitstags. Am Morgen hilft der Kaffee beim Start in den Tag, später schafft die Pause Gelegenheit zum Abschalten und bringt neue Energie für die nächsten Aufgaben, oder auch für den Austausch mit Kolleg:innen. Interessant ist, wie klar sich diese unterschiedlichen Pausenmomente in unseren Daten widerspiegeln", so Fritz Kaltenegger, Geschäftsführer von café+co International.

Konsum unterscheidet sich kaum nach Wochentagen

Während man vermuten mag, dass am Montag tendenziell mehr Koffein gebraucht wird oder die Pausen am Freitag anders ausfallen, zeichnen die Daten ein anderes Bild. Tatsächlich zeigen sich zwischen den einzelnen Wochentagen keine wesentlichen Abweichungen. Auch ein Vergleich der Bundesländer bringt kaum Unterschiede zutage, weder bei den Uhrzeiten noch bei den Produkten, zu denen gegriffen wird.

Unterschiedliche Anforderungen ergeben sich laut café+co vielmehr aus der Art des Betriebs. In einem Büro mit geregelten Arbeitszeiten sieht der Bedarf anders aus als in einem Produktionsbetrieb mit Schichtdienst oder an einem Standort, der rund um die Uhr besetzt ist.

Cappuccino und Kartenzahlung dominieren

In Hinblick auf die bevorzugten Kaffeespezialitäten führt der Cappuccino das Ranking klar an, vor dem Großen Braunen und dem Latte Macchiato. Kaffee schwarz und Espresso belegen die Plätze vier und fünf, die Melange als Wiener Kaffeehausklassiker landet an den Automaten nur auf Rang sechs. Unter den Snacks und Kaltgetränken sind Energydrinks die Nummer eins, dahinter folgen süße Riegel und koffeinhaltige Limonaden. Zuckerfreie Varianten sowie Schnitten und salzige Snacks rangieren weiter hinten.

GRAFIK: Österreichs Kaffee-Ranking nach ZubereitungLaut Report trinken Österreichs Beschäftigte am Arbeitsplatz bevorzugt Cappuccino. © café+co

Beim Bezahlen ist Bargeld inzwischen bereits in der Minderheit. Rund zwei Drittel des Umsatzes werden an den ausgewerteten Automaten bargeldlos erzielt, nur etwa ein Drittel wird noch mit Münzen oder Scheinen beglichen.

www.cafeplusco.com

Über die Studie

Der café+co Pausenreport basiert auf anonymisierten, per Telemetrie erfassten Verkaufsdaten an café+co Automaten in Österreich. Die Auswertung der Tageszeiten erfolgte auf Stundenbasis. Die Ergebnisse bilden das tatsächliche Kauf- und Nutzungsverhalten an den ausgewerteten Versorgungspunkten ab und stellen keine repräsentative Bevölkerungsumfrage dar.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

Über die Studie

Der café+co Pausenreport basiert auf anonymisierten, per Telemetrie erfassten Verkaufsdaten an café+co Automaten in Österreich. Die Auswertung der Tageszeiten erfolgte auf Stundenbasis. Die Ergebnisse bilden das tatsächliche Kauf- und Nutzungsverhalten an den ausgewerteten Versorgungspunkten ab und stellen keine repräsentative Bevölkerungsumfrage dar.

leadersnet.TV