Finanzielle Vorsorge wird wichtiger
Sieben von zehn Eltern sorgen finanziell für ihre Kinder vor

| Tobias Seifried 
| 28.09.2026

Ein guter Start ins Erwachsenenleben ist laut einer aktuellen Umfrage das häufigste Vorsorgemotiv. Viele denken dabei bereits an Ausbildung und Wohnraum, aber auch an finanzielle Unabhängigkeit im späteren Leben.

Sieben von zehn österreichischen Eltern treffen laut einer aktuellen Umfrage der Wiener Städtischen finanzielle Vorsorgemaßnahmen für ihre Kinder. Für einen großen Teil beginnt die Beschäftigung mit dem Thema demnach bereits sehr früh: 58 Prozent der Befragten halten die Schwangerschaft beziehungsweise die Zeit rund um die Geburt für den richtigen Zeitpunkt.

Mehr als ein Fünftel würde sich sogar schon bei einem konkreten Kinderwunsch mit finanzieller Vorsorge beschäftigen. 24 Prozent sehen hingegen den Schuleintritt als geeigneten Zeitpunkt. Für die Erhebung wurden im heurigen Sommer 1.000 Mütter und Väter in Österreich befragt.

Guter Start ins Erwachsenenleben als wichtigstes Motiv

Die Beweggründe reichen dabei von konkreten Anschaffungen bis zur langfristigen Absicherung. 63 Prozent nennen einen guten Start ins Erwachsenenleben als wichtigstes Motiv. 37 Prozent wollen ihre Kinder finanziell abgesichert wissen, falls einem Elternteil etwas zustößt. Daneben spielen der Werterhalt des angesparten Kapitals sowie die spätere Finanzierung einer Ausbildung oder von Wohnraum eine Rolle.

Sonja Brandtmayer, Generaldirektor-Stellvertreterin der Wiener Städtischen, sieht darin ein wachsendes Bewusstsein für langfristige Vorsorge. "Die beste finanzielle Starthilfe für Kinder beginnt nicht mit dem ersten Gehalt, sondern viele Jahre davor", sagt Brandtmayer, die im kommenden Jahr an die Spitze des Unternehmens rückt (LEADERSNET berichtete). Wer früh beginne, könne vor allem den Faktor Zeit nutzen.

Der Blick der befragten Eltern reicht der Erhebung zufolge teilweise weit über Ausbildung und Berufseinstieg hinaus. 46 Prozent wünschen sich demnach insbesondere, dass ihre Kinder später nicht von Altersarmut betroffen sind, 41 Prozent nennen finanzielle Unabhängigkeit als wichtiges Ziel. Auch Schuldenfreiheit, finanzieller Spielraum für Freizeit und Reisen sowie die Sicherung des Lebensstandards werden genannt.

42 Prozent können sich 100 Euro monatlich vorstellen

Unterschiede zeigen sich auch bei den Beträgen. 42 Prozent der Befragten könnten sich laut Umfrage vorstellen, monatlich 100 Euro für die finanzielle Zukunft ihrer Kinder zurückzulegen.

Diesen Vorsorgebedarf nimmt die Wiener Städtische nun auch zum Anlass für ein neues Produkt. Das sogenannte "sorgenfreies.zukunftsnest" kann für Kinder, Enkel- und Patenkinder bis zum 15. Lebensjahr abgeschlossen werden und kombiniert eine klassische mit einer fondsgebundenen Lebensversicherung.

Die monatlichen Beiträge beginnen nach Unternehmensangaben bei 30 Euro. Das angesparte Kapital soll später beispielsweise für Ausbildung, Führerschein oder die erste eigene Wohnung eingesetzt werden können. Ein Versorgerschutz soll die weitere Vorsorge gewährleisten, falls die vorsorgende Person verstirbt. Das Produkt könne vom erwachsenen Kind später als eigene Vermögens- und Altersvorsorge weitergeführt werden.

Neue Kampagne begleitet den Produktstart

Parallel dazu startet die Wiener Städtische die Kampagne "Jedem Kind den besten Start. Yeah!". Im Mittelpunkt stehen Kinder, über die das Thema finanzielle Vorsorge emotional und alltagsnah vermittelt werden soll.

Ausgespielt wird die Kampagne über Social Media, Plakate, Radio, Podcasts, Mailings und Events. "Die Kampagne erreicht Eltern und Familien über einen breiten Mix und damit genau dort, wo sie sich im Alltag bewegen", sagt Brandtmayer.

Inhaltlich verbindet die Versicherung damit die Ergebnisse ihrer Umfrage mit dem neuen Vorsorgeangebot: Im Zentrum steht die Botschaft, dass bereits regelmäßige kleinere Beträge langfristig zum finanziellen Startkapital für Kinder beitragen könnten.

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