Wichtiges Signal für den Standort
Borouge erweitert Produktion in Österreich mit 100-Millionen-Investment

Mit einer neuen Produktionsanlage werden die Kapazitäten ordentlich ausgebaut. Der Konzern bezeichnet den österreichischen Standort als strategischen Knotenpunkt für sein weiteres Wachstum.

Borouge International hat mehr als 100 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung seines Standorts in Schwechat investiert. Herzstück der Erweiterung ist eine neue Produktionsanlage für Spezialpolypropylen-Compounds, die am Montag offiziell in Betrieb genommen wurde. 

An der Eröffnung nahmen neben Vertreter:innen des Unternehmens auch Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer teil.

Neue Kapazitäten für Autoindustrie und Infrastruktur

In der neuen Anlage werden Polypropylen-Harze mit recyceltem Polypropylen und leistungssteigernden Additiven verbunden. Daraus entstehen Spezialcompounds, die unter anderem Leichtbau, verbesserte Materialeigenschaften und eine höhere Kreislauffähigkeit ermöglichen sollen.

Mit der Erweiterung erhöht Borouge die verfügbaren Kapazitäten für entsprechende Materialien. Zu den adressierten Abnehmerbranchen zählen insbesondere die Automobilindustrie, Hersteller von Haushaltsgeräten sowie der Infrastrukturbereich.

Für Roger Kearns, Vorstandsvorsitzender von Borouge International, markiert der Ausbau ein neues Kapitel für das Unternehmen. Die Stärkung der europäischen Produktionsbasis sei für Wettbewerbsfähigkeit und weiteres Wachstum von großer Bedeutung. "Diese Investition unterstreicht unser langfristiges Engagement für Österreich als strategischen Knotenpunkt", so Kearns. 

Auch Chief Commercial Officer Roland Janssen verweist auf die zusätzlichen Kapazitäten. Sie sollen es dem Unternehmen ermöglichen, neue Materiallösungen schneller auf den Markt zu bringen und die lokale Versorgung seiner Kund:innen zu stärken. Chief Operating Officer Hasan Karam hob bei der Inbetriebnahme ebenfalls die Bedeutung des Standorts Schwechat hervor. 

Mikl-Leitner sieht Signal für den Industriestandort

Johanna Mikl-Leitner wertet das Investment als positives Signal für den heimischen Wirtschaftsstandort. "Mehr als 100 Millionen Euro wurden hier in den Standort Schwechat investiert. Das ist ein starkes Signal für Schwechat, Niederösterreich, Österreich und ganz Europa."

Gleichzeitig verwies sie auf die industrielle Basis Niederösterreichs und die Bedeutung entsprechender Rahmenbedingungen. Damit sich Industrie weiterentwickeln könne, müsse man "entlasten, beschleunigen und ermöglichen". In diesem Zusammenhang nannte die Landeshauptfrau die Verwaltungsreform des Landes sowie die Taskforce Wirtschaft, mit denen Entscheidungen beschleunigt werden sollen.

Produktion weiterhin in Österreich halten

Wolfgang Hattmannsdorfer sieht die Investition ebenfalls als Beleg für die industrielle Kompetenz des Standorts. Österreich verfüge nicht nur über Know-how in Forschung und Innovation, sondern sei weiterhin ein Produktionsstandort.

"Wir können nur gemeinsam am Weltmarkt bestehen", sagte der Wirtschaftsminister. Er verwies dabei unter anderem auf den Industriestrompreis sowie geplante Änderungen bei UVP-Verfahren, durch die große Investitionsprojekte künftig schneller umgesetzt werden sollen.

Konzern hat seinen Hauptsitz in Österreich

Borouge International entstand 2026 durch den Zusammenschluss von Borealis, Borouge und Nova Chemicals (LEADERSNET berichtete). Der Polyolefin-Anbieter hat seinen Hauptsitz in Österreich, eine regionale Zentrale in Abu Dhabi sowie weitere Unternehmenszentren in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum.

Mit dem mehr als 100 Millionen Euro schweren Ausbau in Schwechat stärkt der Konzern nun seine europäische Produktionsbasis und erweitert zugleich die Kapazitäten für Spezialmaterialien in mehreren industriellen Anwendungsfeldern.

www.borougeinternational.com

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